74-Jähriger wegen Hetze gegen Zornedinger Pfarrer vor Gericht


 Olivier Ndjimbi-Tshiende verließ die Pfarrei Zorneding im März 2016, nachdem er mehrere Morddrohungen erhalten hatte. (Foto: dpa)
Olivier Ndjimbi-Tshiende verließ die Pfarrei Zorneding im März 2016, nachdem er mehrere Morddrohungen erhalten hatte. (Foto: dpa)
Gottfried T. soll zwei Morddrohungen an Olivier Ndjimbi-Tshiende geschrieben und ihn nach Ausschwitz gewünscht haben. Der Pfarrer hat die Gemeinde bei München deshalb verlassen.
 

Von Carolin Fries | Süddeutsche.de

Es geht um Volksverhetzung: An diesem Dienstag steht ein 74 Jahre alter Münchner vor Gericht, der den ehemaligen Zornedinger Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende rassistisch bedroht haben soll. Der aus dem Kongo stammende Geistliche erhielt von November 2015 bis März 2016 mehrere Morddrohungen und verließ daraufhin kurz vor Ostern die Pfarrei im Landkreis Ebersberg.

Zwei der Schreiben soll Gottfried T. verfasst haben. Auf der ersten Karte soll er den 67 Jahre alten Priester nach Auschwitz gewünscht haben. Die zweite Karte kam nie an: Mitarbeitern im Briefzentrum Freising war sie im März aufgefallen, als die rechte Hetze gegen den Pfarrer bundesweit Schlagzeilen machte. Sie führte die Ermittler schließlich zu dem Münchner, und in dessen Wohnung wurde weiteres Beweismaterial sichergestellt. T. hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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