Zu Armut gehört Reichtum


 Minijobs, Teilzeitstellen oder die freie Mitarbeiter als Selbstständiger erhöhen die Gefahr, arm zu werden wie diese Obdachlose. © Peter Steffen/dpa
Minijobs, Teilzeitstellen oder die freie Mitarbeiter als Selbstständiger erhöhen die Gefahr, arm zu werden wie diese Obdachlose. © Peter Steffen/dpa
Zum ersten Mal hat die Bundesregierung in ihrem Armuts- und Reichtumsbericht auch die Vermögenden untersucht. Ergebnis: Die Ungleichheit hat stark zugenommen.

Von Cordula Eubel | ZEIT ONLINE

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat einen Entwurf für den fünften Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vorgelegt. Das knapp 650 Seiten starke Dokument, das dem Tagesspiegel vorliegt, gibt Auskunft über die Lebenslagen der Menschen in Deutschland. Erstmals steht dabei das Thema Reichtum stärker im Fokus. Das Kabinett soll den Bericht voraussichtlich im kommenden Frühjahr beschließen.

Warum gibt es einen Armutsbericht?

Vor gut 20 Jahren verpflichtete die Bundesrepublik Deutschland sich beim Weltsozialgipfel in Kopenhagen, einen nationalen Armutsbericht zu erstellen. Doch bis es dazu kam, vergingen etliche Jahre. Erstmals legte die damalige rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2001 einen solchen Bericht vor. Die Berichterstattung sei „eine Voraussetzung für eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands und damit für die Beseitigung der Armut“, versprach die Koalition bei der Einführung. Seitdem mussten alle Regierungen einmal in jeder Legislaturperiode Auskunft über die Verteilung von Armut und Reichtum geben.

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