„Gott ist nicht tot – er hat nie gelebt“

Foto: Robert Walser Auf dem Podium über „Glaube und Atheismus“ (von links): Professor für Soziologie an der Karlsuniversität Prag und Präsident der Tschechischen Christlichen Akademie, Tomáš Halík, Akadamiedirektor Florian Schuller, der freiberufliche Philosoph Joachim Kahl und der Ordenspriester der Abtei Münsterschwarzach, Anselm Grün OSB.
Foto: Robert Walser Auf dem Podium über „Glaube und Atheismus“ (von links): Professor für Soziologie an der Karlsuniversität Prag und Präsident der Tschechischen Christlichen Akademie, Tomáš Halík, Akadamiedirektor Florian Schuller, der freiberufliche Philosoph Joachim Kahl und der Ordenspriester der Abtei Münsterschwarzach, Anselm Grün OSB.
„Glaube und Atheismus“: Eine Diskussion mit Anselm Grün OSB, Professor Tomáš Halík und dem Atheisten Joachim Kahl in München.
 

Von Alexander Riebel | Die Tagespost

Es ist eine zutiefst existenzielle Frage, ob man an Gott glaubt oder nicht. In der Auseinandersetzung zwischen Glauben und Atheismus geht es ums Ganze. So auch im Podiumsgespräch zu „Glaube und Atheismus“ zwischen dem Ordenspriester der Benediktinerabtei Münsterschwarzach, Anselm Grün OSB, dem Professor für Soziologie an der Karlsuniversität Prag und Präsident der Tschechischen Christlichen Akademie, Tomáš Halík sowie dem freiberuflichen Philosophen Joachim Kahl, in der katholischen Akademie in München. Akademiedirektor Florian Schuller moderierte glänzend durch die Diskussion und nannte eingangs ein Flaubert-Zitat, das Bestseller-Autor Robert Harris dem letzten Teil seiner Cicero-Trilogie voranstellte: „Gerade, als die Götter schon nicht mehr da waren und Christus noch nicht gekommen, gab es diesen einzigartigen Augenblick in der Geschichte, von Cicero bis Mark Aurel, da stand der Mensch allein. Nirgends sonst finde ich diese besondere Majestät.“ Auch heute stehe der Menschen vielfach allein da, meinte Schuller, das Christentum müsse sich immer wieder neu bestimmen gegenüber allen Relativierungen dieser Zeit.

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Lärmbelästigung: Katholische Familie verklagt evangelische Kirche wegen Glocken

Die Martin-Luther-Kirche mit dem Glockenturm der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Langquaid. Rechts das Haus der Klägerfamilie. Quelle: dpa
Die Martin-Luther-Kirche mit dem Glockenturm der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Langquaid. Rechts das Haus der Klägerfamilie. Quelle: dpa
Ist das Läuten von Kirchenglocken Lärmbelästigung oder Ausdruck christlicher Lebensart? Diese Frage beschäftigt den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Der hat in diesem Fall Verständnis für die Kläger.

DIE WELT

Es ist ein Fall, wie er immer wieder Schlagzeilen macht und in der Regel in der Öffentlichkeit wenig Verständnis hervorruft. Mal sind es Kuhglocken, dann der krähende Hahn vom Bauernhof nebenan, oder eben Kirchenglocken, von deren Gebimmel oder Gekrähe sich Nachbarn belästigt fühlen – und klagen.

So auch in Lanquaid im Landkreis Kehlheim. Dort wehrt sich eine katholische Familie gegen das häufige Gebetsläuten eines direkt vor ihrem Haus stehenden Glockenturms der evangelischen Kirchengemeinde. Ein Fall, der jetzt sogar den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof beschäftigt. Denn das Verwaltungsgericht Regensburg hatte die Klage der Familie abgewiesen.

