Wie Homöopathie und Esoterik miteinander verbunden sind

foto: ap Mars wird in der Esoterik mit der Farbe Rot (Blut), Wildheit, Feuer, Angst und Unruhe assoziiert. Die dazu passende
foto: ap Mars wird in der Esoterik mit der Farbe Rot (Blut), Wildheit, Feuer, Angst und Unruhe assoziiert. Die dazu passende „Marspflanze“ ist Belladonna, die Tollkirsche.
In der Homöopathie wie in der gesamten Esoterik werden Analogien zwischen Planeten, Pflanzen und Mineralien hergestellt und Rückschlüsse vom Aussehen von Pflanzen auf die medizinische Wirksamkeit gezogen

Userkommentar Theodor Much, Krista Federspiel | derStandard.at

Unter Esoterik wird jede Disziplin verstanden, die weder empirisch noch rational überprüfbar ist und daher nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen übereinstimmt, sondern ihnen vielmehr widerspricht, und die sich mit mythischen und spirituellen Themen befasst. Anhänger esoterischer Praktiken glauben an Phänomene, die auf alle Bereiche unseres Universums einwirken und auch den menschlichen Körper und dessen Gesundheit direkt betreffen: Sie glauben an einen in „Hierarchien“ von oben nach unten alles durchdringenden kosmischen Geist.

Göttlicher Ursprung

Die meisten der heute in Europa so populären esoterischen Heilpraktiken fußen auf dem Götterglauben sowohl der Antike als auch der Okkultismusbewegung des 19. Jahrhunderts und sind eng mit der Astrologie verwandt. Vielen der esoterischen Scheintherapien, wie etwa Astromedizin, Anthroposophie, Ayuverda, Geistheilen und vor allem Homöopathie, sind folgende Anschauungen gemeinsam. Der Glaube …

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Die Zivilehe geht die Kirche einen Dreck an, Herr Hanke

Bischof Gregor Maria Hanke wirbt bei seinen Schäfchen dafür, verpartnerten oder verheirateten Homo-Paaren das Leben innerhalb der EU schwerer zu machen (Bild: pde / Andreas Schneidt Medienzentrale)
Bischof Gregor Maria Hanke wirbt bei seinen Schäfchen dafür, verpartnerten oder verheirateten Homo-Paaren das Leben innerhalb der EU schwerer zu machen (Bild: pde / Andreas Schneidt Medienzentrale)
Gregor Maria Hanke möchte erreichen, dass gleichgeschlechtliche Paare EU-weit nicht als Eheleute anerkannt werden und Regenbogenfamilien nicht wie Familien behandelt werden.

QUEER.DE

Der katholische Bischof Gregor Maria Hanke hat am Mittwoch auf der Website seines Eichstätter Bistums angekündigt, die von der „Demo für alle“-Aktivistin Hedwig von Beverfoerde mitorganisierte Europäischen Bürgerinitiative „Vater, Mutter, Kind“ mit seiner Unterschrift zu unterstützen. Die Initiative setzt sich dafür ein, Ehe und Familie EU-weit rein heterosexuell zu definieren (queer.de berichtete).

Die Aktivisten wollen eine Million Unterschriften sammeln, damit sich die Institutionen der Europäischen Union mit dem Thema beschäftigen müssen. Mitgliedsstaaten sollen dem Entwurf der Homo-Gegner zufolge nicht verpflichtet werden, andere Familienmodelle aus anderen Staaten rechtlich anzuerkennen. Lebenspartner von EU-Bürgern könnten damit etwa die Freizügigkeit innerhalb der Union verlieren.

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Kabinett berät Bericht zur Lebensqualität in Deutschland

Das Bundeskabinett berät heute den Bericht „Gut leben in Deutschland“. Er ist das Ergebnis des Bürgerdialogs im vergangenen Jahr, bei dem die Bevölkerung aufgerufen war, online, über Postkarten oder bei Veranstaltungen in vielen deutschen Städten der Politik zu sagen, was für sie Lebensqualität ausmacht.

evangelisch.de

Ihre Perspektive ist in den Bericht eingeflossen. Ziel sei, Regierungshandeln stärker an den Werten der Bürger auszurichten, hieß es aus Regierungskreisen.

