Islam-Info im sächsischen Bibelgürtel

 Mohammad Rizwan vor dem Info-Stand in der Annaberger Fußgängerzone. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Mohammad Rizwan vor dem Info-Stand in der Annaberger Fußgängerzone. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel
Unter dem Motto „Muslime für Frieden, Freiheit und Loyalität“ führt die islamische Ahmadiyya-Gemeinde derzeit eine Info-Kampagne im Erzgebirge durch. Die Aktion soll laut eigener Aussage Ängste abbauen und Wissen vermitteln.

Von Marc Wauschkies | MDR Sachsen

Es ist kalt und regnerisch an diesem Sonnabendmorgen in der Annaberger Fußgängerzone. Einige Passanten eilen, den Kopf tief eingezogen, die Straße entlang und huschen in die Geschäfte auf der Buchholzer Straße. Gegenüber einem Drogeriemarkt bauen junge Männer einen Info-Stand auf. „Liebe für alle, Hass für keinen“ steht auf dem blauen Zelt. Die Männer sind Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde Deutschland und wollen an diesem Vormittag in Annaberg-Buchholz für ihr Verständnis des Islams werben. Ein ambitioniertes Ziel. Schließlich gilt das Erzgebirge als die konservativste christliche Region in Sachsen, vergleichbar mit dem Bibel-Gürtel in den USA.

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Umfrage: Großteil der Thüringer hat Vorbehalte gegenüber dem Islam

Die Thüringer haben einer Umfrage zufolge erhebliche Vorbehalte gegenüber dem Islam. 80 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört.

evangelisch.de

Das geht aus dem aktuellen „Thüringen Monitor“ zu den politischen Einstellungen im Land hervor. Islamkritischen oder -feindlichen Aussagen hätten 86 Prozent der Thüringer zugestimmt. „Allein das Ausmaß der Islamkritik zeigt, dass wir es hier nicht mit einem Phänomen zu tun haben, das auf ein politisches Lager begrenzt ist“, heißt es in der von der Staatskanzlei in Auftrag gegebenen Analyse.

Nach Auffassung der Soziologen der Universität Jena, die die Untersuchung vornahmen, ist die Ablehnung kein neues Phänomen. Sie habe bereits vor dem Flüchtlingszustrom im vergangenen Jahr und der „jüngsten Serie islamistisch inspirierter Terroranschläge“ auf hohem Niveau gelegen. Der gesamte „Thüringen Monitor“ soll Anfang November vorgestellt werden. Die Staatskanzlei veröffentlichte bereits erste Details der Studie.

AKUT im Visier der AKP

Such - und Rettungsaktion nach dem Erdbeben in Van, Oktober 2011. Bild: AKUT/CC BY-SA 3.0
Such – und Rettungsaktion nach dem Erdbeben in Van, Oktober 2011. Bild: AKUT/CC BY-SA 3.0
Der Vorsitzende des türkischen Such- und Rettungsvereins wagt eine kritische Äußerung zu Erdoğans Neu-Lausanner-Landkarte

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

„Wir müssen überall dort hingehen, wo unsere Vorfahren gewesen sind“, sagte Erdoğan schon 2012. Es ist seit langem bekannt, dass Präsident Erdogan ein großer Anhänger des Osmanischen Reiches ist. Er möchte die Türkei wieder zu jenem glanzvollen Imperium ausbauen, welches in früherer Zeit von Osteuropa über den Schwarzmeerraum bis nach Persien reichte und sich im Süden auf die arabische Halbinsel und Ägypten erstreckte.

Während eines Treffens mit Dorf- und Gemeindevorstehern bezeichnete er den Lausanner-Vertrag als eine Niederlage und nicht als einen Sieg. Kritiker, die diese Ausrichtung für falsch halten, werden kaltgestellt. Dies bekam nun auch der türkische Such- und Rettungsverein AKUT zu spüren.

