„Es ist ja nicht alles schlecht, was Hitler getan hat“ – ein Besuch in Braunau am Inn


Bild: René Laglstorfer
Bild: René Laglstorfer
Im „Tal“ unterhalb der Braunauer Altstadt herrscht Volksfeststimmung. Ein idyllischer Fußweg führt über die Dr.-Kriechbaum-Stiege hinunter in die Braunauer Au, einem sattgrünen Naherholungspark mit Bächen, Teichen und Wiesen nahe am Inn. Dutzende Bierbänke und -tische stehen rund um ein nagelneues Gebäude aus Holz und Glas.

Von René Laglstorfer | VICE.com

Da heute das ÖVP-Stadtoberhaupt, Hannes Waidbacher, zu spät kommt, übernimmt der FPÖ-Vizebürgermeister Christian Schilcher, die Rolle als offizieller Redner der Stadt: „Darauf können wir Braunauer alle stolz sein“ und meint damit die Eröffnung eines neuen Gebäudes, dem mit 203.800 Euro aus der Gemeindekassa kräftig unter die Arme gegriffen wurde.

Ein Schalk, wer jetzt an das Geburtshaus von Adolf Hitler denkt, das (noch) nicht dem Erdboden gleichgemacht wurde, wie von gewissen Herren, darunter Norbert Hofer (FPÖ und immer noch Präsidentschaftskandidat), Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und dem russischen Duma-Abgeordneten Franz Adamowitsch Klinzewitsch, unisono empfohlen. Vielmehr weiht der ASKÖ Minigolf Sportklub Braunau heute sein neues Klubheim ein, das mehr ein schickes Wirtshaus im Grünen mit öffentlicher Toilette als ein bescheidener Vereinssitz ist.

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