Innenministerium will gegen religiöse Ehen Minderjähriger vorgehen


Eheringe © NickNguyen auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Eheringe © NickNguyen auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Beim Verbot von Kinderehen bringt das Bundesinnenministerium eine 2009 abgeschaffte Regelung wieder ins Gespräch. Es will religiöse Trauungen von Minderjährigen am Standesamt vorbei verbieten. Kirchen und Muslime sind überrascht.

MiGAZIN

In der Debatte um ein Verbot sogenannter Kinderehen will das Bundesinnenministerium religiöse Heiratsrituale mit Minderjährigen am Standesamt vorbei untersagen. Ein Sprecher bestätigte am Mittwoch in Berlin einen Bericht der Welt, nach dem ein Vorschlag unterbreitet wurde, solche Eheschließungen als Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Die Geldbuße soll dem Bericht zufolge bis zu 1.000 Euro betragen.

Dem Sprecher zufolge regt das Innenministerium dafür eine Änderung des Personenstandsgesetzes an. Für religiöse Eheschließungen soll dort wieder ein sogenanntes Voraustrauungs-Verbot eingeführt werden, zumindest für Ehen mit Minderjährigen.

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