Die renommierte Gruppe, die 1999 über die Türkei hinaus bekannt wurde, weil sie beim Erdbeben 1999 als einzige türkische zivilgesellschaftliche Organisation bei der Rettung von Erdbebenopfern herausragend gearbeitet hatte, ist nun auch im Visier der AKP-Regierung. Der Vorsitzende von AKUT, Nasuh Mahruki, hat sich über Twitter an die türkische Öffentlichkeit gewandt und um Unterstützung gebeten.

Dem Verein wurde das Nutzungsrecht für das Gebäude ihrer Zentrale, das ihnen der damalige Ministerpräsident Ecevit als Dank für ihren Einsatz beim schweren 1999er Erdbeben für 50 Jahre überlassen hatte, entzogen.

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Afghanistan: Opium für die Taliban

© dpa Farmer arbeiten im Distrikt Nangahar in Afghanistan auf einem Opiumfeld.
© dpa Farmer arbeiten im Distrikt Nangahar in Afghanistan auf einem Opiumfeld.
Die diesjährige Opiumernte in Afghanistan ist nach einem UN-Bericht wieder einmal gestiegen. Der Anbau der Droge ist nicht nur ein einträgliches Geschäft für die islamistischen Taliban im Land, sondern auch ein zunehmendes globales Problem.

Frankfurter Allgemeine

In Afghanistan führt der Vormarsch der Taliban zu einem deutlichen Anstieg der Opiumproduktion. Wie die Vereinten Nationen am Sonntag mitteilten, wuchs die Fläche zum Anbau von Schlafmohn in dem Land 2016 um zehn Prozent auf 201.000 Hektar. Das sei das dritthöchste Niveau seit mehr als 20 Jahren. Die Ernte werde in diesem Jahr um 43 Prozent höher ausfallen als 2015, schätzte das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Die Regierung habe wegen der Erfolge der radikalislamischen Taliban einen deutlichen Rückschlag erlitten in ihren Bemühungen, Schlafmohnfelder zu vernichten. Opium ist der Rohstoff für Heroin. Die größten Mengen der Droge stammen aus Afghanistan.

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Europa und der Islam – Kann Literatur Freiräume im vorpolitischen Raum schaffen?

Daniel Cohn-Bendit und die türkische Autorin Elif Shafak beim Forum
Daniel Cohn-Bendit und die türkische Autorin Elif Shafak beim Forum „Weltempfang“
Meinungs- und Pressefreiheit, Menschenrechte, die Position der Frau – Schlagworte einer Debatte, die auch auf der Frankfurter Buchmesse geführt wird. Wie sieht das Verhältnis Europas zu islamisch geprägten Ländern aus?

Von Sabine Peschel | Deutsche Welle

Es ist ein hochbrisantes Thema: Der Islam wird häufig kriminalisiert, mit Islamismus in Verbindung gebracht und in die Nähe des Terrorismus gerückt. Auf der Frankfurter Buchmesse wird die Beziehung Europas zu islamisch geprägten Ländern vielfach diskutiert. Wie sollte man umgehen mit ultrakonservativ geprägten Staaten wie Saudi-Arabien oder Katar? Welche Rolle spielt die Türkei? Und wie wirken sich innereuropäische Entwicklungen aus, etwa die Abschottung gegen Flüchtlinge, die Fremdenfeindlichkeit oder der nationalistisch gefärbte Populismus?

Auf der Buchmesse ist der „Weltempfang“ traditionell der Ort, an dem Podiumsdiskussionen, Gespräche und Lesungen mit internationalen Autoren, Intellektuellen und Übersetzern stattfinden. In diesem Jahr widmet sich das Forum dem Thema „Europa“ – und geht gleich zur Eröffnung großformatig an seinen Gegenstand heran: „Europa und der Islam“ – das sei eine der wichtigsten Debatten der Messe, urteilt Messedirektor Jürgen Boos bei seiner Begrüßung. Auf dem Podium: die türkische Star-Autorin Elif Shafak und der algerische Schriftsteller Boualem Sansal, Friedenspreisträger von 2011. Beide hätten „Jahre ihres Lebens damit verbracht, Phänomene unserer Zeit zu analysieren und bestimmte globale Entwicklungen zu erklären“, so Boos.

