Türkische Behörden schließen weitere pro-kurdische Medien


Bild: FB
Bild: FB
In der Türkei gehen die Behörden weiter gegen kritische Veröffentlichungen vor. Zehn Tage nach der Verlängerung des Ausnahmezustands ordnete die Regierung die Schließung von 15 vor allem pro-kurdischen Medien an. Außerdem seien mit zwei neuen Notstandsdekreten mehr als 10.000 weitere Staatsbedienstete entlassen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am späten Samstagabend.

derStandard.at

Demnach wurden unter anderem die kurdische Nachrichtenagentur DIHA, aber auch mehrere Regionalzeitungen in der Südosttürkei geschlossen. Ihnen werde Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Unter den entlassenen Staatsbediensteten seien mehr als 100 Angehörige der Streitkräfte, mehr als 2500 Mitarbeiter der Justiz- und mehr als 2000 Mitarbeiter der Bildungsverwaltung, meldete Anadolu weiter.

Per Notstandsdekret waren schon zuvor zahlreiche Medien geschlossen worden. Die erste Welle richtete sich vor allem gegen Sender und Zeitungen, die dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen nahestehen. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich. Später dann gingen die Behörden auch gegen pro-kurdische Medien vor.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s