Gesundheitswissenschaftlerin: „Tot ist tot, fertig“


foto: kathrin doepner Was sich Sterbende wünschen: Keine Schmerzen zu haben, nicht alleine zu sein und über die letzten Dinge sprechen zu können, sagt Annelie Keil.
foto: kathrin doepner Was sich Sterbende wünschen: Keine Schmerzen zu haben, nicht alleine zu sein und über die letzten Dinge sprechen zu können, sagt Annelie Keil.

Für Annelie Keil gibt es kein gelingendes Sterben. Möglich ist: den Abschied leben zu lernen und sich mit dem Sterben vertraut zu machen

Von Günther Brandstetter | derStandard.at

STANDARD: Die Ratgeberliteratur hat neben dem gelingenden Leben nun auch das gelingende Sterben entdeckt. Was halten Sie davon?

Annelie Keil: Ich glaube nicht, dass es so etwas wie gelingendes Sterben gibt. Diese Ratgeberliteratur ist zum Teil furchtbar. Das wirkt so, als ob die Autorinnen und Autoren schon einmal gestorben wären, dann zurückkommen und ein paar gute Tipps parat hätten. Sicher ist aber: wenn das Leben nicht mit Sinn erfüllt ist, wird es auch schwieriger den Lebenswillen aufrecht zu erhalten.

STANDARD: Der Theologe Hannes Küng hat im Jahr 2014 allerdings die Möglichkeit des glücklichen Sterbens betont.

Keil: Das ist sicher möglich. Aber nicht im Sinne von „erfolgreich“ oder eines Patentrezeptes. Je mehr ich in mir zu Hause bin, mit all meinen Schwächen, Fehlern und Ängsten, desto leichter wird es wohl, auch den letzten Abschied zu meistern.

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