„Wir müssen Saudi-Arabien unter Druck setzen!“


Dem saudischen Blogger Raif Badawi, Träger des Deschner-Preises der Giordano-Bruno-Stiftung, drohen nach Medienberichten weitere 50 Peitschenhiebe. gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon, der in seinem Buch  „Die Grenzen der Toleranz“ ausführlich auf den Fall Badawi eingeht, fordert die deutsche Politik auf, „endlich klare Kante zu zeigen und Saudi-Arabien unter Druck zu setzen“.

Von Michael Schmidt-Salomon | Richard-Dawkins-Foundation

Als die Bilder von Raifs öffentlicher Auspeitschung im Internet auftauchten, ging ein Aufschrei der Empörung durch die Welt. Die massive Reaktion der globalen Zivilgesellschaft setzte Saudi-Arabien so sehr unter Druck, dass die Prügelstrafe ausgesetzt wurde. Auf dem Höhepunkt der Proteste, Ende Januar 2015, war der Druck sogar so stark, dass sich der saudische Botschafter in Berlin genötigt sah, eine frühzeitige Freilassung Badawis in Aussicht zu stellen.

Offenkundig rechnete Saudi-Arabien zu diesem Zeitpunkt noch mit ernsthaften außenpolitischen Konsequenzen. Jedoch: Zu wirklichen Konsequenzen oder auch nur zur Androhung solcher Konsequenzen ist es danach nicht gekommen – ein fataler Fehler der internationalen, insbesondere auch der deutschen Politik. Statt klare Kante zu zeigen, verfielen die führenden Politiker zurück in den alten Kurs der Kuscheldiplomatie und fädelten Milliarden-Geschäfte mit einem Land ein, das den sunnitisch-wahhabitischen Terror seit Jahren maßgeblich unterstützt. Die verheerenden Menschenrechtsverletzungen, die Saudi-Arabien Tag für Tag begeht, wurden – wenn überhaupt – nur in Nebensätzen erwähnt, was die Gegenseite souverän überhören konnte.

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Die pädophile Rechte

Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Bild: BKA
Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Bild: BKA
Kindesmissbrauch wurde nicht nur bei der Mördertruppe des NSU praktiziert – es handelt sich vielmehr um ein szenetypisches rechtes Verbrechen

Von Tomasz Konicz | TELEPOLIS

Die schockierende Enthüllung ist – wie so oft bei rechtsextremen Exzessen in Deutschland – schon längst wieder aus den Schlagzeilen verschwunden. Die Mördertruppe des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) hat bei ihrer langjährigen Terrorkampagne nicht nur mindestens zehn Menschen umgebracht, sondern offensichtlich auch Kinder geschändet und getötet.

Mitte Oktober erklärte Innenminister De Maizière, er sei „bestürzt“ über die Nachricht, der Rechtsterrorist Uwe Böhnhardt sei in einen 15 Jahre zurückliegenden Fall von Kindstötung verstrickt. Im vergangenen Juli wurde die Leiche des 2001 verschwundenen neunjährigen Mädchens Peggy entdeckt.

An einem Stofffetzen, der unter dem Leichnam des Mädchens gefunden wurde, konnte die DNA Böhnhardts nachgewiesen werden. Der Fundort der Leiche befindet sich nur rund eine Autostunde von dem damaligen Wohnort des Rechtsterroristen. Zudem sind auf dem PC von Beate Zschäpe bereits 2011 kinderpornografische Inhalte gefunden worden. Der Missbrauchsmord an dem Mädchen ereignete sich in der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten NSU-Mord, die beide in Nürnberg begangen worden sind. Dabei durchquerte Böhnhardt auf den Weg vom Aufenthaltsort zum Tatort die Heimatregion des Opfers. Ein geistig behinderter Hilfskellner, der 12 Jahre als potenzieller Mörder im Gefängnis verbrachte, wurde jüngst in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.