Dem Bericht zufolge, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, ist den Bürgern für ein gutes Leben in Deutschland Frieden am wichtigsten. Das Wort fiel in Kommentaren am häufigsten. Ebenfalls wichtig sind den Deutschen demnach die Höhe der Bezahlung von Arbeit, die Freiheit zur persönlichen Entfaltung, das Gefühl von Sicherheit und Solidarität. Insgesamt 21 Aspekte wurden von den Bürgern als Faktoren für eine gute Lebensqualität dem Bericht zufolge häufig genannt.

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Atheisten kopieren kirchliche Bierdeckelaktion

Bild: HVD_Hessen/Twitter
Bild: @HVD_Hessen/Twitter
Eine Aktion, mit der die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau die Bibel ins Gespräch bringen will, haben Atheisten aufgegriffen und kopiert.

kath.net

Die kirchliche Kampagne „Bibel auf Bierdeckel“ fasst die Heilige Schrift in den drei Sätzen zusammen: „1. Liebe Gott. 2. Liebe Dich selbst. 3. Liebe die Anderen.“ Der Humanistische Verband in Hessen (Frankfurt am Main) wirbt jetzt auf Bierdeckeln mit den Worten: „1. Benutze Deine skeptische Vernunft. 2. Lebe Dein einziges Leben selbstbestimmt. 3. Engagiere Dich für eine humanere Welt.“ Nach Aussage des Ansprechpartners für den Dialog zwischen den religionsfreien und den religiösen Weltanschauungen in dem Verband, Joachim Grebe (Darmstadt), bietet der säkulare Humanismus „eine klare und attraktive Alternative zu den Weltreligionen und sucht gleichzeitig den Dialog im Interesse eines guten Zusammenlebens“. Grebe hatte die Idee für die Aktion „Humanismus auf Bierdeckel“.

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Linke im Bundestag beantragt Aus für Garnisonkirche

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB
Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Die Potsdamer Garnisonkirche wird erneut Thema im Bundestag. Die Fraktion der Linken fordert in einem neuen Antrag an das Parlament, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt, die für den Wiederaufbau des Turms in Aussicht gestellten zwölf Millionen Euro Bundesmittel zu streichen.

evangelisch.de

Die Garnisonkirchenstiftung reagierte am Dienstag mit einem Gesprächsangebot an die Linkspartei und rief dazu auf, „gemeinsam eine Kultur des Friedens“ zu bauen. „Geschichte mit Scheuklappen einseitiger Betrachtung zu bewerten“ helfe nicht dabei, sich der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für Erinnerung und Versöhnung zu stellen, sagte Stiftungsvorstand Wieland Eschenburg dem epd in Potsdam. Die Stiftung sei gerne bereit, der Linken im Bundestag das Bauprojekt ausführlich vorzustellen.

Die Bundesregierung wird in dem Antrag der Linksfraktion aufgefordert, „sich nicht finanziell am Gesamtprojekt oder an Teilprojekten zum Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche zu beteiligen“ und „die Inaussichtstellung einer finanziellen Beteiligung durch den Bund zurückzunehmen“.

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Allzeithoch: Zahl der toten Mittelmeer-Flüchtlinge weiter gestiegen

Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Seit Beginn des Jahres sind Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben. dpa
Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die im Mittelmeer ums Leben gekommen sind, hat einen Allzeithoch erreicht. Der Linkspartei zufolge geht das Massensterben direkt auf das Konto der Europäischen Union.
 

MiGAZIN

Seit Januar sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 3.740 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer ums Leben gekommen. Noch nie sei die Zahl in den ersten zehn Monaten eines Jahres so hoch gewesen wie 2016, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit. Auch bis zum Jahresende dürfte ein neuer trauriger Rekord erreicht werden.

