Rechter Terror: Extremistisch, bewaffnet und gewaltbereit


Ein Neonazi hebt in Freital die Hand zum Hitlergruß in Richtung von Gegendemonstranten - es bleibt folgenlos. Foto: imago
Ein Neonazi hebt in Freital die Hand zum Hitlergruß in Richtung von Gegendemonstranten – es bleibt folgenlos. Foto: imago
Experten warnen, dass sich im Pegida-Umfeld neue Strukturen für rechten Terror entwickeln könnten. Erste Anzeichen gibt es bereits.

Von Andreas Förster | Frankfurter Rundschau

Es war früh um vier Uhr, als am 19. April 200 Einsatzkräfte eine rechtsterroristische Gruppe im sächsischen Freital aushoben. Bei dem Einsatz wurden fünf Angehörige einer selbsternannten Bürgerwehr mit dem Namen „Gruppe Freital“ verhaftet. Die Gruppe hatte Anschläge auf Flüchtlingsheime begangen, Asylhelfer angegriffen und weitere Attentate vorbereitet. Die Bundesanwaltschaft wirft den mutmaßlichen Tätern daher neben der Bildung einer terroristischen Vereinigung auch versuchten Mord in mehreren Fällen vor.

Einen Glücksfall nennt die Dresdner Rechtsanwältin Katie Lang den Umstand, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen in diesem Fall an sich gezogen hat. Zwar hatte die sächsische Justiz auch schon ermittelt, nachdem die „Gruppe Freital“ zwischen September und Oktober 2015 drei Sprengstoffanschläge auf bewohnte Flüchtlingsheime und ein alternatives Wohnprojekt durchgeführt hatte. Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden aber behandelte den Fall nicht als Terrorismus, wie Anwältin Lang kürzlich auf einer von der Linken-Bundestagsfraktion in Berlin organisierten Rechtsterrorismus-Tagung sagte.

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