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Ozeanograf: Klimawandel setzt gefrorenes Methangas im Meer frei

foto: ap / kathy crane Der Eisbär gilt als Symboltier für den Klimawandel.
foto: ap / kathy crane Der Eisbär gilt als Symboltier für den Klimawandel.
Schätzungen zufolge ist das Wasser im arktischen Ozean in den vergangenen Jahrzehnten um etwa 1,5 bis zwei Grad wärmer geworden. Es gibt aktuelle Spitzen wie etwa bei Grönland, wo das Oberflächenwasser um vier bis sechs Grad wärmer als bei früheren Messungen war.

Von Julia Schilly | derStandard.at

Tiere wie der Eisbär leiden schon jetzt erheblich unter den klimatischen Veränderungen, weil das Eis als Lebensraum teilweise verschwindet und Robben als Nahrungsgrundlage wegfallen – Kannibalismus wurde bereits beobachtet. Doch die Auswirkungen auf die Ozeane sind weltweit spürbar: Die durchschnittliche Temperatur der Weltmeere hat von 1998 bis 2007 in 700 Metern Tiefe um etwa 0,15 Grad Celsius zugenommen. „Man kann schon sagen, dass der Weltozean der wichtigste Teil im gesamten Klimasystem ist.

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Austria: Kirche will rigorose Aufklärung im Pflegeheimskandal

Kardinal Christoph Schönborn ist tief erschüttert von den Missbrauchsfällen in einem Pflegeheim (Clementinum) im niederösterreichischen Kirchstetten. Das erklärte Schönborn-Pressesprecher Michael Prüller am Donnerstag gegenüber „Kathpress“.

kath.net

Der jeweilige Erzbischof von Wien ist „aus historischen Gründen“ – Schirmherr der Trägerschaft des Clementinums. Freilich habe Schönborn als Schirmherr keinerlei Einflussmöglichkeiten auf die operativen Tätigkeiten in den einzelnen Heimen, so Prüller.

Ganz im Sinne des Kardinals habe die Heimleitung aber rasch gehandelt und eine lückenlose Aufklärung eingeleitet. Man müsse alles tun, um solche Untaten von vornherein zu verhindern, so Prüller: „Dieser Aufgabe wissen sich alle Träger der Altenpflege verpflichtet, auch und gerade die Kirche.“ Kardinal Schönborn habe in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, wie sehr ihm Bekämpfung und Prävention von Missbrauch jedweder Art in kirchlichen Einrichtungen ein Anliegen sei.

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Der Playboy setzt den Hidschab auf

Bild: RDF
Bild: RDF
Wenn auch gewiss mit den besten Absichten, ist das Magazin dem Spiel mit der „Schlampen-Beschämung“ durch Islamisten überall auf der Welt auf den Leim gegangen.

Von Maajid Nawaz | Richard-Dawkins-Foundation

Der Playboy veröffentlichte vor kurzem einen Artikel über eine Hidschab-tragende muslimische Amerikanerin namens Noor Taguri, die „eindrucksvoll für Sittsamkeit eintritt“.

Ja, das haben Sie richtig gelesen.

In der Oktober-Ausgabe namens „Renegades“ stellt der Playboy eine religiös-konservative Praxis als emblematisch für eine unabhängige Frau dar.

Der weiße religiöse Konservatismus wird von amerikanischen Linksliberalen und Progressiven nicht oft gelobt oder verherrlicht, sondern herabgesetzt. Ersetze derweil weiße amische oder katholische Vorstellungen von Sittlichkeit durch braune muslimische, mache eine modische Fotoaufnahme vor einem Graffiti-Hintergrund und presto: Braune religiös-konservative Vorstellungen über das Verstecken der weiblichen Form im Namen der Sittlichkeit werden… progressiv.

Fairerweise muss man zugeben, dass viele Islamisten und muslimische Fundamentalisten für eine viel strengere Form des Hidschab und der „Sittlichkeit“ eintreten, die wohl keine Foto-Shootings für den Playboy gutheißen würde. Und ich würdige jeden, der der muslimischen Religionspolizei-Geisteshaltung entgegentritt.

Das war also gut von Ihnen, Noor Taguri! Ich weiß, dass unsere eigenen Fundamentalisten Sie kritisieren werden und ich stehe vollkommen auf Ihrer Seite und gegen diese Frauen-besessenen Koran-Fanatiker. Was Sie repräsentieren ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung und weg von der strengen saudischen Form des Hidschabs mit seiner vollständigen Gesichtsverschleierung und dem Verbot für Frauen, Auto zu fahren.