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Asylsuchende: Bleibeperspektive und Kriminalstatistiken

Polizei und Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof, September 2015. Foto: Wikiolo/CC BY-SA 4.0
Polizei und Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof, September 2015. Foto: Wikiolo/CC BY-SA 4.0
Als sich das Kölner Amtsgericht vergangene Woche an die Presse wandte, hätte das eigentlich bundesweit Aufmerksamkeit erregen müssen. Schließlich hatten die Richter ein vorläufiges Fazit der Kölner Silvesternacht vorbereitet und damit zu jenem Ereignis, das wahrscheinlich wie kein anderes die öffentliche Meinung in der sogenannten Flüchtlingskrise prägte.

Von Fabian Köhler | TELEPOLIS

Von rund 2.000 überwiegend arabisch stämmigen Sexualstraftäter hatten Medien damals berichtet und das das Ende der Willkommenskultur beschworen. Die Bundesregierung verschärfte in der Folge das Asylrecht, vereinfachte Abschiebungen und schloss Rücknahmeabkommen mit nordafrikanischen Ländern. Ein wachsender Teil der Öffentlichkeit folgte dem Klischee vom triebgesteuerten Araber, der besser zu Hause geblieben wäre.

79 Prozent der Deutschen befürchten Anstieg der Kriminalität durch Flüchtlinge

Wenige Monate später folgte die mediale Fortsetzung: Nahezu täglich drangen Meldungen über vergewaltigende Flüchtlinge in deutschen Schwimmbädern auf Facebook-Timelines. Oder war es andersherum? Vom ansteigenden Drogenhandel bis zu Massenschlägereien in Flüchtlingsunterkünften, von Bautzen bis zur Theresienwiese hält sich bis heute das Klischee, dass Flüchtlinge stärker zur Kriminalität neigen als ihre deutsche Mitbürger.

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„Luther ist kein Heiliger“

foto: regine hendrich Der Hobby-Schlagzeuger, Deep-Purple-Fan und Liebhaber feiner Sciencefiction-Literatur vermisst Politiker mit Haltung: Je nach Stimmung werde
foto: regine hendrich Der Hobby-Schlagzeuger, Deep-Purple-Fan und Liebhaber feiner Sciencefiction-Literatur vermisst Politiker mit Haltung: Je nach Stimmung werde „oft genug das Fähnchen in den Wind gehängt“.

Der evangelische Bischof Michael Bünker spricht über die nahenden Reformationsfeiern, sieht Heuchelei in der Politik und fordert Initiativen gegen Hate-Speech

Interview Peter Mayr, Markus Rohrhofer | derStandard.at

STANDARD: Sind Sie eigentlich froh, dass es in der evangelischen Kirche keine Heiligen gibt? Mit Martin Luther wären Sie sonst anlässlich des bevorstehenden 500-Jahr-Jubiläums der Reformation mitunter im Erklärungsnotstand, oder?

Bünker: Wir feiern ja nicht Luther als Person, sondern die Reformation. Und die Reformation ist viel mehr als Luther. Obwohl sie sich herausragend mit seinem Wirken und Leben verbindet. Ganz klar: Luther ist sicher kein Heiliger. Dazu sind die Schattenseiten viel zu deutlich und sein Lebenslauf zu widersprüchlich.

STANDARD: Vor allem der Antisemitismus in den Spätschriften, wie etwa „Von den Juden und ihren Lügen“, ist erschreckend. Thematisiert man diese dunkle Seite Luthers 2017 ausreichend?