Die hohe Todeszahl erklärt das Hilfswerk mit verschiedenen Ursachen. So sei die in diesem Jahr sehr oft benutzte Route von Nordafrika nach Italien sehr gefährlich, Schlepper benutzten immer schlechtere Boote und starteten die Reise auch bei widrigem Wetter. Zudem organisierten die Schleuser häufig Überfahrten mit Tausenden Menschen an Bord. Bei einem Kentern der Boote seien die Rettungsversuche wegen der vielen Opfer nicht sehr erfolgreich.

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Moralphilosophie des Klimawandels

Dieter Birnbacher Klimaethik Verlag: Reclam, Stuttgart 2016 ISBN: 9783150110799
Dieter Birnbacher
Klimaethik
Verlag: Reclam, Stuttgart 2016
ISBN: 9783150110799

Erfordert der anthropogene Klimawandel eine neue Ethik? Der renommierte Philosoph Dieter Birnbacher bejaht das. Ein Anstieg der globalen gemittelten Temperatur, der über 2 Grad hinausgeht, wird höchstwahrscheinlich fatale Folgen gerade für jene Länder haben, die für die CO2-Emissionen kaum verantwortlich sind.

Von Hans-Martin Schönherr-Mann | Spektrum.de

Das macht das Klimaproblem nicht nur zu einem politischen, sondern auch zu einem ethischen, indem es eine gerechte Lastenverteilung zwischen den Staaten verlangt, die sich auf rationale ethische Argumente stützt.

Klimaethik besitzt allerdings auch eine individuelle Dimension. Angesichts der absehbaren Folgen der Erwärmung kann und muss der einzelne Mensch Klimaverantwortung übernehmen – wie marginal diese auch immer sein mag. Weil sich das so schwer vermitteln lässt, ist die Klimaethik besonders herausgefordert, zur individuellen Motivation beizutragen.

Birnbacher stellt deshalb nicht einfach Normen auf, denen Individuen ebenso wie Institutionen zu folgen haben. Als vielleicht wichtigster Vertreter einer utilitaristischen Ethik in Deutschland beschäftigt er sich vielmehr damit, wie ethische Forderungen mit konkreten Interessen so verknüpft werden können, dass sie Motivationskräfte entfalten.

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Von den ehemaligen Nazis in Parteien und Behörden

foto: picturedesk/imago/votava Herbert Kraus, Mitgründer des Verbands der Unabhängigen (VdU), spricht 1949 auf dem Wiener Rathausplatz. Selbst kein
foto: picturedesk/imago/votava Herbert Kraus, Mitgründer des Verbands der Unabhängigen (VdU), spricht 1949 auf dem Wiener Rathausplatz. Selbst kein „Ehemaliger“ und kein Deutschnationaler, sollte er in den folgenden Jahren miterleben, wie sich der VdU genau in diese Richtung entwickelte.
Nach der Befreiung 1945 waren zwar die Nazis weg – aber viele Österreicher und Deutsche weiter überzeugte Nationalsozialisten

Von Irene Brickner | derStandard.at

Die zeitgeschichtliche Forschung über die nationalsozialistische Vergangenheit Österreichs und Deutschlands hat seit Jahrzehnten vor allem das weite Feld von Aufstieg und Fall des Regimes im Fokus – sowie die unzähligen Verbrechen des völkermordenden Führerstaates.

Weniger im Mittelpunkt der Untersuchungen stand bisher, wie es mit überzeugten Nazis nach der Befreiung weiterging, also wie sich die Ehemaligen und mehr oder weniger Belasteten unter den neuen, demokratischen Verhältnissen in Politik und Verwaltung verhielten. Dabei machten etliche von ihnen bald wieder Karriere, etwa in Parteien und Ministerien. In der Gesellschaft gewannen sie dadurch gestalterischen Einfluss.

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Fake Peer Review 2.0

Computergenerierte Gutachten zu wissenschaftlichen Artikeln werden von Wissenschaftlern mitunter für echt gehalten

Von Ulrich Herb | TELEPOLIS

Nicht allein das Predatory Publishing, bei dem Artikel gegen Zahlung einer Veröffentlichungsgebühr, jedoch ohne wirkliche Qualitätsprüfung publiziert werden, kennt immer neue Stilarten (Bats are real cool Animals) – nein, auch die Fake Peer Review wartet mit Innovationen auf.