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Die AfD ist das Symptom des „Vollpfosten“-Bürgertums

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry behauptete kürzlich, „völkisch“ sei „letztlich ein zugehöriges Attribut“ zum Begriff Volk Quelle: dpa
Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry behauptete kürzlich, „völkisch“ sei „letztlich ein zugehöriges Attribut“ zum Begriff Volk Quelle: dpa
In Wirklichkeit ist die Mitte das Hauptziel der Populisten. Dabei geht es um nichts Geringeres als den Wertewandel. Die Entbürgerlichung des schäbigen Bürgertums. Jeder Bodengewinn ist eine Bedrohung.

Von Thomas Schmid | DIE WELT

Was bezwecken jene, die das Wort „völkisch“ enttabuisieren und in den Zustand der Unschuld versetzen wollen? Sicher stimmt es, was der Historiker Norbert Frei kürzlich schrieb in der „Süddeutschen Zeitung“: „Die Grenzen des Sagbaren sollen verschoben werden.“

Das wird offensichtlich bewusst betrieben, jedem kleinen Terraingewinn folgt alsbald ein weiterer Vorstoß. Etwa soeben die Erklärung eines führenden AfD-Politikers, Mitglieder der Identitären Bewegung seien in der Partei sehr wohl willkommen. Das geschieht sicher auch, aber gewiss nicht nur aus purem Spaß an der Provokation.

Da ist mehr am Werk als die Lust von Kindern, die schwungvoll in die tiefsten und schlammigsten Pfützen springen. Solche Manöver sollen etwas bewirken. Und daher richten sie sich an zukünftige Akteure, an Abnehmer, an ein Publikum.

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Hitlergruß ist Kündigungsgrund auch bei Türken

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Zeigt ein Arbeitnehmer den Hitlergruß, kann das eine fristlose Kündigung zur Folge haben. Das gilt auch für Arbeitnehmer türkischer Abstammung. Das entschied das Arbeitsgericht Hamburg.

MiGAZIN

Der Hitlergruß rechtfertigt eine fristlose Kündigung. Diese Geste stelle ein nationalsozialistisches Kennzeichen dar, das in einem Arbeitsverhältnis nicht hingenommen werden muss, teilte das Arbeitsgericht Hamburg am Donnerstag zu einem entsprechenden Urteil mit. Das gelte umso mehr, wenn der Adressat zusätzlich grob beleidigt werde. Eine türkische Abstammung mache das Vergehen nicht weniger schlimm. (AZ: 12 Ca 348/15)

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Pastor darf Rundfunkbeitrag nicht aus Gewissensgründen verweigern

Wer das Programm von ARD und ZDF nicht mit seinen religiösen Grundsätzen vereinbaren kann, muss trotzdem den obligatorischen Rundfunkbeitrag bezahlen.

evangelisch.de

Das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße wies eine entsprechende Klage auf Befreiung von der Beitragspflicht ab. Gewissensgründe machten die Zahlung nicht unzumutbar, heißt es in dem Urteil, das dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt (AZ: 5 K 145/15.NW). Geklagt hatte der Pastor einer evangelischen Freikirche aus der Pfalz, dessen Familie nach eigenen Angaben weder Fernseher noch Radio besitzt.

Der Kläger hatte seinen Antrag unter anderem damit begründet, es sei bibeltreuen Christen unzumutbar, zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkangebote verpflichtet zu werden. In vielen Sendungen würden Gläubige verunglimpft und lächerlich gemacht, erklärte er unter Berufung auf Beiträge wie die Comedy-Serie „Götter wie wir“ und kritische Dokumentationen über evangelikale Gemeinschaften. Untragbar sei auch, dass Sendungen der frühen Sexualisierung junger Menschen Vorschub leisteten. In den Texten im Radio ausgestrahlter englischsprachiger Lieder würden Mädchen und Frauen zu bloßen Lustobjekten herabgewürdigt.

