Erdogan will Türkei erweitern


erdoganDie Türkei im Ausnahmezustand: Weitere oppositionelle Medien werden geschlossen, neue Säuberungen an den Universitäten. Die Todesstrafe soll kommen, und der Präsident meldet auch noch Gebietsansprüche an.

Von Deniz Yücel | DIE WELT

So ein Ausnahmezustand ist schon praktisch: Gerade einmal zehn Tage ist es her, dass sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan über das Verfahren zur Besetzung von Universitätspräsidenten ausließ. Dass dem eine Wahl zugrunde liege, führe nur zu „Chaos“, „Gruppenbildung“ und „Kränkungen“, sagte er bei der feierlichen Eröffnung des Wintersemesters, für die er die amtierenden Hochschulleiter in seinen Palast nach Ankara geladen hatte. Am Samstagabend wurde ein neues Notstandsdekret bekannt, mit dem Erdogans Wunsch Gesetz wird: Die Wahl entfällt künftig.

Bislang sah das Verfahren an staatlichen Universitäten so aus: Die akademischen Mitarbeiter wählen sechs geeignete Bewerber. Die Hochschulaufsicht reduzierte diese Liste auf drei Vorschläge, unter denen der Staatspräsident einen auswählt. In der Vergangenheit hatte Erdogan immer wieder Kandidaten, welche die meisten Stimmen erhalten hatten, übergangen. Diese Wahl ist nun abgeschafft; künftig soll die Hochschulaufsicht drei Kandidaten vorschlagen, unter denen der Staatspräsident einen auswählt.

weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s