Glaubenswechsel zum Christentum begründet Asylrecht in Deutschland


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Wechselt ein iranischer Asylbewerber in Deutschland vom muslimischen zum christlichen Glauben über, kann dies einen Asylanspruch begründen. Voraussetzung hierfür ist, dass der neue Glauben des Flüchtlings tatsächlich Teil seiner religiösen Identität geworden ist, entschied das Verwaltungsgericht Augsburg in einem am 6. Oktober 2016 veröffentlichten Urteil (Az.: Au 5 K 16.30957). Bei einer Rückkehr in den Iran drohe ihm religiöse Verfolgung.

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Damit muss das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen zum christlichen Glauben konvertierten Iraner als Flüchtling anerkennen. Dieser hatte 2012 in Deutschland Asyl beantragt. In Deutschland wechselte er vom muslimischen hin zum christlichen Glauben.

Er gab an, dass er den muslimischen Glauben nie wirklich praktiziert habe. Nach seiner Ausreise habe er sich taufen lassen und sich einer Freien evangelischen Gemeinde angeschlossen. Er besuche regelmäßig den Gottesdienst und helfe bei der Übersetzung in einem Bibelkreis.

Der Asylantrag wurde abgelehnt. Der Kläger habe seine Verfolgungsgefahr im Iran wegen eines „ernsthaften und dauerhaften Übertritts zum christlichen Glauben“ nicht glaubhaft gemacht.

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