Suizid in der U-Haft


Bild: DIE KOLUMNISTEN
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Jedes Jahr töten sich ca. 100 Menschen im Strafvollzug. Die meisten davon in der Untersuchungshaft. Der Fall des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr ist nur einer von ihnen.
 

Von Heinrich Schmitz | DIE KOLUMNISTEN

Als Monty Python Film wäre die Pleiten, Pech und Pannenserie der sächsischen Justizbehörden ein großer Brüller. In der Realität ist sie eher zum Heulen.

Die sächsische Polizei twitterte am letzten Montag:

! NEWS ! Wir sind geschafft, aber überglücklich: der Terrorverdächtige Albakr wurde in der Nacht in Leipzig festgenommen. ÖA über #GenStA

Okay, da stand noch nicht dabei, dass die eigentliche Festnahme durch ein paar Syrer erfolgt war, die den völlig geschafften Polizeibeamten einen bereits fertig verschnürten Tatverdächtigen abholbereit lieferten, aber immerhin. Nun hatten sie ihn denn. Es ging ein Seufzer der Erleichterung durch das Land. Nicht alles ist schlecht in Sachsen.

Die kurz darauf bekannt gewordenen Pannen bei der sächsischen Polizei – Schutzwesten waren so schwer, dass die Beamten das vorbei spazierende Zielobjekt nicht verfolgen konnten – wurden als eher lustiges Beiwerk einer im Ergebnis dann mit Glück erfolgreichen Terroristenjagd angesehen. Eine echt pythoneske Szene. Ende gut, alles gut. Dachte man.

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