Therapeut: Pfarrer haben erhöhtes Suchtrisiko


Der evangelische Pfarrer und Psychologische Psychotherapeut Hans-Friedrich Stängle fordert von der Kirche als Arbeitgeber mehr Sensibilität für Suchtgefahren.

Von Daniel Staffen-Quandt | evangelisch.de

„Das exponierte Dasein im Pfarrberuf mit seinen emotionalen Belastungen zum Beispiel ist ein großer Risikofaktor“, sagte Stängle dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es gehe dabei um stoffgebundene Abhängigkeiten, aber auch um süchtiges Verhalten, das destruktiv wirke.

„Ein krankhafter Workaholic hat sehr ähnliche seelische Probleme wie ein Alkoholkranker“, erläuterte Stängle. Er leitet das Haus Respiratio auf dem unterfränkischen Schwanberg bei Kitzingen, ein Rückzugsort für erschöpfte kirchliche Mitarbeiter. Hinweise darauf, dass es unter Pfarrerinnen und Pfarrern überdurchschnittlich viele Alkoholkranke gibt, hätten mehrere Studien geliefert, sagte Stängle. In der von ihm geleiteten Einrichtung indes würden keine Menschen mit einer stoffgebundenen Sucht aufgenommen: „Wenn es in der Anamnese vor der Therapie bei uns einen Hinweis darauf gibt, müssen wir ablehnen.“ Alkohol- oder Drogensucht könne man nicht behandeln.

weiterlesen

Ein Gedanke zu “Therapeut: Pfarrer haben erhöhtes Suchtrisiko

  1. Pingback: Prof. dr. Offensichtlich | Schwerdtfegr (beta)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s