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Theologe: Protestanten wissen kaum etwas über Luther

luther_1Nur noch wenige Christen hätten ein fundiertes Wissen über ihre Religion, kritisiert Theologe Detlef Pollack. Das zeige sich zum Beispiel vor dem anstehenden Reformationsgedenken.

katholisch.de

Nach Ansicht des Münsteraner Theologen und Religionssoziologen Detlef Pollack wächst die religiöse Unkenntnis in Deutschland. Zugleich spielten für viele Christen konfessionelle Unterschiede kaum noch eine Rolle. Auch kurz vor Beginn des Gedenkjahrs zu 500 Jahre Reformation hätten selbst evangelische Christen kaum eine Ahnung von den Grundanliegen Martin Luthers, sagte Pollackzu „Welt online“ (Mittwoch): „Was die Reformation konkret betrifft, so werden deren theologische Inhalte so gut wie nicht wahrgenommen.“

Pollack: Nicht zur Kirche gehen ist typisch protestantisch

Viele hielten sogar das für evangelisch, was „gerade nicht protestantisch ist“. In Untersuchungen habe sich etwa gezeigt, dass die Mehrheit der Protestanten meine, man könne vor Gott auch durch gute Werke gerecht werden. Das aber heiße, dass diese Mehrheit der evangelischen Christen „das Zentrum des Protestantismus verneint“, betonte der Experte. Denn es sei eine von Luthers wichtigsten Lehren, dass man nicht durch gute Taten gerechtfertigt sei, sondern einzig durch den Glauben an Jesus Christus.

Halbjahresbilanz: Waffenexport im Wert von über 4 Milliarden Euro bewilligt

Themenbild.
Themenbild.
Dem Wirtschaftsministerium zufolge wurden in der ersten Jahreshälfte Waffenlieferungen im Wert von über 4 Milliarden Euro bewilligt. Die Opposition kritisiert vor allem Lieferungen an Staaten mit katastrophaler Menschenrechtsbilanz. Minister Gabriel verteidigte die Exporte.

MiGAZIN

In den ersten sechs Monaten des Jahres hat die Bundesregierung Rüstungsexporte im Wert von 4,03 Milliarden Euro bewilligt. Wie aus einem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Bericht des Wirtschaftsministeriums hervorgeht, macht der Export einer Fregatte nach Algerien rund ein Viertel des gesamten Volumens aus.

„Die Bundesregierung steht zu ihrer Verantwortung für die internationale Sicherheit“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) anlässlich des Kabinettsbeschlusses. Ausfuhren mit dem Ziel der Grenzsicherung, der Absicherung des zivilen Seeverkehrs oder der Bekämpfung des Terrorismus dienten auch legitimen sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands.

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Lutherbibel 2017 wird im Fernsehgottesdienst eingeführt – Personenkult wie zu Stalins Zeiten

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
In einen ZDF-Fernsehgottesdienst aus Eisenach wird an diesem Sonntag (30. Oktober) die revidierte Lutherbibel 2017 offiziell in Gebrauch genommen.

Von Anne Kampf | evangelisch.de

Der Gottesdienst aus der Georgenkirche in Eisenach markiert zugleich den Beginn der Feiern zum 500. Reformationsjubiläum. Nach dem Thesenanschlag in Wittenberg am 31. Oktober 1517 musste Martin Luther sich vor dem Reichstag in Worms verantworten, wurde für vogelfrei erklärt und fand Zuflucht auf der Wartburg bei Eisenach, wo er 1521/22 das Neue Testament ins Deutsche übersetzte.

Seitdem wurde die Lutherbibel mehrmals überarbeitet, um der Veränderung der deutschen Sprache und neuen bibelwissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung zu tragen. Die jüngste Revision der Lutherbibel ist gerade abgeschlossen: Seit dem 19. Oktober ist die Lutherbibel 2017 im Buchhandel erhältlich. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) empfiehlt sie zum Gebrauch in den Kirchengemeinden. Der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm wird die neue Bibel in dem Fernsehgottesdienst offiziell den Gemeinden und der Öffentlichkeit übergeben.

