Sexuelle Gewalt: Neue Studien belegen geringe Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Opfern


Bild: heise.de/Telepolis
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Medien und Politik zeichnen ein einseitiges wie eindeutiges Bild: Opfer sexueller Gewalt sind vor allem Frauen. Männer werden in der Regel als Täter dargestellt. Neue Studien widerlegen dieses Bild deutlich. Bei Untersuchungen in Chile und der Türkei gab es kaum Unterschiede bei den Opfererfahrungen zwischen den Geschlechtern. Im europäischen Vergleich zeigten sich 32% der Frauen und 27% der Männer betroffen von sexueller Gewalt. Es ist höchste Zeit, dass Medien und Politik ihr falsches Bild korrigieren.

Von Stephan Schleim | TELEPOLIS

Das Sternchen, das „Hör auf!“ rufe, und doch zwei wilden Männern ausgeliefert sei. Der Pornostar, der ungescholten seine Kolleginnen vergewaltige. Der Moderator, der die Geliebte mit dem Messer bedrohe und vergewaltige. Der Komödiant, der mehrere Frauen vergewaltigt haben soll. Der Politiker, der im Hotel das nichtsahnende Zimmermädchen anfalle.

Das sind einige der Geschichten der letzten Jahre, die ein deutliches Bild zeichnen: Frauen sind sexuellen Übergriffen ausgeliefert; Männer begehen sie. Positionen von feministischer Seite und auch der Gender-Theorie merken an, dass die Art und Weise, wie wir über die Welt reden, Folgen für unser Denken und Handeln hat. Das gilt natürlich nicht nur dann, wenn Frauen oder Minderheiten benachteiligt werden.

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