Bislang nutzte man den Begriff der Fake Peer Review vorrangig, um von Autoren angefertigte Reviews eigener Artikeleinreichungen in Journalen zu beschreiben. Bei dieser Praxis schlugen die Autoren zwar andere Forscher als Experten zur Begutachtung ihrer Einreichungen vor, gaben dabei aber Emailaccounts an, die nur scheinbar diesen Wissenschaftlern gehörten, in Wirklichkeit jedoch durch die einreichenden Autoren selbst angelegt worden waren.

Alberto Bartoli, Andrea De Lorenzo, Eric Medvet und Fabiano Tarlao von der Universität Triest schildern nun in ihrer Publikation „Your Paper has been Accepted, Rejected, or Whatever: Automatic Generation of Scientific Paper Reviews“, wie sie eine neue Variante der Fake Peer Review erprobten. Sie erstellten dazu computergenerierte Gutachten zu wissenschaftlichen Artikeln und baten 16 Wissenschaftler um die Lektüre und Bewertung dieser Reviews.

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Judith Butler: Das Paradox der Demokratie

© Ullstein Judith Butler
© Ullstein Judith Butler
Wir müssen Hillary Clinton ins Weiße Haus helfen, damit wir eine Opposition gegen sie aufbauen können: Die Philosophin Judith Butler über ihre performative Theorie der Versammlung.

Von Gregor Quack | Frankfurter Allgemeine

Als ein britisches Magazin vor einigen Jahren eine Liste der wichtigsten Geisteswissenschaftler zusammenstellte, kam Judith Butler auf Platz neun der weltweit meistzitierten Autoren – ein paar Plätze hinter Foucault, aber mit solidem Vorsprung vor Freud, Deleuze, Heidegger und Kant. Beim Treffen an einem Sonntagnachmittag im spätsommerlichen nordkalifornischen Berkeley schafft es Butler trotzdem, einen vergessen zu lassen, dass man hier einer der einflussreichsten Denkerinnen der Gegenwart gegenübersitzt. Sie nimmt sich Zeit, hört genau zu.

Weil ihre Universität seit ein paar Jahren Finanzprobleme hat, sind am Wochenende die Bürogebäude zugesperrt. Butler ist es recht so. Ihr gefällt es, das Gespräch in einem Biergarten unter einem großen Sonnenschirm zu führen. Auch mit Musik im Hintergrund und den gelegentlichen Erstsemestern, die sie zu erkennen scheinen. Obwohl sie viel reist, ist es für sie wichtig, gerade hier in Berkeley zu wohnen, sagt sie. An jeder anderen Uni würde sie als Radikale gelten, hier hält man sie nicht einmal für ungewöhnlich links. Hier, wo in den Sechzigern die Free Speech Movement anfing, wird auch heute noch viel in Co-Ops und Kollektiven organisiert. Es gibt Sozialprogramme, egal, ob man Englisch oder Spanisch spricht. Natürlich dürfe man sich nicht in solchen Biotopen verkriechen, gibt Butler zu. Aber es hilft einem doch, die Hoffnung am Leben zu halten, wenn man täglich kleinen Sozialexperimenten beim Funktionieren zusieht.

Butler bestellt einen großen Salat, hängt die Lederjacke über die Stuhllehne und macht für die nächsten Stunden kaum eine Pause, gestikuliert viel, antwortet ausführlich und druckreif.

So berühmt ihre Bücher für die manchmal schwer zugängliche Sprache sind: Im persönlichen Gespräch ist sie es, die sich anstrengt, nicht der Zuhörer.

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2.087 kleine und große gallische Dörfer

Städte und Regionen, die sich gegen CETA und TTIP ausgesprochen haben. Bild: heise.de/TP
Städte und Regionen, die sich gegen CETA und TTIP ausgesprochen haben. Bild: heise.de/TP
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk heißt es derzeit, die Wallonie, in der nur 0,7 Prozent der Bürger der EU-Mitgliedsländer lebten, blockiere für alle 510,06 Millionen Einwohner das Freihandelsabkommen CETA. Das kann man so sehen – oder auch nicht.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Geht man nämlich nicht nur in Belgien, sondern auch in anderen europäischen Ländern auf die Ebenen unterhalb der Nationalparlamente, dann stellt sich die Situation etwas anders dar: Hier haben sich inzwischen 2.087 Regionen und Kommunen explizit gegen CETA und dessen großen Bruder TTIP ausgesprochen – darunter auch Metropolen wie Amsterdam, Edinburgh, Barcelona, Mailand und Wien.