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„Reichsbürger“ bei der bayerischen Polizei

  • Gegen vier bayerische Polizeibeamte laufen Disziplinarverfahren, sie sollen Anhänger der „Reichsbürger“ sein.
  • Ein Hauptkommissar ist bereits im Frühjahr vom Dienst suspendiert worden.

Süddeutsche.de

Die „Reichsbürger“ sind offenbar selbst in der bayerischen Polizei gut organisiert – mehrere Beamte gehören mutmaßlich der Gruppierung an. Gegen vier Polizisten laufen Disziplinarverfahren wegen Verbindungen zu den „Reichsbürgern“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstagabend in der BR-Nachrichtensendung „Rundschau“.

Ein Beamter sei bereits im Frühjahr vom Dienst suspendiert worden. Bei den drei weiteren Polizisten seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Sollten sich Zweifel an der Verfassungstreue der verdächtigten Beamten ergeben, müssten diese die Polizei verlassen, sagte Herrmann.

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„Reichsbürger“ griff in Sachsen-Anhalt Polizisten an

Ein „Reichsbürger“ hat am Donnerstag in Sachsen-Anhalt Polizisten angegriffen und einen von ihnen verletzt. Der 43-Jährige habe sich trotz Aufforderung eines Mitarbeiters geweigert, ein Bürgercenter der Stadt Salzwedel zu verlassen, wie die Polizei mitteilte.

derStandard.at

Als die alarmierten Beamten eintrafen, habe der Mann unvermittelt auf sie eingeschlagen und sie dabei als Nazis beschimpft. Auch die 34-jährige Frau des „Reichsbürgers“ habe die Polizisten attackiert. Gegen das Paar wurde schließlich ein Platzverweis ausgesprochen.

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Südafrika: „Fallisten“ wollen Naturwissenschaften abschaffen

Fallistin spricht an der Universität Kapstadt über Hexen, die Blitze einschlagen lassen. Screenshot: TP
Fallistin spricht an der Universität Kapstadt über Hexen, die Blitze einschlagen lassen. Screenshot: TP
In Südafrika macht derzeit eine Bewegung auf sich aufmerksam, die fordert, die Naturwissenschaften der „Dekolonisierung“ wegen komplett abzuschaffen. Diese, so eine Fallisten-Teilnehmerin an einer Diskussion an der Universität Kapstadt, seien „als Ganzes ein Produkt der westlichen Moderne“ und müssten deshalb „abgekratzt“ und durch ein „ganz neues Verständnis der Umwelt und unserem Verständnis davon“ ersetzt werden.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Als Beispiel für die angebliche Unzulänglichkeit der Naturwissenschaften führt sie an, dass man in KwaZulu-Natal glaubt, es gebe Hexen, die dafür sorgen können, dass Leute vom Blitz getroffen werden. Auf die rhetorische Frage ins Publikum, wie Naturwissenschaften das erklären, weil es doch passiere, meinten die dort Angesprochenen, so etwas passiere eben gerade nicht. Auf Twitter stimmt man dieser Erwiderung unter dem vorher vor allem von den Fallisten genutzten Hashtag #sciencemustfall überwiegend zu.

Parallelen zu SJWs

Die Fallisten sind (ähnlich wie die amerikanischen SJWs, die Versatzstücke aus Gender Studies und African American Studies vulgarisierten und als Dogmen setzten) aus einer akademischen Mode entstanden, den Postcolonial Studies. Dass sie noch radikalere Forderungen als ihre amerikanischen Äquivalente äußern, liegt unter anderem an der Nähe zu Bewegungen wie den extremistischen Economic Freedom Fighters (EFF), der Partei und Bewegung des ehemaligen ANC-Jugendorganisationschefs Julius Malema (vgl. ANC verliert bei Kommunalwahlen in Südafrika).