Bünker: Ja. Wir verschweigen das nicht. Wir beleuchten die Schattenseiten von Luther schon seit Jahren. Etwa seine Stellung im Bauernkrieg, seine Äußerungen gegenüber dem sogenannten linken Flügel der Reformation und natürlich in erster Linie und am verhängnisvollsten die von Ihnen erwähnten Judenschriften. In der Erklärung „Zeit zur Umkehr“, die die Generalsynode in Österreich 1998 beschlossen hat, heißt es nicht nur, dass wir uns von diesen Luther-Schriften distanzieren, wir „verwerfen“ sie. Damit sagen wir: Luther war in dieser Frage so etwas wie ein Ketzer.

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Berliner AfD-Politiker will öffentlich Burkas verbrennen

Wenn das die Zukunft sein soll? Bild: HuffPo
Wenn das die Zukunft sein soll? Bild: HuffPo
  • Der Berliner AfD-Abgeordnete Andreas Wild will aus Protest Burkas öffentlich verbrennen
  • Der Berliner AfD-Chef Pazderski distanziert sich von Wilds Plänen
  • Erst kürzlich war in Brandenburg eine Debatte um ein mögliches Burka-Verbot entbrannt

Huffington Post

Laut einem Medienbericht setzt sich der Berliner AfD-Abgeordnete Andreas Wild für öffentliche Verbrennungen von Burkas ein. Wild warb für eine solche Aktion kürzlich bei einer Veranstaltung des Bezirksverbands Steglitz-Zehlendorf vor rund 60 Teilnehmern, berichtet „Bild am Sonntag“.

Er werden Burka-Verbrennungen als politische Maßnahme weiter „im Auge behalten“, zitiert das Blatt den AfD-Politiker. Der Berliner AfD-Chef Georg Pazderski distanziert sich von Wilds Äußerungen. „Es gibt keine Unterstützung für Burka-Verbrennungen, das ist nicht die Linie der AfD.“

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Über das „postfaktische“ Zeitalter: Jeder macht sich seine eigene Welt

Mecklenburger demonstrieren gegen Ausländer - die es in ihrem Land so gut wie gar nicht gibt. Worum es aber auch nicht geht.Foto: dpa
Mecklenburger demonstrieren gegen Ausländer – die es in ihrem Land so gut wie gar nicht gibt. Worum es aber auch nicht geht.Foto: dpa
Ich fühle, also weiß ich? Wirken Populisten als das „Orakel von Selfie“? Emotionen heißt es, seien die neuen Fakten. Ach, wirklich? Ein Essay

Von Caroline Fetscher | DER TAGESSPIEGEL

Auf der Insel Usedom gibt es kaum Asylbewerber, kaum Ausländer. Der Anteil an Einwohnern, die nicht aus Deutschland stammen, liegt bei drei Prozent. Viele sind qualifizierte gastronomische oder medizinische Mitarbeiter des Kurbetriebs. Es gibt ein chinesisches Restaurant, ein mexikanisches, ein griechisches, ein italienisches. Weder belegen Asylsuchende im Sommer die Strandkörbe, noch schlagen sie Zelte zwischen Wohnwagen oder Villen auf. Auf Usedom boomt der Tourismus, fast jeder hat Arbeit. Trotzdem fürchten sich die Insulaner vor „Überfremdung“ und dem Ausverkauf des Abendlands. Im September zu Landtagswahlen aufgerufen, bescherte ihr Katzenjammer der AfD den Löwenanteil der Stimmen: 35,3 Prozent. „Asylchaos beenden!“ hatten Plakate gefordert, „Kein Geld für Eure ,Flüchtlinge’!“ und „Grenzen sichern!“. Halluzinierten die Bewohner am Horizont der Ostsee Schiffsladungen voller Fremdlinge? Wie die Schlafwandler scheint es die Usedomer zu den Urnen gezogen zu haben. Wider besseres Wissen: Sie wissen es besser.

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Überbevölkerung: Nichts gegen Kinder, aber…

Verstopfte Straßen in London, Wohnungsknappheit in Berlin: Die Welt ist jetzt schon viel zu voll. Und wir? Machen nur noch mehr von allem – und fressen uns am Ende der Nahrungskette gegenseitig auf.

