Can Dündar: „Wir verlieren ein Land“


Dündar gestern an einem verschwiegenen Ort in Frankfurt. Foto: P. Jülich
Dündar gestern an einem verschwiegenen Ort in Frankfurt. Foto: P. Jülich
Der verfolgte türkische Autor Can Dündar kritisiert die Bundesregierung. Ein konspiratives Treffen mit dem Journalisten auf der Buchmesse.

Von Claus-Jürgen Göpfert | Frankfurter Rundschau

Die Umstände des Treffens sind konspirativ – und bedrückend zugleich. Bewaffnete Personenschützer umgeben Can Dündar, als er am Mittwochmorgen am vereinbarten Treffpunkt auf der Frankfurter Buchmesse auftaucht. Der türkische Journalist und Dokumentarfilmer gilt als in höchstem Maße bedroht.

In der Türkei war er wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte als Chefredakteur der Tageszeitung „Cumhuriyet“ über geheime Waffenlieferungen der Türkei an islamistische Milizen in Syrien berichtet. Nach drei Monaten in Einzelhaft war er im Februar 2016 auf Beschluss des türkischen Verfassungsgerichts entlassen worden. Am 6. Mai überlebte er ein Schusswaffen-Attentat auf offener Straße unverletzt. Im Juli verließ er die Türkei Richtung Deutschland.

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