Kirchentagspräsidentin: Luther würde heute eher nicht eingeladen


Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
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Kirchentagspräsidentin Christina aus der Au meint, Luthers Judenfeindlichkeit würde ihn heute für eine Einladung zum Kirchentag „disqualifizieren“. Auch die AfD-Politikerinnen Frauke Perty und Beatrix von Storch kann sie sich nicht auf einem Podium vorstellen.

evangelisch.de

Kirchentagspräsidentin Christina aus der Au bekräftigte in einem Gespräch im Deutschlandfunk einen Beschluss des Kirchentagspräsidiums, nach dem nicht zum Deutschen Evangelischen Kirchentag eingeladen werde, wer sich rassistisch äußere. Mit dieser Linie wäre es nach Einschätzung von aus der Au heute schwierig zu beurteilen, ob Reformator Martin Luther 500 Jahre nach seinem überlieferten Thesenanschlag zum Kirchentag eingeladen würde. „Seine Judenfeindlichkeit würde ihn disqualifizieren“, sagte sie.

Zudem kann sich aus der Au prominente AfD-Politiker nicht als Diskutanten beim Christentreffen im kommenden Jahr in Berlin vorstellen. „Ich würde sehr ungern vor einem Publikum mit jemandem so Herausgehobenem wie Frauke Petry diskutieren, weil ich einfach befürchte, das gibt kein Gespräch“, sagte aus der Au am Montag. Sie habe kein Problem damit, mit Petry beim Bier oder Kaffee zu reden. Bei einem Gespräch vor Publikum fürchte sie aber, es gehe nur um „Wer schlägt besser zu?“, sagte die Schweizerin, die an der Spitze des Kirchentags 2017 steht.

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