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VR-Brillen: Frauen berichten von sexueller Belästigung in virtueller Realität

 Eine Frau trägt eine VR-Brille: Immer mehr weibliche Nutzer berichten von sexuellen Übergriffen in der virtuellen Realität (Symbolbild) © Picture Alliance
Eine Frau trägt eine VR-Brille: Immer mehr weibliche Nutzer berichten von sexuellen Übergriffen in der virtuellen Realität (Symbolbild) © Picture Alliance
Lauern in der virtuellen Realität besondere Gefahren für Frauen? Weibliche Nutzer von VR-Brillen berichten über sexuelle Übergriffe in virtuellen Welten. Rechtlich bewegen sich die Vorfälle in einer Grauzone.

stern.de

Jordan Belamire wurde in einem VR-Spiel sexuell belästigt – und sie ist bei weitem nicht die einzige Frau, die das erleben muss. Ihr Fall zeigt schon heute, was für Gefahren in einer Technologie lauern, die gerade erst am Anfang steht: Belamire berichtete der US-Finanzseite „CNNMoney“, sie sei im wahren Leben bereits zweimal Opfer von sexueller Belästigung geworden. Nun wurde sie wieder begrapscht – diesmal in dem VR-Spiel QuiVr, welches sie mit der HTC Vive VR-Brille spielte. In dem Spiel kämpfte sie mit unbekannten Mitspielern gegen Zombie-Horden, als einer ihrer Mitspieler unter dem Pseudonym BigBro442 plötzlich begann, ihr an die Brüste zu fassen.

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Der Internationale Strafgerichtshof zerfällt und düpiert die Arroganz des Westens

Gerichtssaal des ICC. Bild: ICC heise.de/TP
Gerichtssaal des ICC. Bild: ICC heise.de/TP
Kurz nacheinander sind drei afrikanischen Staaten ausgetreten, da sie den ICC als neokoloniale Instanz zur Verfolgung und Demütigung der Schwarzen sehen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Der Internationale Strafgerichtshof (ICC), mit dem die Verantwortlichen für Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen oder „Verbrechen der Aggression“ bestraft werden sollten, war ein Produkt der Zeit nach dem Ende des Kalten Kriegs und eröffnete die Aussicht einer globalen Innenpolitik unter einer starken Führung der Vereinten Nationen als einer Art Weltregierung (Die Stunde des Internationalen Strafgerichtshofes?). 1998 wurde er durch das Römische Statut geschaffen, trat 2002 in Kraft und nahm 2003 seine Tätigkeit an seinem Sitz in Den Haag auf, nachdem die erforderlichen 60 Mitglieder gefunden wurden (Startschuss für den Internationalen Strafgerichtshof).

Von großen Hoffnungen begleitet (Der Internationale Strafgerichtshof nimmt seine Arbeit auf), war er allerdings von Anfang an auf wackeligen Beinen gestanden, da viele Staaten wie die USA, Russland, China, Afghanistan, Israel oder Iran ihm nicht beigetreten sind. Am schärfsten war die Reaktion aus den USA, wo man zwar weltweit für die Durchsetzung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten eintritt, aber berechtigte Sorge hatte, wegen der zahlreichen militärischen Interventionen und der Art der Kriegsführung angeklagt zu werden. Das ist zwar unwahrscheinlich, weil nur Fälle von dem Gericht bearbeitet werden, wenn ein Land Anklagen wegen Völkerrechtsvergehen nicht verfolgt oder nicht verfolgen kann. Der ICC kann sich auch dann nicht einschalten, wenn der betreffende Staat den Fall untersucht, aber beschlossen hat, ihn nicht zu verfolgen.

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Konfessionloser Gymnasiast verweigert Moscheebesuch – Bußgeld

Carlin_Religion

Eltern sollen wegen „Schulschwänzen“ 150 Euro Bußgeld bezahlen, legen Widerspruch ein – Eltern und Kind gehören keiner Religionsgemeinschaft an

kath.net

Ein 13-jähriger Schüler aus Rendsburg nahm nicht am Schulausflug teil, um den gemeinsamen Moscheebesuch zu vermeiden. Die Schule wertete das Fernbleiben des Jungen als „Schulschwänzen“, die Eltern sollten wegen dieser Ordnungswidrigkeit 150 Euro Bußgeld bezahlen. Darüber berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“. Weil die Eltern Widerspruch einlegten, hat sich die zuständige Staatsanwaltschaft Itzehoe eingeschaltet. Möglicherweise kommt es zu einem Prozess vor dem Amtsgericht.

