Afrika sitzt auf gepackten Koffern


Die Wahrscheinlichkeit bei Überfahrt von Afrika nach Italien den Tod zu finden liegt bei 1 zu 23 / picture alliance
Die Wahrscheinlichkeit bei Überfahrt von Afrika nach Italien den Tod zu finden liegt bei 1 zu 23 / picture alliance
Angela Merkel reiste nach Afrika, um Migrationspartnerschaften auszuhandeln. Doch die Lage dort wird sich nur langsam verbessern lassen, schreibt Prinz Asserate. Patrouillen auf See und Mauern können das Problem jedoch nicht lösen

Von ASFA-WOSSEN ASSERATE | Cicero

Seit dem März 2016, seitdem die EU ein Flüchtlingsabkommen mit der Türkei geschlossen hat und die sogenannte Balkanroute „geschlossen“ ist, ist die Zahl der Menschen, die über das Meer nach Griechenland kommen, stark gesunken.

Von Januar bis Mai 2016 landeten dort nach Angaben des UNHCR rund 150.000 Flüchtlinge. Dafür nimmt die Zahl derer, die sich mit Booten nach Italien aufmachen, wieder deutlich zu. Von Januar bis Anfang Juni 2016 kamen rund 50.000 Flüchtlinge in Italien an – vor allem Afrikaner.

Knapp die Hälfte von ihnen stammt aus Nigeria, Gambia, Somalia, Eritrea und der Elfenbeinküste. Sie gehören zu denen, die die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer überlebt haben. Für viele andere endete ihr Traum von Europa tödlich. Von 2014 bis Anfang Juni 2016 sind dem UNHCR zufolge 10.000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Aus dem „Mare Nostrum“ ist ein „Mare Monstrum“ geworden. Die Wahrscheinlichkeit, bei der gefährlichen Überfahrt von Afrika nach Italien den Tod zu finden, beträgt 1 zu 23.

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