Kirchenkritiker als Rechtsradikale verleumdet


Bild: RDF
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Wie man in Dortmund in die rechtsradikale Szene sortiert wird. Im vergangenen Jahr demonstrierte die Kunstaktion „Das 11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ vor dem Dortmunder Rathaus.

Von Berit & Manfred Such | Richard-Dawkins-Foundation

Die Subventionierung des Ev. Kirchentages 2019 mit einem Zuschuss von 2,7 Mill. Euro aus dem Säckel der hochverschuldeten Stadt Dortmund konnten die Macher der Aktion damals nicht verhindern. Allerdings hatte die Aktion für einige von ihnen ein unerwartetes Nachspiel: Die Kirchenkritiker wurden von der Stadt Dortmund kurzerhand zu Rechtsradikalen erklärt. Zu ihrem großen Erstaunen, denn bisher hatten sie sich immer dem linken Spektrum zugeordnet.

Mit der Begründung, der Dortmunder rechtsradikalen Szene anzugehören, wurde uns die Teilnahme an einer öffentlichen Bürgerversammlung, in der die Unterbringung von Flüchtlingen vorgestellt werden sollte, untersagt. Schockerlebnis vor dem Kirchentor! Da steht man dann hilf- und fassungslos, es nicht glauben zu wollen, vor einem sogenannten Sicherheits-Sheriff eines privaten Sicherheitsdienstes:

„Sie lasse ich hier nicht rein! Personen, die der rechten Szene angehören, haben keinen Zutritt!“

So stand es auch angeschlagen im Aushangkasten an der Ev. Pauluskirche, in der die Versammlung stattfinden sollte, wie wir erst später feststellten.

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