Talk mit dem Menschheitsfeind

Bild: heise.de/TP
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Propaganda in der ARD: Wie die Feinde der Demokratie hoffähig gemacht werden – ein Meilenstein in der Selbstzerstörung der demokratischen Verhältnisse

Von Rüdiger Suchsland | TELEPOLIS

Das Fernsehen der ARD, ob mit Plasbergs „Hart aber fair“, „Günther Jauch“ oder „Anne Will“, ist ganz vorne dabei, wenn es gilt, den Feinden der Demokratie ein Forum zu bieten, Positionen hoffähig zu machen, die antidemokratisch und den freiheitlichen Werten des Westens entgegengesetzt sind. Jüngstes Beispiel: Der Auftritt einer vollverschleierten Islamistin bei „Anne Will“. Aber schon vorher wandeln sich die ARD-Talk-Shows zunehmend zum Krawall-Fernsehen und zum Populismus, als dessen einziges Erfolgskriterium die Fragen zählen: Wie ist die Quote? Reden alle darüber?

In der Überflußgesellschaft herrscht Diskussion im Überfluß, und im etablierten Rahmen ist sie weitgehend tolerant. Alle Standpunkte lassen sich vernehmen: der Kommunist und der Faschist, der Linke und der Rechte, der Weiße und der Neger, die Kreuzzügler für Aufrüstung und die für Abrüstung. Ferner wird bei Debatten in den Massenmedien die dumme Meinung mit demselben Respekt behandelt wie die intelligente, der Ununterrichtete darf ebenso lange reden wie der Unterrichtete, und Propaganda geht einher mit Erziehung, Wahrheit mit Falschheit. Diese reine Toleranz von Sinn und Unsinn wird durch das demokratische Argument gerechtfertigt, daß niemand, ob Gruppe oder Individuum, im Besitz der Wahrheit und imstande wäre zu bestimmen, was Recht und Unrecht, Gut und Schlecht ist

Herbert Marcuse, „Kritik der reinen Toleranz“

Es gibt Dinge, da kennen Deutsche kein Pardon. Mülltüten zum Beispiel. In Supermärkten werden Kunden zwangsverpflichtet, auf Papiertüten und Jutetaschen umzurüsten, Plastik soll verboten werden. Oder erinnern wir uns an Rainer Brüderle: Dem FDP-Politiker wurde zum Verhängnis, dass er sich vermeintlich „sexistisch“ einer Journalistin gegenüber geäußert hatte.

Wenn man dagegen in einer Talk-Show für Islamo-Faschismus und den Dschihad wirbt, wenn man die Frauenunterdrückung des radikalen Islam als „Respekt“ und „Selbstentfaltung“ ummünzt, und die „vielen Möglichkeiten, sich auszuleben“ preist wie jetzt die schweizer „Nikab-Nora“ bei „Anne Will“, da gibt es keinen „#Aufschrei“.

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„Broken Arrow“: Die USA vermissen 17 Atombomben. Mindestens

Wasserstoffbomben vom Typ B28 gingen bei den Unfällen 1966 in Spanien und 1968 auf Grönland verloren Quelle: Wikimedia/US Air Force/Public Domain
Wasserstoffbomben vom Typ B28 gingen bei den Unfällen 1966 in Spanien und 1968 auf Grönland verloren Quelle: Wikimedia/US Air Force/Public Domain
Die A-Bombe, die jetzt vor Kanada entdeckt wurde, ist kein Einzelfall. Allein für die USA werden 700 Zwischenfälle geschätzt. Wie viele Kernwaffen andere Mächte „verloren“ haben, weiß niemand.

Von Johann Althaus | DIE WELT

Wie ein vier Meter großer „aufgeschnittener Bagel“ soll das Objekt aussehen, das der kanadische Taucher Sean Smyrichinsky jetzt vor der Küste British Columbias entdeckt hat. Viel spricht dafür, dass es sich um den Rest einer seit 66 Jahren vermissten Atombombe vom damals neuesten Typ Mark 4 handelt.

