»Mehrheit gegen Judenmission«


Margot-KässmannMargot Käßmann über Martin Luthers Judenhass und evangelikale Bekehrungsversuche

Von Ayala Goldmann | Jüdische Allgemeine

Frau Käßmann, am kommenden Montag beginnt das Festjahr zum 500. Jubiläum der Reformation – ein Jahrhundertereignis für die Evangelische Kirche. Welche Ausrichtung wünschen Sie sich?
Es wird kein deutsch-nationalistisches-konfessionalistisches Lutherfest geben. Es wird international sein, es hat einen ökumenischen Horizont, und es macht ganz klar, dass der Dialog der Religionen ein zentrales Thema für uns ist.

Wie populär ist denn Ihre Auseinandersetzung mit Luthers Judenfeindschaft?
Es gibt auch kritische Stimmen, und manche Leute schreiben mir in E-Mails und Briefen, ich solle aufhören, Martin Luther schlechtzumachen. Meine Antwort darauf ist, dass Luther selbst ein klares Menschenbild hatte: Der Mensch ist immer Gerechter und Sünder zugleich.

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