Namibia, die Deutschen und der Völkermord


 Ausgezehrt, aber am Leben: Herero nach der Flucht durch die Wüste 1907 (Foto: oh)
Ausgezehrt, aber am Leben: Herero nach der Flucht durch die Wüste 1907 (Foto: oh)
Mehr als 100 Jahre nach den deutschen Verbrechen in der Kolonie Südwestafrika streiten die Nachfahren um Wiedergutmachung. Mittendrin: die 20 000 Deutschstämmigen in Namibia.

Von Tobias Zick | Süddeutsche.de

Waren es Kriegsverbrechen, wie sie damals in den Kolonien dieser Welt häufiger vorkamen? Oder war es der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts? Die Bundesregierung windet sich bis heute um die richtigen Worte dafür, was die Soldaten des Kaiserreichs 1904 in der deutschen Kolonie „Südwest-Afrika“ angerichtet haben: Zehntausende Herero und Nama wurden erschossen, in die Wüste zum Verdursten getrieben oder starben später, an Entkräftung und Krankheit, in so genannten Konzentrationslagern.

Den Begriff „Genozid“ hat Berlin lange peinlich vermieden, auch aus Angst, sich dadurch haftbar zu machen und Entschädigungen an die Nachfahren der Opfer im heutigen Namibia zahlen zu müssen. Inzwischen hat sich die Bundesregierung dazu durchgerungen, das Wort Völkermord zu benutzen, freilich mit dem Zusatz: ein Anspruch auf Reparationen ergebe sich daraus noch lange nicht.

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