Von Sibylle Berg | SpON

Wie befriedigend wäre es, wenn sich all die verschiedenen Wahrheiten auf der Welt – 7.368.335.526 in dieser Sekunde des Schreibens – der eigenen Logik unterordnen würden. Tun sie aber nicht. Und das verwirrt den Durchschnittsgeist, mich, kolossal.

Nehmen wir zum Beispiel das Thema Kinder. Kinder sind großartig. Sie schenken Freude, sind sinnstiftend für die Eltern, sie zu beobachten macht glücklich, und bevor Kinder von diversen Einflüssen versaut werden, kann man behaupten, dass sie die angenehmsten Menschen auf der Erde sind.

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Effektiver Altruismus: Das Gute maximieren

Peter Singer Effektiver Altruismus Aus dem Englischen von Jan-Erik Strasser
Peter Singer
Effektiver Altruismus
Aus dem Englischen von Jan-Erik Strasser

„Effektive Altruisten“ haben ein großes Ziel: so viel Gutes wie möglich zu tun. Die Mitglieder der vor rund fünf Jahren in den USA und Großbritannien entstandenen Bewegung zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist bescheiden leben, sich die bestbezahlten Jobs suchen, um so viel Geld wie möglich spenden zu können, und sich genau informieren, welche Hilfsorganisation am effektivsten arbeitet, statt den Großteil der Spendengelder in der Verwaltung zu versenken.

Von Melanie Nees | Spektrum.de

Auch der Autor selbst, ein bekannter australischer Ethiker, ist effektiver Altruist und spendet momentan ein Drittel seines Einkommens.

Bei der Entscheidung, dieser Bewegung beizutreten, spielen laut Singer weniger Emotionen eine Rolle als vielmehr utilitaristische, vernünftige Überlegungen: Wie viele Leben kann man retten, wenn man auf die Mitgliedschaft im Fitnessstudio verzichtet? Letztlich kommen dabei natürlich wieder Gefühle ins Spiel – andere glücklich zu machen, macht einen oft selbst glücklich.

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„Es ist ja nicht alles schlecht, was Hitler getan hat“ – ein Besuch in Braunau am Inn

Bild: René Laglstorfer
Bild: René Laglstorfer
Im „Tal“ unterhalb der Braunauer Altstadt herrscht Volksfeststimmung. Ein idyllischer Fußweg führt über die Dr.-Kriechbaum-Stiege hinunter in die Braunauer Au, einem sattgrünen Naherholungspark mit Bächen, Teichen und Wiesen nahe am Inn. Dutzende Bierbänke und -tische stehen rund um ein nagelneues Gebäude aus Holz und Glas.

Von René Laglstorfer | VICE.com

Da heute das ÖVP-Stadtoberhaupt, Hannes Waidbacher, zu spät kommt, übernimmt der FPÖ-Vizebürgermeister Christian Schilcher, die Rolle als offizieller Redner der Stadt: „Darauf können wir Braunauer alle stolz sein“ und meint damit die Eröffnung eines neuen Gebäudes, dem mit 203.800 Euro aus der Gemeindekassa kräftig unter die Arme gegriffen wurde.

Ein Schalk, wer jetzt an das Geburtshaus von Adolf Hitler denkt, das (noch) nicht dem Erdboden gleichgemacht wurde, wie von gewissen Herren, darunter Norbert Hofer (FPÖ und immer noch Präsidentschaftskandidat), Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und dem russischen Duma-Abgeordneten Franz Adamowitsch Klinzewitsch, unisono empfohlen. Vielmehr weiht der ASKÖ Minigolf Sportklub Braunau heute sein neues Klubheim ein, das mehr ein schickes Wirtshaus im Grünen mit öffentlicher Toilette als ein bescheidener Vereinssitz ist.

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A Kentucky Scientist’s Blistering Review of the Noah’s Ark Theme Park

Dan Phelps, the President of the Kentucky Paleontological Society, has been a vital source for journalists looking for information about Ark Encounter, and he finally posted his own thoughts on what’s inside the $100 million attraction.

