Verhindert die Türkei den geplanten Angriff auf den IS?


erdoganDie geplante Offensive gegen den IS zur Befreiung von Mossul ist in Gefahr, weil die Türkei Ansprüche stellt. Eine Übersicht über eine komplizierte Lage.

Von Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Kurz vor der erwarteten Offensive der Anti-IS-Allianz in der nordirakischen Großstadt Mossul sorgen türkische Ansprüche auf eine Rolle in der Region für starke Turbulenzen, die den geplanten Angriff gefährden könnten. Ankara beharrt auf einer Teilnahme an der Operation, obwohl die irakische Zentralregierung dies ausdrücklich ablehnt. Die USA versuchen zu vermitteln, doch Präsident Recep Tayyip Erdogan will nicht einlenken, weil er in Mossul wichtige Interessen seines Landes auf dem Spiel sieht.

Erdogan lieferte sich in den vergangenen Tagen ein wütendes Wortgefecht mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi, der die Auflösung eines türkischen Militärstützpunktes in Bashiqa bei Mossul forderte. Erdogan erwiderte, das „Geschrei“ Abadis werde die Türkei nicht von ihrem Kurs abbringen. Im übrigen erkenne er den irakischen Premier nicht als Gesprächspartner an.

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