Die AfD ist das Symptom des „Vollpfosten“-Bürgertums


Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry behauptete kürzlich, „völkisch“ sei „letztlich ein zugehöriges Attribut“ zum Begriff Volk Quelle: dpa
Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry behauptete kürzlich, „völkisch“ sei „letztlich ein zugehöriges Attribut“ zum Begriff Volk Quelle: dpa
In Wirklichkeit ist die Mitte das Hauptziel der Populisten. Dabei geht es um nichts Geringeres als den Wertewandel. Die Entbürgerlichung des schäbigen Bürgertums. Jeder Bodengewinn ist eine Bedrohung.

Von Thomas Schmid | DIE WELT

Was bezwecken jene, die das Wort „völkisch“ enttabuisieren und in den Zustand der Unschuld versetzen wollen? Sicher stimmt es, was der Historiker Norbert Frei kürzlich schrieb in der „Süddeutschen Zeitung“: „Die Grenzen des Sagbaren sollen verschoben werden.“

Das wird offensichtlich bewusst betrieben, jedem kleinen Terraingewinn folgt alsbald ein weiterer Vorstoß. Etwa soeben die Erklärung eines führenden AfD-Politikers, Mitglieder der Identitären Bewegung seien in der Partei sehr wohl willkommen. Das geschieht sicher auch, aber gewiss nicht nur aus purem Spaß an der Provokation.

Da ist mehr am Werk als die Lust von Kindern, die schwungvoll in die tiefsten und schlammigsten Pfützen springen. Solche Manöver sollen etwas bewirken. Und daher richten sie sich an zukünftige Akteure, an Abnehmer, an ein Publikum.

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