By Hemant Mehta | Friendly Atheist

It’s a comprehensive, blistering review of a “museum” that deserves those quotation marks.

Alas, the content of the Ark is even more non-scientific and anti-scientific than the Creation “Museum.” I never would have thought that possible. Some of the most over-the-top claims made in Ark Encounter aren’t just attacks on conventional science and history, but are simply made up. Ark Encounter claims “artistic license,” but if a real natural history museum were to engage in the same level of invention of details and made-up stories as are present in the Ark, AiG would be having a field day attacking such a museum. AiG and Ken Ham’s blog have attacked what are admittedly fictional movies for playing loose with the meager descriptions of the myth of Noah and the Flood in Genesis, yet it is somehow acceptable when the Ark Encounter embellishes the story with unbridled flights of the imagination.

If you want to save yourself the $40 cost of admission, read his full review at the National Center for Science Education’s website.

Der Staat darf sich nicht über Grundrechte hinwegsetzen

Der Bundestag hat ein neues BND-Gesetz verabschiedet. Zuvor hatte es Proteste gegeben.Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Der Bundestag hat ein neues BND-Gesetz verabschiedet. Zuvor hatte es Proteste gegeben.Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Es sei Unfug, dass mit dem neuen Gesetz der Überwachungsstaat näher rücke, schrieb Frank Jansen. FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki erwidert und meint: Das BND-Gesetz wird von Karlsruhe aufgehoben.

Von Wolfgang Kubicki | DER TAGESSPIEGEL

In seinem Kommentar „Totale Transparenz wäre ein Witz“ hat Frank Jansen erklärt, dass meine Warnung, mit dem am Freitag vom Bundestag beschlossenen BND-Gesetz rücke der Überwachungsstaat ein großes Stück näher, Unfug sei. Bedauerlicherweise hat er dabei vergessen, wenigstens ein Argument für seine Sichtweise darzulegen. Daher habe ich Herrn Jansen so verstanden, dass die Überwachung in Zeiten des internationalen Terrorismus auch über sachliche Bedenken hinweg gestattet werden sollte. Dies aber ist fatal.

Tatsache ist, dass das BND-Gesetz auch nach Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages verfassungsrechtlich nicht haltbar ist. Dass in dem Gesetz die behördliche Beachtung des Fernmeldegeheimnisses davon abhängt, ob der zu Überwachende Deutscher oder Ausländer ist, wird definitiv vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Grundrechte werden nicht abhängig von der Staatenzugehörigkeit gewährt.

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Justizministerium: Entschädigungszahlungen für verurteilte Homosexuelle

Homosexuelle, die aufgrund des berüchtigten, 1994 abgeschafften § 175 StGB verurteilt wurden, sollen laut einem Referentenentwurf des Justizministeriums rehabilitiert werden und Anspruch auf eine Entschädigung haben.

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Urteile sollen aufgehoben werden, berichtet die Tagesschau aus dem Gesetzes-Entwurf, welcher der ARD nach eigenen Angaben vorliegt. Betroffene sollen beim Bundesamt für Justiz Entschädigungen beantragen können und „3.000 Euro pro aufgehobenes Urteil“ bekommen. Wurden sie zu Freiheitsstrafen verurteilt, so sollen sie darüber hinaus „1.500 Euro für jedes angefangene Jahr Freiheitsentziehung bekommen“.

Es geht um Verurteilungen von Männern oder männlichen Jugendliche über 14 Jahren, die einvernehmlichen Sex miteinander hatten. Ausgeschlossen von der Rehabilitierung sind „unter anderem Verurteilungen wegen Handlungen, bei denen Gewalt angewendet wurde“, ergänzt ein Bericht der Zeit.