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Sachsen-Anhalt: Innenminister gegen generelles Waffenverbot für „Reichsbürger“

Homepage der "Exilregierung" / friedensvertrag.info/ Themenbild
Homepage der „Exilregierung“ / friedensvertrag.info/ Themenbild
Selbst ernannte „Reichsbürger“ sollen keine Kampfhunde halten dürfen, keine Waffen besitzen – und auch keine Führerscheine mehr bekommen. Das fordern Politiker und Gewerkschafter. Der Innenminister von Sachsen-Anhalt sieht das anders.

SpON

Anhängern der sogenannten Reichsbürger soll die Waffenerlaubnis entzogen werden. Mit dieser Forderung seines bayerischen Amtskollegen kann Sachsen-Anhalts Innenminister nichts anfangen. Es müsse stets im Einzelfall geprüft werden, ob eine Unzuverlässigkeit vorliege, sagte Minister Holger Stahlknecht. Alles andere sei Gesinnungsjustiz.

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Auswärtiges Amt rechtfertigt Absage von „Aghet“ in Istanbul

Die Dresdner Sinfoniker reisen nicht nach Istanbul. Ihr Konzertprojekt „Aghet“ zum Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich ist abgesagt. Die Musiker reagierten am Mittwoch mit einem Brief an den deutschen Außenminister.

evangelisch.de

Das Auswärtige Amt hat die Absage eines Musikprojektes in Istanbul zum Armenier-Genozid verteidigt. Die Dresdner Sinfoniker hatten zu dem Konzert im deutschen Generalkonsulat verschiedene türkische Spitzenpolitiker, darunter Staatschef Recep Tayyip Erdogan, eingeladen. Dies sei ein sehr ungewöhnlicher Vorgang, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch in Berlin.

Sachsens Kulturministerin Eva-Maria Stange (SPD) äußerte Bedauern über die Absage. Sie respektiere bei der Entscheidung jedoch „die diplomatische Hoheit des Auswärtigen Amtes“, erklärte Stange am Mittwoch auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Die Musiker reagierten mit einem Brief an Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). In dem Schreiben, das dem epd vorliegt, bitten sie den Minister, Schirmherr einer deutsch-türkisch-armenischen Freundschaftsgesellschaft zu werden, die demnächst in Berlin gegründet werden soll.

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Jedes zweite Wildtier ist von der Erde verschwunden

Die Zahl der Ozeanbewohner ist seit 1970 um 40 Prozent zurückgegangen. Lebewesen in Flüssen, Seen und an Land traf es noch härter Quelle: dpa/GREENPEACE_FILES
Die Zahl der Ozeanbewohner ist seit 1970 um 40 Prozent zurückgegangen. Lebewesen in Flüssen, Seen und an Land traf es noch härter Quelle: dpa/GREENPEACE_FILES
Klimaschutzabkommen unterzeichnet, Bioläden überall: Naturschutz klappt, sollte man meinen. Nun ergibt eine Studie: 60 Prozent der Wildtiere sind seit 1970 verschwunden. Der Grund ist erschreckend einfach.

DIE WELT

Die ungebremste Expansion des Menschen auf der Erde hat zerstörerische Folgen für die anderen Bewohner des Planeten: Einer am Donnerstag veröffentlichten Langzeitstudie zufolge ist die Zahl der Wildtiere auf der Erde seit 1970 um fast drei Fünftel zurückgegangen. Die Fauna des Planeten schwinde „in beispiellosem Tempo“, sagte der Generaldirektor der Umweltschutzorganisation WWF International, welche die Untersuchung gemeinsam mit der Zoological Society of London erstellt hat.

Der von den Forschern dokumentierte Rückgang betrifft Säugetiere, Fische, Vögel, Amphibien und Reptilien. Parallel zum Verschwinden vieler Tiere hat sich die Zahl der Menschen seit 1960 auf 7,4 Milliarden verdoppelt.

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Deutsche Leopard-Panzer werden an russische Grenze verlegt

Leopard 2A5 _3, Bild: BB
Leopard 2A5 _3, Bild: BB
Die Nato rüstet in Osteuropa auf. Dabei kommen nun auch deutsche Panzer zum Einsatz: Sie werden nach Litauen an die russische Grenze verlegt. Aus defensiven Gründen, so die Verteidigungsministerin.

