Reformationstag: Planschen im lauwarmen Wasser des Zeitgeistes


Das Luther-Bonbon – Sinnbild der Krise des deutschen Protestantismus / picture alliance
Das Luther-Bonbon – Sinnbild der Krise des deutschen Protestantismus / picture alliance
Der Reformationstag am 31. Oktober wirft seine Schatten voraus. Allerlei sinnentstellende Luther-Produkte werden angeboten. Das Schlimme daran: Peinlichkeiten und Plattitüden ist man von der Evangelischen Kirche mittlerweile gewohnt

Von Alexander Grau | Cicero

Am Montag tritt er in seine letzte, heiße Phase: der Countdown zum großen Reformationsjubiläum. Und weil die verantwortlichen Kirchen in ihrem verzweifelten Bemühen, modern, unverkrampft und zeitgeistnah zu wirken, jeden Marketing-Blödsinn mitmachen, kann man sich schon seit geraumer Zeit mit allem möglichen Nippes eindecken: vom Luther-Keks und dem Luther-Bonbon mit (Achtung Anspielung) Apfelgeschmack über die Nylon-Frisbeescheibe „Hallo Luther“ bis zum unvermeidlichen Mousepad mit Luther-Rose und dem Reformationshammer für den ganz privaten Thesenanschlag.

Dass neben all den Luther-Kugelschreibern, Luther-Lesezeichen und Luther-Tassen tatsächlich auch noch der Kleine Katechismus zu kaufen ist (als Buch), wirkt da einfach nur noch fremd und deplaziert. Hätte man daraus nicht eine App machen können? Oder zumindest einen Comic?

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