Thea Dorn: Luther hätte Literaturnobelpreis verdient gehabt


Thea Dorn, Kölner Treff 2012, Bild. wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 superbass
Thea Dorn, Kölner Treff 2012, Bild. wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 superbass
„Luthertexte sind ein steter Quell der Sprachschöpfungslust, das schiere Gegenteil zu dem geistlähmenden, blutleeren Jargon, zu dem die deutsche Sprache heute weitestgehend verkommen ist“, sagte Thea Dorn dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Von Renate Kortheuer-Schüring | evangelisch.de

Hätte es im 16. Jahrhundert schon Nobelpreise gegeben, hätte Luther (1483-1546) den Preis für Literatur verdient gehabt. Den Bibelübersetzer Luther bezeichnete Dorn als einen der „sprachmächtigsten Deutschen“. „Unsere Muttersprache ist in Wahrheit immer auch eine Luthersprache“, sagte die Autorin und verwies etwa auf die Erfindung „so herrlich plastischer Wörter“ wie „Blutgeld“, „Feuereifer“, „Menschenfischer“, „Morgenland“, „Schädelstätte“ und „plappern“.

Auf Erbe Luthers besinnen

In ihrem Buch „Die deutsche Seele“ (2011) und noch stärker in ihrem jüngsten Roman „Die Unglückseligen“ (2016) habe sie versucht, Leser erfahren zu lassen, welch geradezu musikalischen Möglichkeiten die deutsche Sprache hergebe – „wenn man nur weniger lieb- und einfallslos mit ihr umgeht, als dies heute der Fall ist“.

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