Judenmission stürzt evangelische Kirche in Sinnkrise


Gläubige sitzen in einem Gottesdienst zur Eröffnung der 3. Tagung der EKD-Synode: Die Kirche berät über Reformen Quelle: dpa/dpa-ZB
Gläubige sitzen in einem Gottesdienst zur Eröffnung der 3. Tagung der EKD-Synode: Die Kirche berät über Reformen Quelle: dpa/dpa-ZB
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) debattiert über den völligen Verzicht auf eine Missionierung von Juden. Laut einem Entwurfstext der EKD dürfen Christen nicht versuchen, Juden zum Glauben an Christus zu bekehren. Kritiker werfen der Kirche vor, keine klare Vorstellung vom Begriff Mission zu haben. Auch das Bild Jesu sei unscharf.

Von Matthias Kamann | DIE WELT

Die Forderung des obersten jüdischen Repräsentanten war klar: „Jeder Form von Judenmission soll eine klare Absage erteilt werden“, verlangte Josef Schuster 2015 von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Christen also, so der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, sollten Juden nicht davon zu überzeugen versuchen, dass Jesus der Messias sei.

Doch so einfach diese Forderung ist, so kompliziert wird es jetzt, da die EKD-Synode in Magdeburg die Absage an die Judenmission beschließen will. Denn dabei geraten die Protestanten in Konflikt mit ihrem eigenen Glauben, in eine echte Sinnkrise. Und das größte Problem dabei ist: Die EKD will diese Probleme nicht im offenen Streit zutage treten lassen. Also verwickelt sich die Kirche in Widersprüche und Undeutlichkeiten.

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