Südafrika: Zumas Clique ignoriert Zorn der Bürger


Südafrikas Präsident Jacob Zuma hält sich mit Bauernschläue im Amt. Foto: dpa
Südafrikas Präsident Jacob Zuma hält sich mit Bauernschläue im Amt. Foto: dpa
Bei den Südafrikanern wächst die Unzufriedenheit über den Stillstand im Land, doch das Regime von Präsident Jacob Zuma ist derzeit hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt.

Von Johannes Dieterich | Frankfurter Rundschau

Am Kap der Guten Hoffnung kündigen steigende Temperaturen einen weiteren, großartigen Sommer an. Zumindest auf der Wetterkarte deutet nichts auf Stürme – und doch ziehen die Südafrikaner besorgt ihre Köpfe ein. Sie ahnen, dass der Regenbogennation die Stunde geschlagen hat.

In den Universitäten des Landes wird seit Wochen gestreikt. Die Studenten liefern sich Schlachten mit den Ordnungskräften: Nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Menschen sterben. Die Hochschüler fordern das Ende der Universitätsgebühren, doch in Wahrheit geht es um mehr. Um die Erfüllung eines Versprechens, das Nelson Mandela mit der Rede vom „Neuen Südafrika“ gemacht hatte – und das in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Sumpf von Korruption, Eigennutz und Inkompetenz unterging. Die Regierung weiß dem Zorn der Studenten nichts entgegen zu setzen: Sie ist abwesend wie die Euphorie, die den gespalteten Staat einst zusammengebracht hat.

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