Edward O. Wilson – hoffnungslos utopisch


Edward Osborne Wilson Die Hälfte der Erde Aus dem Englischen von Elsbeth Ranke Verlag: C.H.Beck, München 2016 ISBN: 9783406697852
Edward Osborne Wilson
Die Hälfte der Erde
Aus dem Englischen von Elsbeth Ranke
Verlag: C.H.Beck, München 2016
ISBN: 9783406697852

Der halbe Planet soll unter Naturschutz gestellt werden? Nichts weniger verlangt der Biologe Edward O. Wilson, einer der Großen seines Fachs, im vorliegenden Buch. Es trägt die Forderung bereits im Titel: „Die Hälfte der Erde“. Wie diese radikale Idee Realität werden soll, ist die Frage, mit der man gespannt zu lesen beginnt.

Von Ilona Jerger | Spektrum.de

Leider ist gleich das Vorwort des Werks verunglückt. Ein Lektor hätte dies leicht vermeiden können, ebenso spätere Fehlangaben, etwa dass der Baikalsee in Europa liege. Wilson, mittlerweile 87 Jahre alt, präsentiert sich unkonzentriert, springt in der Argumentation, nimmt verwirrende Perspektivwechsel vor und bringt dann auch noch wenig gelungene Sprachbilder (der Mensch „ein denkendes Wesen, sprudelnd von Religion“). Man sollte diese ersten Seiten vielleicht überblättern.

Sieben Jahrzehnte Insektenkunde

70 Jahre lang hat Wilson seinen Blick auf den Boden geheftet, um Ameisen zu erforschen. Das tat er mit überwältigendem öffentlichen Erfolg, auch weil er großartige Prosa verfassen kann. Der mittlerweile emeritierte Professor der Harvard University bekam höchste wissenschaftliche Auszeichnungen nebst zwei Pulitzerpreisen und begründete die Soziobiologie, eine Disziplin, die das Wechselspiel von Evolution und sozialem Verhalten betrachtet.

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