Theologe: Protestanten wissen kaum etwas über Luther


luther_1Nur noch wenige Christen hätten ein fundiertes Wissen über ihre Religion, kritisiert Theologe Detlef Pollack. Das zeige sich zum Beispiel vor dem anstehenden Reformationsgedenken.

katholisch.de

Nach Ansicht des Münsteraner Theologen und Religionssoziologen Detlef Pollack wächst die religiöse Unkenntnis in Deutschland. Zugleich spielten für viele Christen konfessionelle Unterschiede kaum noch eine Rolle. Auch kurz vor Beginn des Gedenkjahrs zu 500 Jahre Reformation hätten selbst evangelische Christen kaum eine Ahnung von den Grundanliegen Martin Luthers, sagte Pollackzu „Welt online“ (Mittwoch): „Was die Reformation konkret betrifft, so werden deren theologische Inhalte so gut wie nicht wahrgenommen.“

Pollack: Nicht zur Kirche gehen ist typisch protestantisch

Viele hielten sogar das für evangelisch, was „gerade nicht protestantisch ist“. In Untersuchungen habe sich etwa gezeigt, dass die Mehrheit der Protestanten meine, man könne vor Gott auch durch gute Werke gerecht werden. Das aber heiße, dass diese Mehrheit der evangelischen Christen „das Zentrum des Protestantismus verneint“, betonte der Experte. Denn es sei eine von Luthers wichtigsten Lehren, dass man nicht durch gute Taten gerechtfertigt sei, sondern einzig durch den Glauben an Jesus Christus.

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