Hamed Abdel-Samad: „Wir haben eine richtige Gewaltseuche im Herzen des Islam“


foto: ck fotografie / droemer knaur Hamed Abdel-Samad lebt seit drei Jahren unter Polizeischutz, weil es nach einem Vortrag in Kairo über faschistoide Tendenzen der Muslimbrüder Morddrohungen gegen ihn gab.
foto: ck fotografie / droemer knaur Hamed Abdel-Samad lebt seit drei Jahren unter Polizeischutz, weil es nach einem Vortrag in Kairo über faschistoide Tendenzen der Muslimbrüder Morddrohungen gegen ihn gab.
Der deutsch-ägyptische Politologe erklärt die Doppelbotschaft des Koran und fordert, dass vollverschleierte Frauen keine Sozialhilfe erhalten

Von Lisa Nimmervoll | derStandard.at

Hamed Abdel-Samad lebt nunmehr seit drei Jahren unter Polizeischutz. Nach einem Vortrag in Kairo, bei dem der deutsch-ägyptische Politikwissenschafter im Jahr 2013 über faschistische Tendenzen bei den Muslimbrüdern referiert hatte, wurde in Ägypten eine Fatwa über ihn verhängt. Er müsse getötet werden, weil er den Propheten Mohammed beleidigt habe. Aber auch in Deutschland gab es Mordaufrufe gegen ihn.

Nach seinem letzten Buch, einer Abrechnung mit Mohammed, legte er nun ein weiteres Werk vor: „Der Koran. Botschaft der Liebe. Botschaft des Hasses“ (Droemer). Im STANDARD-Interview spricht er über seine kritisch-historische Analyse des Koran und die Teilstücke, die nichts mit der heutigen Welt zu tun haben (dürfen), aber auch über jene spirituellen Passagen, die der Sohn eines sunnitischen Imam als „wunderschön“ bezeichnet. Generell warnt Abdel-Samad vor dem demokratiegefährdenden politischen Islam, dem auch in Österreich von der Politik „Unterschlupf“ gewährt werde. Sein Plädoyer: „Die Politiker in Europa dürfen nicht naiv sein und im Namen der Toleranz zulassen, dass die Intoleranten ihre Infrastrukturen ausbeuten.“

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