In der ARD-Tagesschau meint man, dass CETA all diese Regionen und Kommunen nichts angehe und dass bei Handelsabkommen künftig nur mehr die EU entscheiden solle. Allerdings sind es gerade die Kommunen und andere Gebietskörperschaften, die von potenziell negativen Auswirkungen solcher Freihandelsabkommen betroffen wären:

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Hessen: Klerikalfaschisten gegen Linke, Perverse und Säuglingsmörderinnen

Demo von Rechten am 7. Oktober in Wetzlar. Foto: peter-juelich.com
Demo von Rechten am 7. Oktober in Wetzlar. Foto: peter-juelich.com
In Hessen wirbt der gesamte rechte Rand des politischen Spektrums für die „Demo für Alle“. Der Kampf gegen den „perversen Zeitgeist“ ist ein gemeinsamer Nenner.

Von Danijel Majic | Frankfurter Rundschau

Wie viele Menschen am Sonntagnachmittag auf den Wiesbadener Luisenplatz strömen werden, kann auch Hedwig von Beverfoerde nicht wirklich abschätzen. 2000 Teilnehmer hat die Organisatorin der sogenannten „Demo für Alle“ beim Wiesbadener Ordnungsamt angemeldet. „Es ist immer eine große Überraschung“, sagt die CDU-Politikerin, „wenn es mehr werden, freuen wir uns.“

Es waren schon mal mehr. Als Beverfoerde und ihr Bündnis „Für Ehe und Familie“ im Jahr 2015 gegen den Bildungsplan der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg mobil machten, demonstrierten bis zu 5000 Menschen auf dem Stuttgarter Schillerplatz gegen „Genderwahnsinn“ und „Frühsexualisierung“. Es war ein breites Bündnis, aber kein buntes. Tatsächlich versammelte sich auf der „Demo für Alle“ vor allem jener Teil des politischen Spektrums, der vom rechten, wertkonservativen Flügel der CDU über die AfD bis ganz nach rechts außen reicht. Auch in Wiesbaden dürfte dies wieder der Fall sein.

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Internationale Studie zu lebensweltlichen Identitäten Konfessionsfreier

Erstmals untersucht eine wissenschaftliche Befragung lebensweltliche Identitäten und weltanschauliche Auffassungen konfessionsfreier Menschen in fünf Ländern eingehender. Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, hat die neue Studie begrüßt.

Humanistischer Verband Deutschlands

Rund ein Drittel der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland gehört keiner Kirche oder anderen Religionsgemeinschaft an, Tendenz steigend. Doch detailliertere Erkenntnisse, welche weltanschaulichen Auffassungen und wertebezogenen Orientierungen in der Gruppe der Konfessionsfreien verbreitet sind, lagen bisher kaum vor. Erstmals eingehender widmet sich dieser Fragestellung nun eine internationale Untersuchung mit dem Titel „Konfessionsfreie Identitäten“, die von vier einschlägig renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt worden ist. Dazu wurde vor kurzem eine Online-Befragung veröffentlicht, die sich an konfessionsfreie Menschen richtet. Die Studie unter federführender Leitung der Psychologin Tatjana Schnell (Universität Innsbruck) wird in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark durchgeführt.