Im Justizministerium rechnet man mit etwa 5.000 Anträgen auf Entschädigung in den kommenden fünf Jahren und etwa 30 Millionen Euro Kosten. Pro Fall werde mit durchschnittlich zwei Jahren Haft kalkuliert, so die Tagesschau. Bislang sei unklar, lässt der Bericht verstehen, ob die Union das Vorhaben unterstützt. Das werde sich „spätestens bei den Haushaltsaufstellungen am 10. November“ zeigen.

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Merkel empfiehlt Blockflöte gegen Sorgen vor Islam

foto: apa/epa/kalaene In der Vorweihnachtszeit 2013 war Angela Merkels Wachsfigur bei Madame Tussauds in Berlin ganz auf Traditionspflege getrimmt.
foto: apa/epa/kalaene In der Vorweihnachtszeit 2013 war Angela Merkels Wachsfigur bei Madame Tussauds in Berlin ganz auf Traditionspflege getrimmt.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wirft der AfD vor, eine Nein-Sager-Partei zu sein. „Die AfD ist eine Partei, die weiß immer, was gerade nicht geht: was schlecht ist, wo man Nein sagen muss, Finger in die Wunde legen muss“, sagte die CDU-Vorsitzende am Samstag in Wittenburg auf einem Sonderparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommerns. „Aber davon wird das Leben nicht besser.“
 

derStandard.at

Die CDU sei dagegen eine Partei die versuche, eine Lösung anzubieten. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern Anfang September hat die AfD erstmals in einem deutschen Bundesland die CDU überholt und zog als zweitstärkste Kraft hinter der SPD in den Schweriner Landtag ein. „Ein paar Liederzettel kopieren“ Mit Blick auf die AfD, die im Islam verfassungsfeindliche Werte sieht, räumte Merkel ein: „Ich weiß, dass es Sorgen vor dem Islam gibt.“

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Ägypten: Morsi scheitert mit Berufung – 20 Jahre Haft

Mohammed Mursi (2013). Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0 br
Mohammed Mursi (2013). Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0 br

Das höchste Berufungsgericht Ägyptens hat einen Antrag von Mohamed Morsi abgeschmettert. Die Verurteilung des Ex-Präsidenten zu 20 Jahren Haft hat demnach Bestand.

SpON

Der gestürzte ägyptische Präsident Mohamed Morsi ist mit der Berufung gegen eine Verurteilung zu 20 Jahren Haft gescheitert. Das Kassationsgericht in Kairo bekräftigte das im April 2015 ergangene Urteil, wonach Morsi für die Anwendung von Gewalt sowie Verhaftungen und Folterungen von Demonstranten während seiner Amtszeit mitverantwortlich ist.

 

Decades-Old Collision Data Offers Tantalizing Hint of New Particle

Bild: LHC Genf
Bild: LHC Genf
The Large Hadron Collider, now operating at near-peak luminosity in its second operational phase, may be the most powerful particle collider ever built and it may smash together billions of protons per second like it’s not even a thing, but the latest hint of a new particle comes courtesy of the predecessor to the LHC’s predecessor.

By Michael Byrne | MOTHERBOARD

This is according to a paper posted Friday to the arXiv preprint server by a physicist named Arno Heister who had worked on the ALEPH experiment at the Large Electron-Positron collider (LEP), which formerly occupied the LHC’s 27-kilometer tunnel.

The LEP collider was constructed in 1989 and later upgraded (in 1995) to the LEP II. It has several claims to fame, including further refinements to the masses of the W and Z bosons and a would-be hint of the Higgs boson. Surely the project’s resulting data has been analyzed and analyzed again by now, but Heister offers an intriguing reconsideration—one that yields a small anomalous signal in the 30 GeV mass range. Is this data bump real, or is it just a statistical artifact?

Bumps like this are generally how new particles are found in collision experiments. Two particles are smashed together at extreme energies and the result is an energetic shower of particle byproducts; you might imagine pairs of wine glasses impacting dead-on at bullet speeds. Statistics describing these post-collision particle showers are collected over time and then analyzed for unknown quantities.

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