DIE WELT

Die Bundeswehr wird neben mehreren Hundert Soldaten auch Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 nach Litauen verlegen. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwochabend bestätigte, sollen die schweren Waffensysteme Teil der Ausrüstung sein, die die deutschen Truppen im kommenden Jahr mit in das an Russland grenzende Nato-Partnerland bringen.

Die Entscheidung, nicht nur bis zu 600 Soldaten, sondern auch Kampfpanzer nach Litauen zu schicken, gilt als deutliches Signal, dass Deutschland die Sorgen der östlichen Verbündeten ernst nimmt. Vor allem die baltischen Staaten und Polen fühlen sich bedroht, seit sich der große Nachbar Russland 2014 die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte.

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Kritik an Woelki: ‚Das hätte auch Sahra Wagenknecht sagen können‘

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Prominenter Kölner Diakon Pauels übt Kritik an Kardinal Woelki: „Neunzig Prozent der Äußerungen, die da getätigt werden, verkünden Sozialmoral, nur bei zehn Prozent geht es um wirklich Religiöses“

kath.net

Im Erzbistum Köln regt sich jetzt Kritik daran, dass der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki(Foto) sich immer wieder ins alltägliche Politikgeschäft einmischt. Beim sogenannten „Politischen Herbst“ der CDU Gummersbach im Lindenforum meint der bekannte Diakon Willibert Pauels laut einem Bericht der Kölner Rundschau: „Neunzig Prozent der Äußerungen, die da getätigt werden, verkünden Sozialmoral, nur bei zehn Prozent geht es um wirklich Religiöses.“

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Ist Analsex mit dem Koran vereinbar? Und andere Themen des neuen deutsch-türkischen Magazin ‚renk.‘

Die erste gedruckte Ausgabe von renk. Bild: VICE.com
Die erste gedruckte Ausgabe von renk. Bild: VICE.com
Laut einer Emnid-Umfrage fühlen sich zwar 90 Prozent der Türken in Deutschland wohl, doch trotzdem hat mehr als die Hälfte das Gefühl, sozial nicht anerkannt zu sein—egal wie sehr sie sich anstrengen dazuzugehören. Sie kämpfen gegen Vorurteile und Klischees.

Von Berivan Kilic | VICE.com

renk.,das erste deutsch-türkische Kulturmagazin, will das ändern. Renk ist das türkische Wort für Farbe, denn darum geht es: nicht mehr nur Schwarz oder Weiß, deutsch oder türkisch, sondern bunt.

Vor drei Jahren ging das Bachelorprojekt der Grafikstudentin Melisa Karakuş online. Heute hat das Magazin fünf Mitarbeiter und vierzig ehrenamtliche Schreiber, die sich „Gastarbeiter“ nennen. Jetzt ist die erste gedruckte Ausgabe in grellem Pink erschienen. Made in Kreuzberg, aber auch made by Crowdfunding, denn die ersten 5000 Exemplare wurden durch Spenden finanziert.

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Bedford-Strohm: Amtsverständnis nicht auf Dauer kirchentrennend

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, geht davon aus, dass im unterschiedlichen Amtsverständnis von Katholiken und Protestanten Gemeinsamkeiten gefunden werden können.

evangelisch.de

Das Amt müsse „nicht auf Dauer als kirchentrennend angesehen werden“, auch wenn die „Wegstrecke zu einer Einigung nicht zu unterschätzen ist“, sagte der bayerische Landesbischof der Zeitschrift „Herder Korrespondenz“ (November-Ausgabe). Die unterschiedlichen Lehren vom Amt und vom Abendmahl seien die Themen, „die einer Einheit noch am meisten entgegenstehen“, sagte Bedford-Strohm. Doch wie in der Rechtfertigungslehre sollten die beiden Kirchen auch hier in der Ökumene zu einem „differenzierten Konsens“ kommen. Der Schlüssel beim Amtsverständnis liege „in der Besinnung auf Christus“, sagte der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten. Denn beide Kirchen teilten die Überzeugung, „dass das Amt uns von Gott, von Christus gegeben ist“.

