Brasilien: Priester verurteilt, weil er Abtreibung verhinderte


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der Priester habe den Eltern immateriellen Schaden zugefügt, weil er sie gezwungen habe, die Geburt durchzustehen. Er hätte damit deren Rechte verletzt und ihnen sinnloses Leiden zugefügt, lautet die Urteilsbegründung.

kath.net

Ein brasilianischer Priester ist vom höchsten Berufungsgericht des Landes zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 60.000 Brasilianischen Real (circa 16.600 Euro) verurteilt worden. Luiz Carlos Lodi da Cruz hatte im Jahr 2005 eine gerichtliche Verfügung erwirkt, welche die Abtreibung eines Kindes mit einer Fehlbildung verhinderte. Dieses Vorgehen wurde vom Höchstgericht nun als „rücksichtslos“ gegenüber den Eltern klassifiziert.

Der Priester habe den Eltern des Kindes immateriellen Schaden zugefügt habe, weil er sie gezwungen habe, die anstrengende Geburt durchzustehen. Er habe die Möglichkeiten des Gesetzes missbraucht, um staatliche Unterstützung für seine Sonderinteressen hinsichtlich der Abtreibung zu gewinnen. Damit habe er die Rechte der schwangeren Frau und ihres Ehemannes verletzt und ihnen sinnloses Leiden zugefügt, heißt es in der Urteilsbegründung.

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