Die Befragung zur wissenschaftlichen Untersuchung will genauer herausfinden, wodurch die lebensweltlichen Identitäten konfessionsfreier Menschen in den fünf europäischen Ländern geprägt sind. „Welche Weltbilder vertreten sie, welche Erfahrungen machen sie? Gibt es andere, nicht-religiöse Organisationen, denen sie sich zugehörig fühlen? Unser Ziel ist es, mehr Wissen über die Vielfalt unserer Weltbilder zu gewinnen. Nur so können die unterschiedlichen Anliegen auch angemessen in der Gesellschaft Gehör finden“, sagt die Psychologin Tatjana Schnell, assoziierte Professorin am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck, zum Zweck der Untersuchung. Schnell hat die Untersuchung gemeinsam mit den Wissenschaftlern Elpine de Boer (Universität Leiden), Peter La Cour (Universität von Kopenhagen) und Hans Alma (Universität für Humanistische Studien, Utrecht) entwickelt.

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Istanbul: Armernier-Konzert der Dresdner Sinfoniker abgesagt

Die Dresdner Sinfoniker hätten im deutschen Generalkonsulat in Istanbul „Aghet“, ein Stück über den „Völkermord an den Armeniern“ spielen sollen, das Auswärtige Amt „verschiebt“.

Die Presse.com

Das Auswärtige Amt hat eine für den kommenden Monat geplante Aufführung der Dresdner Sinfoniker im deutschen Generalkonsulat in Istanbul zu den Massakern an den Armeniern abgesagt. „Die Räumlichkeiten des Generalkonsulats in Istanbul stehen am 13. November nicht zur Verfügung“, hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Die Sinfoniker hatten zuvor den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan, Ministerpräsident Binali Yildirim, Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Kulturminister Nabi Avci zu der Aufführung im Generalkonsulat eingeladen. Aus dem Ministerium in Berlin verlautete dazu: „Einladungen zu der Veranstaltung sind ohne Beteiligung des Auswärtigen Amtes erfolgt.“

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Merkel fordert mehr Transparenz bei Algorithmen im Neuland

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert eine größere Transparenz bei den Algorithmen, die Internetdienste bei der Filterung von Informationen verwenden.

evangelisch.de

Die Mediennutzer müssten Auskunft darüber erhalten können, nach welchen Kriterien dort sortiert werde, sagte Angela Merkel am Dienstag zur Eröffnung der Medientage München. Bereits im Schulunterricht müsse ansatzweise Programmierung gelehrt werden, „damit man versteht, wie Algorithmen funktionieren“.

Die künstliche Intelligenz sei eines der Kernthemen der Zukunft, sagte die Kanzlerin. Neben der neuen Technik müsse es aber weiterhin auch um Qualität und Vielfalt gehen. Dies sei für eine kritische und informierte Bürgerschaft unerlässlich. Die fast unübersehbare Zahl an Informationen im Internet biete auch große Chancen für den klassischen Journalismus: Wer die unterschiedlichen Einzelteile zusammensetze und ein Gesamtbild liefere, könne die Nutzer auf Dauer überzeugen und ein Anker werden, sagte Merkel.

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Islamischer Staat soll in Mossul Massaker an Zivilisten begehen

 Wegen des Kampfs um Mossul könnten noch mehr Menschen auf der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat in das Camp Debaga zwischen Mossul und Erbil kommen © Jens Kalaene/DPA
Wegen des Kampfs um Mossul könnten noch mehr Menschen auf der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat in das Camp Debaga zwischen Mossul und Erbil kommen © Jens Kalaene/DPA
Die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat soll in der irakischen Stadt Mossul zahlreiche Gräultaten an Zivilisten verüben. Kämpfer der Terrormiliz haben der UN zufolge zahlreiche Menschen getötet und gefoltert.

stern.de

Neue UN-Berichte scheinen die Grausamkeit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) erneut zu bestätigen: Im Kampf um das nordirakische Mossul, einer Hochburg des IS, soll es zu schweren Gewalttaten gegenüber der Zivilbevölkerung gekommen sein. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben IS-Kämpfer 15 Zivilisten im südlich von Mossul gelegenen Dorf Safina getötet und die Leichen anschließend in den Fluss geworfen. Die Terroristen wollen damit Angst und Schrecken unter den Menschen verbreiten, sagte Rupert Colville, ein Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, am Dienstag in Genf.