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ARD und ZDF fordern jährliche Gebührenerhöhungen

Clowns haben gerade kein gutes Image, wie dieses Postillon-am-Sonntag-Cover zeigt. Um das komplette Cover zu sehen, drücken Sie bitte auf die Lupe im rechten unteren Bildeck Bild: heise.de/TP
Clowns haben gerade kein gutes Image, wie dieses Postillon-am-Sonntag-Cover zeigt. Um das komplette Cover zu sehen, drücken Sie bitte auf die Lupe im rechten unteren Bildeck Bild: heise.de/TP
„Einer Beitrags-Verweigerin aus Brandenburg bleibt das TV-Programm im Gefängnis erspart“, titelte der Branchendienst turi2.de gestern. Hintergrund der Meldung war, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eine Haftanordnung zurückzog, worauf hin das Landgericht Potsdam eine zuvor verhängte sechsmonatige Beugehaft gegen den freiberuflichen Clown Kathrin W. aufhob.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Bei dieser Beugehaft ging es um 309,26 Euro, die der RBB an Rundfunkgebühren für das Jahr 2013 haben wollte. Den Steuerzahler hätte das halbe Jahr Gefängnis bei einem Tagessatz von 146,87 Euro 26.803,77 Euro gekostet. Abgerundet. Auf Medienanfragen dazu wollte sich der RBB „aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht äußern“.

W., die nach eigenen Angaben am Existenzminimum lebt, Wohngeld bezieht und weder Fernseher noch Radio hat, wollte sich nach der Umstellung auf eine geräteunabhängige Haushaltspauschale von der Rundfunkgebühr befreien lassen, was abgelehnt wurde. Als sie eine vom RBB geforderte Vermögensauskunft verweigerte, wurde sie nach eigenen Angaben ins Schuldnerregister eingetragen und ihre Bank kündigte ihren Dispo-Kredit und zog ihre Kreditkarte ein.

Die Beugehaft, die der RBB in ihrem Fall erwirkte, hatte auch deshalb viel Aufmerksamkeit erregt, weil die ARD-Vorsitzende Karola Wille letzten Monat im Berliner Tagesspiegel in Aussicht gestellt hatte, dass die öffentlich-rechtlichen Sender nicht mehr auf dieses Instrument zurückgreifen, nachdem eine 61-tägige Haft für die Thüringer Beitragschuldnerin Sieglinde B. in Sozialen Medien breit diskutiert wurde und der Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht unbedingt dienlich war. Dass das Problem viele Menschen interessiert, zeigt sich auch daran, dass der Inkassodienst von ARD und ZDF im letzten Jahr stolze 1,4 Millionen Fälle den Vollstreckungsbehörden übergab.

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Kurienapostel: Luthers Kritik war in vielem berechtigt

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Sekretär des Päpstlichen Einheitsrates, Farrell, im „Avvenire“: Luthers Suche nach einer „heiligeren und lebendigeren Kirche enger am Evangelium Christi“ ein „positiver Impuls“

kath.net

Die Kritik Martin Luthers an Missständen in der damaligen Kirche war in vielen Punkten berechtigt. Darauf hat der Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Bischof Brian Farrell, hingewiesen. Luther habe „Missbräuche korrigieren“ und die Kirche „reinigen“ wollen, sagte der irische Kurienbischof nach Angaben von Radio Vatikan in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „L’Avvenire“.

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Fossile Brennstoffe: Das Ende des Ölzeitalters naht

Immer häufiger kommt Solarenergie zum Einsatz. Foto: imago
Immer häufiger kommt Solarenergie zum Einsatz. Foto: imago
Die Internationale Energieagentur rechnet mit einem Boom bei der Solar- und Windkraft. Etwa eine halbe Million Solarpaneele werden täglich weltweit installiert.

Von Frank-Thomas Wenzel | Frankfurter Rundschau

Wir haben gewonnen“, teilte die Energy Watch Group (EWG) schon vor einigen Tagen mit. Da war durchgesickert, dass die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognosen für die erneuerbaren Energien deutlich nach oben korrigieren wird. Die EWG ist eine Organisation aus Experten, die der Ökoenergie nahestehen. Seit Jahren ärgern sie sich darüber, dass die IEA als weltweit wichtigste Institution in puncto Energieversorgung sehr zurückhaltend war, wenn um es Sonnen- und Windstrom ging.

