Physiker: „Dunkle Materie ist zweite kopernikanische Wende“


ap / illustris collaboration Diese Illustration zeigt Dunkle Materie in einer Computersimulation der Entstehung des Universums nach dem Urknall.
ap / illustris collaboration Diese Illustration zeigt Dunkle Materie in einer Computersimulation der Entstehung des Universums nach dem Urknall.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln ist Jochen Schieck, Direktor des Instituts für Hochenergiephysik, ein Anliegen

Von Tanja Traxler | derStandard.at

Das Institut für Hochenergiephysik (Hephy) wurde 1966 mit der Absicht gegründet, die wissenschaftliche Beteiligung Österreichs am Kernforschungszentrum Cern zu koordinieren. 2009 überraschte der damalige Wissenschaftsminister Johannes Hahn mit dem Vorschlag, die Cern-Mitgliedschaft zu beenden – doch die Idee war schnell vom Tisch. Zum 50-jährigen Bestehen des Hephy ist vom Cern-Austritt keine Rede, und das Institut präsentiert sich breiter aufgestellt denn je.

STANDARD: In welchen Bereichen hat das Hephy wichtige Beiträge zur Teilchenphysik geleistet?

Schieck: Die große Stärke des Hephy war immer der Detektorbau. Die Messapparaturen, die man für physikalische Experimente wie diejenigen am Cern benötigt, kann man nicht von der Stange kaufen – man muss sie selbst entwickeln. Obwohl es ein kleines Institut ist, deckt das Hephy alle Bereiche ab – vom Bau des Experiments über die Rekonstruktion der Daten und die Auswertung bis hin zur Theoriebildung. Diese breite Palette ist eine große Stärke, denn man kann die einzelnen Teile nicht isoliert betrachten.

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