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Alkoholkonsum der Frauen: Beinahe gleichauf mit den Männern

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Eine Studie aus Australien vergleicht weltweite Untersuchungen über den Alkoholkonsum von Geburtskohorten, die ein Jahrhundert auseinanderliegen

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Der Alkoholkonsum von Frauen hat sich dem der Männer angenähert, auch beim gesundheitsschädlichen, übermäßigen Trinkverhalten. Die früher stark ausgeprägten Unterschiede verschwinden. Mit den Geburtsjahrgängen ab 1976 verengt sich der Unterschied zwischen dem Trinkverhalten der Frauen und Männer. Bei den Geburtsjahrgängen ab 1991 sind beide fast auf einer Linie. 1

Die Feststellung einer Studie (Kurzform, Langfassung) des Nationalen Forschungszentrums für Drogen-und Alkohol der australischen Universität von New South Wales (NDARC) beansprucht „globale Gültigkeit“. Die vergleichende Studie stützt sich auf Daten von 68 Untersuchungen aus verschiedenen „Weltregionen“ (25 Studien stammen aus Nordamerika, 27 aus Europa, 4 aus Asien, 5 aus Ozeanien, 7 aus nicht näher spezifizierten Regionen).

Die Kluft zwischen den Geschlechtern schließt sich

Das Besondere der Studie liegt, wie bereits angedeutet, im Vergleich des Alkoholkonsums zeitlich weit auseinanderliegender Geburtsjahrgänge. Die erste Kohorte umfasst den Geburtszeitraum von 1891 bis 1910, die letzte den Geburtszeitraum von 1991 bis 2000. Verglichen wurde anhand drei großer Kategorien: „jeglicher Alkoholkonsum“, „problematischer Alkoholkonsum“ und „Gesundheitsschäden, die mit Alkohol zusammenhängen“.

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Vatikan gegen Ausstreuen von Totenasche in der Natur

Bild: tilly
Bild: tilly
Die Trauerkultur ist im radikalen Umbruch. Der Vatikan beobachtet vor allem die Liberalisierung beim Umgang mit der Totenasche mit Skepsis. Für katholische Christen sei nach wie vor der christliche Friedhof der beste Ort zur Erinnerung.

evangelisch.de

Die katholische Weltkirche hat ihre Bestimmungen zur Feuerbestattung präzisiert: Danach soll die Asche von Toten nicht in der freien Natur sowie auf See ausgestreut werden. Nach einem am Dienstag im Vatikan veröffentlichten Dokument der vatikanischen Glaubenskongregation sollen zudem kirchliche Trauerfeiern untersagt werden, falls Verstorbene sich zu Lebzeiten „aus Gründen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, für die Feuerbestattung und das Ausstreuen der Asche in der Natur entschieden“ haben.

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Dead Mars Lander Thought It Had Safely Landed Before It Crashed

Concept art of Schiaparelli firing its retrorockets. Image: European Space Agency/Roscosmos/Rlevente
Concept art of Schiaparelli firing its retrorockets. Image: European Space Agency/Roscosmos/Rlevente
The ExoMars Schiaparelli lander may have suffered a software glitch that caused it to crash into the Martian surface at 186 miles per hour, according to European Space Agency (ESA) mission leads quoted Tuesday in Nature.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

The lander’s last messages back to Earth indicate that the error occurred four minutes and 41 seconds into its entry, descent, and landing (EDL) sequence on Wednesday, October 19. At this late point in the lander’s six-minute-long EDL, its onboard computer system prematurely jettisoned the heat shield and parachutes, apparently because Schiaparelli thought it was much closer to the surface than it was in reality.

The module then fired its retrorockets, but only for three seconds, instead of the 30-second-long burn that had been planned to guide it down to a gentle landing. This truncated burn may also have been prompted by the lander’s confusion over its altitude. Though it was about two-to-four kilometers (roughly one-to-three miles) above the surface when the rockets fired, it behaved as if it was only a few meters from the ground, switching off its engine early to initiate the landing.

This conclusion is further validated by the fact that, as it hurled towards the crashsite, Schiaparelli activated its onboard instruments, designed to take temperature, pressure, and electric field readings. To the ExoMars team, this suggests that the module thought that it had successfully stuck the landing and was getting ready to radio information about its surface surroundings back to its home world.

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