Die Liste der Unfälle mit solchen Waffen ist lang. Allein die USA vermissen mindestens acht voll explosionsfähige Bomben. Außerdem weitere neun, die zwar nicht mit dem Spaltstoff Plutonium geladen waren, wohl aber andere radioaktive Substanzen enthielten – meist abgereichertes Uran. Für solche Zwischenfälle hat sich weltweit der Ausdruck „Broken Arrow“ eingebürgert. In den USA bezeichnet dieses Codewort einen Zwischenfall mit Nuklearwaffen gleich welcher Art.

Die angegebenen Zahlen variieren allerdings stark, denn es gibt sehr unterschiedliche Definitionen: Ist eine Kernwaffe ohne Plutonium, die also keine Kettenreaktion auslösen kann, überhaupt eine nukleare Waffe? Was ist mit Waffen, die – atomar geladen oder nicht – beim Absturz eines Flugzeugs nachweislich zerstört wurden? Werden radioaktive Ladungen, die ohne die aufwendige Technik zur Auslösung einer Kernspaltung verloren gingen, mitgezählt oder nicht?

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Tirol: Gipfelkreuz im Karwendel zum zweiten Mal gefällt

jesus_schaukelDieses Kreuz hatte ursprüngliches, Ende August von Unbekannten beschädigtes Gipfelkreuz ersetzt

kath.net

Zum zweiten Mal in drei Monaten ist das Gipfelkreuz auf dem 2.100 Meter hohen deutsch-österreichischen Grenzberg Schafreiter im Karwendelgebirge gefällt worden. Die Tat wurde bereits am Freitag entdeckt, wie mehrere Medien am Montag berichteten. Das Kreuz hatte das ursprüngliche, Ende August von Unbekannten beschädigte Gipfelkreuz ersetzt. Die Serie sorgt seit Monaten weit über die Region hinaus für Empörung. Auf der Suche nach den Tätern tappt die Polizei bisher im Dunkeln.

Am letzten Augustwochenende war der fünf Meter lange Längsbalken des dort aufgestellten Eichenkreuzes mit einer Axt und einer Säge bearbeitet worden. Es war der dritte Fall dieser Art seit Pfingsten in der Grenzregion. Das Kreuz war so stark beschädigt, dass es umlegt werden musste. Der Schaden wurde auf 5.000 Euro beziffert. Das daraufhin aufgestellte Ersatzkreuz wurde Ende Oktober ebenfalls angesägt.

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Intolerant sein wie die AfD? Kann die Kirche auch

Lutherjahr

Bei Protestanten gibt es Intoleranz sowohl gegenüber dem Islam als auch gegenüber der AfD.Einige Gemeinden sind offen für Muslime, nicht aber für evangelische AfD-Anhänger.Andere Gemeinden hegen ausgrenzende Vorurteile gegenüber Homosexualität und Islam.

Von Matthias Kamann | DIE WELT

Dieser Befund ist bitter für die evangelische Kirche. Nicht einmal aktive Gemeindeglieder interessieren sich für die Papiere, die an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verfasst werden.

Ja, egal sind jene Kirchentexte den Christen an der Basis sogar dann, wenn es um hochbrisante Themen geht, um Judenhass, um Abneigungen gegen Homosexuelle oder die Angst vor dem Islam. Auch da gilt, dass für die Gemeindeglieder „Informationen der EKD und Diskussionen auf der Ebene der EKD praktisch keine Rolle spielen“.

So steht es in einer Studie, die für einen besonders fleißigen Texte-Produzenten erstellt wurde, die EKD-Synode. Die hat für ihre diesjährige Tagung in Magdeburg vom Sozialforschungsinstitut Proval in einer qualitativen Untersuchung erheben lassen, wie an der Basis über das Verhältnis zu Juden, Homosexuellen und Muslimen gedacht wird.

