Junge Islamkonferenz: Wenn schwule Atheisten auf Muslime treffen


Nina Prasch, Leiterin der Jungen Islamkonferenz Quelle: Jakob Hoff
Nina Prasch, Leiterin der Jungen Islamkonferenz Quelle: Jakob Hoff
Die Junge Islamkonferenz bricht mit vielen Tabus der bisherigen Debatte um Muslime.
Das Diskurs-Projekt richtet sich gegen Ausgrenzungen sowohl bei Migranten als auch bei Deutschstämmigen. Resolutionen werden nicht geschrieben, weil diese laut den Organisatoren sowieso nur in Schubladen landen würden.

Von Matthias Kamann | DIE WELT

Gender muss sein. Es gibt „Wissenschaftlerinnen“ und „Bloggerinnen“, es geht um LGBT, das steht für Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender. Aber: Wir sind bei der Jungen Islamkonferenz (JIK). Das macht die Sache spannend: Lesben treffen auf Kopftuchträgerinnen. Atheisten auf Gläubige. Deutschstämmige auf Migranten.

Vielfalt also soll das Thema sein – fürs ganze Land. „Wer ist dieser Deutschland?“, heißt eine JIK-Veranstaltung am Samstag in Berlin, wo unter anderem der schwule Pariser Imam Ludovic Mohamed Zahed vor mehreren Hundert Teilnehmern auftreten soll. Um „Erfahrungen mit Pluralität“ soll es gehen und um deren Verteidigung gegen die Feinde der Pluralität unter Alteingesessenen wie Migranten.

„Viele junge Menschen in Deutschland sind mit einem sehr viel größeren Maß an Vielfalt aufgewachsen als noch ihre Eltern und gehen damit weithin angstfrei um“, sagt die JIK-Projektleiterin Nina Prasch, 45, Islamwissenschaftlerin und keine Muslimin. Jenen jungen Leuten wolle man „Gehör verschaffen und sie ermutigen, sich selbst in der Öffentlichkeit zu Wort zu melden“.

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