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Nordirakische Katholiken sollen abgeschoben werden – Jetzt Kirchenasyl

Düsseldorfer Stadtdechant Hennes: „Zumindest bis zur absolut letztinstanzlichen Entscheidung wird die Familie in einer der Gemeinde gehörenden Wohnung leben und dort unseren besonderen Schutz genießen“.

kath.net

„Schon auf dem Schulhof wurde ich geschlagen, weil ich Christ war. Mein ganzes Leben wurde ich ausgegrenzt und zuletzt eben auch verfolgt. Wir hatten Angst, unbeschreibliche Angst um uns und um unsere ungeborene Tochter, am Ende blieb nur die Flucht.“ So beschreibt der Maschinenbauingenieur Nasim Hirani seine Gründe für die Flucht aus dem Irak. Das berichtete die „Rheinische Post“ (RP). Nun erhielten Hirani, seine Frau und seine im Juni geborene Tochter Mira Sophie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den Bescheid, dass sie innerhalb von 30 Tagen das Bundesgebiet verlassen müssten, sonst droht die Abschiebung. Doch Hirani sagt: „Wir können nicht in den Irak zurück, wir sind dort unseres Lebens nicht sicher.“ Die junge Familie – auch die Ehefrau ist Bauingenieurin – stammt aus der Gegend von Erbil. Trotz der derzeitigen Rückeroberung ihrer Heimat sieht die katholische Familie im Irak für Christen keine Zukunft mehr. „Würde der Islamische Staat tatsächlich besiegt, gäbe es innerhalb von Wochen eine andere islamistische Gruppe, die uns verfolgt“, stellte Hirani gegenüber der RP resigniert fest.

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Jürgen Klopp: “Ich mag Luther“

Bidl: EKD
Bild: EKD
Die evangelische Kirche feiert 500 Jahre Reformation – und der Fußballtrainer Jürgen Klopp ist dabei. Weil der Glaube für ihn „Reißleine und Leitlinie“ ist, Martin Luther ein Vorbild – und weil man in der Kirche, „wie im Vereinsheim, immer die richtigen Leute trifft“.
 

EKD

Als evangelischer Christ ist mir Martin Luther natürlich ein Vorbild. Luther war ein Kämpfer für die gute Sache, ein Rebell um des Glaubens Willen, damit Menschen ihren Glauben ohne Angst und mündig leben können!

Martin Luther wieder in unser Bewusstsein zu rufen, passt gerade jetzt sehr gut in unsere Zeit, in der wir viel darüber diskutieren, ob wir Menschen Zuflucht bieten oder sie ausschließen sollten. Ich mag Luther, weil er für die Unterprivilegierten und Ausgeschlossenen gekämpft hat.

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Archaeologists find battle site where Romans breached Jerusalem walls

The Siege and Destruction of Jerusalem, by David Roberts, 1850. (Wikipedia/ Creative Commons)
The Siege and Destruction of Jerusalem, by David Roberts, 1850. (Wikipedia/ Creative Commons)
Discovery confirms Josephus’s account of the conflict that saw destruction of Second Temple nearly 2,000 years ago, says Israeli Antiquities Authority

By Gavin Rabinowitz | The Times of Israel

Israeli archaeologists found the site of a fierce battle where the Roman army bombarded and breached the walls of Jerusalem before conquering the city and destroying the Second Temple almost 2,000 years ago, officials said Thursday.

They said that the discovery, made last winter during an excavation of a construction site for the new campus of the Bezalel Academy of Arts and Design outside the Old City, also finally confirmed the description of the wall that was breached provided by the historian Josephus Flavius.

During the dig, the archaeologists found the remains of a tower surrounded by scores of stones and boulders fired by Roman catapults at the Jewish forces guarding the wall, the Israel Antiquities Authority said in a statement.

“This is a fascinating testimony of the intensive bombardment by the Roman army, led by Titus, on their way to conquering the city and destroying the Second Temple,” the statement said.

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Türkei: Nach den Journalisten werden die HDP-Vertreter verhaftet

Generalstabschef Akar mit Präsident Erdoğan, 22. Juli 2016. Bild: simsek hb - hakar/CC BY-SA 2.0
Generalstabschef Akar mit Präsident Erdoğan, 22. Juli 2016. Bild: simsek hb – hakar/CC BY-SA 2.0
Nach der Schließung fast aller kritischen Medien stehen nun die Parteibüros und Politiker der HDP/DBP im Fokus. Beim Militär sind es die Soldaten der türkischen Nato-Truppen

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Am 13. Oktober wurden in Diyarbakir die Parteizentralen der HDP und DBP sowie die Wohnungen von Politkern durchsucht. Durchsuchung hört sich erst mal harmlos an, man stellt sich vor, da klingelt die Polizei an der Tür, hält einem den Durchsuchungsbefehl vor die Nase und krempelt alle Schubladen und Schränke um.

