Wölfe in Sachsen: Sachsen streitet über den Wolf


Der Wolf ist ein cleveres Tier, auch vor Elektrozäunen macht er nicht Halt. Foto: rtr
Der Wolf ist ein cleveres Tier, auch vor Elektrozäunen macht er nicht Halt. Foto: rtr
Ein Rudel in Sachsen gilt als problematisch, das behaupten zumindest Jäger – und der Landrat von Bautzen. Am liebsten würde er, alle abschießen lassen. Umweltschützer halten das für übertrieben.

Von Bernhard Honnigfort | Frankfurter Rundschau

Einigen sächsischen Jägern und dem Bautzener Landrat reicht es. „150 getötete oder verletzte Nutztiere sind wohl Problem genug“, ärgern sie sich. „Müssen erst weitere oder sogar Menschen dazu kommen?“, fragt die Jägerschaft.

Es gibt mal wieder Streit um den Wolf. Vor rund 20 Jahren tauchten in Ostsachsen erstmals wieder Wölfe auf, mittlerweile gibt es zehn Rudel, verteilt über weite Flächen des Landes. Um das Dorf Rosenthal bei Bautzen streift seit Jahren ein Rudel, das nun als problematisch gilt. Landrat Michael Harig, der selbst Schafe hält, würde es am liebsten abschießen lassen. Die Tiere haben nämlich gelernt, über 90 Zentimeter hohe Elektrozäune zu springen. Seit 2013 soll das Rudel 47 Mal eingezäunte Schafherden angegriffen haben, allein 2016 schlug es vermutlich zehn Mal zu. In einigen Fällen überwand es angeblich sogar 1,40 Meter hohe Koppelzäune.

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