Asylsuchende: Bleibeperspektive und Kriminalstatistiken


Polizei und Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof, September 2015. Foto: Wikiolo/CC BY-SA 4.0
Polizei und Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof, September 2015. Foto: Wikiolo/CC BY-SA 4.0
Als sich das Kölner Amtsgericht vergangene Woche an die Presse wandte, hätte das eigentlich bundesweit Aufmerksamkeit erregen müssen. Schließlich hatten die Richter ein vorläufiges Fazit der Kölner Silvesternacht vorbereitet und damit zu jenem Ereignis, das wahrscheinlich wie kein anderes die öffentliche Meinung in der sogenannten Flüchtlingskrise prägte.

Von Fabian Köhler | TELEPOLIS

Von rund 2.000 überwiegend arabisch stämmigen Sexualstraftäter hatten Medien damals berichtet und das das Ende der Willkommenskultur beschworen. Die Bundesregierung verschärfte in der Folge das Asylrecht, vereinfachte Abschiebungen und schloss Rücknahmeabkommen mit nordafrikanischen Ländern. Ein wachsender Teil der Öffentlichkeit folgte dem Klischee vom triebgesteuerten Araber, der besser zu Hause geblieben wäre.

79 Prozent der Deutschen befürchten Anstieg der Kriminalität durch Flüchtlinge

Wenige Monate später folgte die mediale Fortsetzung: Nahezu täglich drangen Meldungen über vergewaltigende Flüchtlinge in deutschen Schwimmbädern auf Facebook-Timelines. Oder war es andersherum? Vom ansteigenden Drogenhandel bis zu Massenschlägereien in Flüchtlingsunterkünften, von Bautzen bis zur Theresienwiese hält sich bis heute das Klischee, dass Flüchtlinge stärker zur Kriminalität neigen als ihre deutsche Mitbürger.

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