Lesbische Nonnen: „Die Kirche sollte die Heuchelei lassen“


Der Fall wurde vor einigen Tagen bekannt: Zwei Nonnen (hier ein Symbolbild vom Petersplatz) haben ihren Orden verlassen und sich in Italien das Ja-Wort gegeben. Nun haben die beiden erstmals mit Journalisten über ihre Entscheidung gesprochen Quelle: Getty Images/Perspectives
Der Fall wurde vor einigen Tagen bekannt: Zwei Nonnen (hier ein Symbolbild vom Petersplatz) haben ihren Orden verlassen und sich in Italien das Ja-Wort gegeben. Nun haben die beiden erstmals mit Journalisten über ihre Entscheidung gesprochen Quelle: Getty Images/Perspectives
Ihr Fall war eine Sensation: Die Nonnen Frederica und Isabel haben geheiratet. Hier erklären sie, wie schwer ihre Entscheidung war, wie ihr Leben weitergehen soll und warum sie dem Papst dankbar sind.

Von Gabriele Guccione | DIE WELT

Der aufsehenerregende Fall von zwei ehemaligen Nonnen, die sich in Italien das Jawort gegeben haben, hat den Vatikan erreicht. Ein enger Mitarbeiter von Papst Franziskus berichtete, der Papst bedauere den Vorgang sehr. „Wie viel Traurigkeit stand dem Papst im Gesicht geschrieben, als er die Nachricht von den verheirateten Ordensschwestern gelesen hat“, schrieb der vatikanische Innenminister Erzbischof Angelo Becciu in einer Twitter- Botschaft.

Die beiden früheren Ordensfrauen, das sind Schwester Federica und Schwester Isabel. Sie suchen sich gegenseitig mit den Augen, während sie ihren Gästen dabei helfen, den Tisch für das Mittagessen zu decken. „Unsere Liebe“, erzählen sie, „ist ein Geschenk Gottes: niemand kann sie verbieten.“ Es war nicht leicht: „Wir haben uns so allein gefühlt und verlassen. Aber einige Schwestern haben uns ermutigt: „Wenn ich in eurem Alter wäre, dann würde ich es auch tun.“

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