Doch jetzt haben die Experten ihre bisherigen Vorhersagen bis 2021 um 13 Prozent nach oben gesetzt. Das ist aber nur der Anfang einer Entwicklung, die sich in den folgenden Jahren noch verstärken und zu einem Ende des Ölzeitalters führen kann, das viel früher kommt, als die Förderländer bislang kalkulieren.

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Erdogan: „Aleppo gehört dem türkischen Volk“

Scheich al-Muhaysini:
Scheich al-Muhaysini: „Alle Gruppen müssen einer Linie folgen“. Screenshot aus seiner Videobotschaft Bild: heise.de/TP
Die türkische Armee setzt die territorialen Aspirationen ihres Präsidenten militärisch im Norden Syriens um. Als Helfer bieten sich die Dschihadisten an

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Vor der Präsidentschaftswahl konzentrieren sich die militärischen Operationen der USA auf Mosul, für Aleppo hat man keine Pläne, soweit die Informationen der Washington Post zutreffen. Die Zeitung berichtet von einem kürzlichen Treffen Obamas mit seinem nationalen Sicherheitsteam, das ohne Entscheidungen blieb.

Der Plan B

Angeblich wurde über einen Plan B debatiert, der darin besteht, das geheime CIA-Programm mit syrischen Milizen auszubauen, wörtlich ist von „escalating“ die Rede. Allerdings soll der Vorschlag auf Skepsis in der Regierung getroffen sein. Obama, so der Eindruck, den die Zeitung von ihren Quellen bezieht, neige dazu, die Sache seiner Nachfolgerin bzw. seinem Nachfolger im Amt zu überlassen. Das Risiko, dass Plan B zu einem militärisch gefährlichen Konflikt mit Russland führen könnte, sei zu groß.

Die Befürworter des Plans sind bekannt: Verteidigungsminister Ashton B. Carter (der gerade beim Golfstaaten Partner Dubai zu Gast ist, um über die Region zu sprechen) und CIA-Chef John Brennan. Außenminister Kerry, der früher auch dazu zählte, soll jetzt auf Seite der Skeptiker zu finden sein.

„CIA-Einheiten tragen nur zum Blutbad bei. Was machen sie besser?“

Als interessante Äußerung von diesem Treffen wird die Aussage eines namentlich nicht genannten ranghohen Regierungsvertreters genannt, der verlangte, dass man einen „gnadenlosen Blick“ darauf richten müsse, ob denn die von der CIA unterstützten Kämpfer tatsächlich noch als „moderat“ betrachtet werden könne oder ob denn das CIA-Programm mehr erreichen kann, als dem Gemetzel in Syrien weitere Blutbäder hinzuzufügen.

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Pregnant Women in Rurual Pakistan Have an Unusual New Ally: Voicemail

Pakathon ‏@PakathonGlobal 8. Nov. 2015 Team ammi is up from @PakathonTO
Pakathon ‏@PakathonGlobal 8. Nov. 2015 Team ammi is up from @PakathonTO
Starting in January 2017, expectant mothers in rural Pakistan will be able to sign up for a voice message service that will give them simple healthcare tips over the course of their pregnancies, urging them to eat more iron, for example, or to get a certain vaccine.

By Samar Warsi | MOTHERBOARD

This might sound ho-hum to people who live in the US and Canada, where many parents-to-be track every little aspect of their pregnancy through an array of gadgets and apps. But the picture is different in Pakistan, which has one of the highest infant mortality rates in the world—specifically, the highest rate of first-day deaths and stillbirths, at 40.6 per 1,000 births, according to a 2014 Save The Children report. Compare this to Canada, where approximately 2.5 per 1,000 births result in same-day deaths.

The Toronto natives behind this startup, which is called Ammi (the word translates to “mom” in Urdu), think that sharing a few simple tips could help. Women can opt in simply by providing their child’s expected birth date. Using this information, the service will call the woman a few times a week with pre-recorded maternal healthcare tips, just one or two minutes long, in the form of a voice message. The service is available starting at pregnancy and ending one year after birth.

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