In der Türkei ist das anders, da wird das Gebäude von der Polizei umzingelt, die Tür eingetreten, die Räume verwüstet, die Computer beschlagnahmt. Weitere 25 Politiker sind in der Provinz Diyarbakir verhaftet worden.

Kriminalisierung der HDP/DBP

Innerhalb von nur einer Woche im Oktober wurden in der Türkei bisher 181 HDP- und DBP-Politiker und Politikerinnen festgenommen. Allein in den Provinzen Van und Hakkari wurden nach Hausdurchsuchungen und Durchsuchungen der Parteibüros 49 Politiker festgenommen, berichtet der Sprecher der DBP (Demokratische Partei der Regionen), Merdan Berk.

Die meisten seien Provinz – oder Bezirksvorsitzende. Ihnen werde, wie allen türkischen und kurdischen Oppositionellen, die Mitgliedschaft in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen.

Bewiesen werden müssen diese Vorwürfe selbstverständlich nicht. Die neuesten Verhaftungen hängen vermutlich mit der Ermordung des stellvertretenden Bezirkschefs der AKP in der Provinz Van, Aydin Mustu, zusammen. Er wurde am vergangenen Sonntag von der PKK in seiner Wohnung getötet.

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Medienbischof: Martin Luther würde Nationalisten widersprechen – bullshit

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Reformation und Nationalismus passen nach den Worten des Medienbischofs der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Volker Jung, nicht gut zusammen.

evangelisch.de

„Luther hätte jedem widersprochen, der gesagt hätte: ‚Das Allerwichtigste ist es, dass ich Deutscher bin'“, sagte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau am Donnerstag bei einem Rundgang auf der Frankfurter Buchmesse. Reformation bedeute die Einsicht, dass der Mensch seine Erfüllung nicht in endlichen Realitäten habe. Es gehe nicht um Identitäten. „Man kann sich ja auch weder als Schalke- noch als Dortmund-Fan abschließend definieren“, verglich er.

Die Resonanz auf das 500. Reformationsjubiläum sei bislang gut, sagte Jung. Er hoffe, dass das Jubiläumsjahr nicht durch politische Ereignisse in den Hintergrund gedrängt werde. Immerhin finde in der entscheidenden Phase des Reformationsjubiläums die Bundestagswahl statt.

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Climate Change Helped These Giant Dinosaurs Colonize Australia

Concept art of Savannasaurus elliottorum based on the type specimen (“Wade”) and comparisons with titanosaurs from around the world. Image: Travis Tischler / © Australian Age of Dinosaurs Museum of Natural History
Concept art of Savannasaurus elliottorum based on the type specimen (“Wade”) and comparisons with titanosaurs from around the world. Image: Travis Tischler / © Australian Age of Dinosaurs Museum of Natural History
The most massive animals ever known to walk on land were the titanosaurs, a group of long-necked, plant-eating dinosaurs that spread widely across Cretaceous Earth. Some titanosaurs measured over 120 feet from head to tail and are estimated to have weighed around 140,000 pounds, equivalent to a mid-sized commercial airplane. If ever there was an embodiment of the wisdom of eating your vegetables, it was these gargantuan herbivores.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Now, research published Thursday in Scientific Reports announces the discovery of two extraordinary Australian titanosaur specimens from the Winton Formation in Queensland. While these aren’t the first titanosaurs found in Australia—indeed, titanosaur remains have been recovered from every continent on Earth—they open a fascinating window into this dinosaur family’s colonization of Australia.

One of the fossilized skeletons represents an entirely new genus and species that has been named Savannasaurus elliottorum (nicknamed “Wade” in honor of the renowned Australian paleontologist Mary Wade, who died in 2005 while the specimens were being excavated).

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