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„Nummer 1 des IS in Deutschland“ festgenommen

Der islamistische Prediger Abu Walaa verbreitet seine Botschaften über Internet-Videos Quelle: Screenshot Die Welt
Der islamistische Prediger Abu Walaa verbreitet seine Botschaften über Internet-Videos Quelle: Screenshot Die Welt
In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hat die Polizei mutmaßliche IS-Unterstützer gestellt.
Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen ein salafistisches Netzwerk um den Prediger und IS-Werber Abu Walaa. Ahmad A., wie er mit richtigem Namen heißt, soll im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

DIE WELT

Am frühen Morgen rückten Polizeikräfte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gegen mutmaßliche Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) aus. Es gab mehrere Festnahmen und Durchsuchungen, etwa in Hildesheim, Dortmund, Duisburg und Tönisvorst. „Uns ist heute ein wichtiger Schlag gegen die salafistischen Strippenzieher und IS-Unterstützer gelungen“, teilte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) mit.

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Ungarn: Orban scheitert mit Gesetz gegen EU-Flüchtlingsquote

Ungarns Regierungschef Viktor Orban. Foto: dpa
Ungarns Regierungschef Viktor Orban. Foto: dpa
Ungarns Regierungschef Viktor Orban ist mit eine Gesetz gegen die EU-Flüchtlingsquote im Parlament gescheitert. Es fehlen zwei Stimmen für die notwendige Zweidrittelmehrheit.
 

Frankfurter Rundschau

Ungarns Regierungschef Viktor Orban ist im Parlament knapp mit einem Gesetz gegen die Flüchtlingsquote der Europäischen Union gescheitert. Bei der Abstimmung über eine entsprechende Verfassungsänderung votierten am Dienstag sowohl die Abgeordneten der Linksparteien als auch die rechtsextreme Jobbik-Partei gegen den Gesetzentwurf. Alle 131 Abgeordneten von Orbans rechtskonservativer Regierungskoalition stimmten für den Entwurf, für die notwendige Zweidrittelmehrheit fehlten jedoch zwei zusätzliche Stimmen.

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Wer noch immer das Grab des Hitler-Erfinders pflegt

Dietrich Eckart auf einem Foto aus den 1890er Jahren. Bild: wikimedia.org/PD
Dietrich Eckart auf einem Foto aus den 1890er Jahren. Bild: wikimedia.org/PD

In Berchtesgaden wird seit 93 Jahren die letzte Ruhestätte des Schriftstellers Dietrich Eckart betreut. Er war Förderer Hitlers und Wegbereiter des Nationalsozialismus. Unbekannte tragen die Kosten.

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Nichts weniger als den „Retter Deutschlands“ suchte Dietrich Eckart. Der Schriftsteller und bekennende Antisemit wollte nach dem Ersten Weltkrieg in München den Mann finden, der die Schmach der Niederlage revidieren könnte. Er selbst, das wusste der 1868 geborene Erbe und Privatier, vermochte diese Rolle angesichts seiner schwachen Konsitution und seiner vielen Krankheiten nicht auszufüllen.

Also besuchte Eckart Veranstaltungen von vielerlei rechten und völkischen Gruppierungen in München und Oberbayern, wurde hier Mitglied, gründete dort eine eigene Gruppe und sprach andernorts. Schon Mitte August 1919 trat er der Deutschen Arbeiterpartei bei – einen ganzen Monat, bevor der Gefreite Adolf Hitler zum ersten Mal an einer Veranstaltung der DAP teilnahm.

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Niederländischer Kardinal schlägt Enzyklika gegen Gendertheorie vor

missbrauch

Kardinal Eijk: „Wir müssen die Menschen warnen“. Denn inzwischen akzeptierten selbst Katholiken die Gendertheorie, „sogar Eltern, da sie nichts anderes hören“.

kath.net

Eine päpstliche Enzyklika oder ein anderes lehramtliches Dokument scheine notwendig zu werden. Dies sagte der Utrichter Kardinal Willem Eijk im Interview mit dem „Catholic News Service“ (CNS) am 7. November in London. Der Kardinal äußerte sich am Rand eines Vortrags zum Thema: „Verliert die Medizin ihren Weg?“. Er warnte, dass inzwischen sogar nicht wenige Katholiken die Gendertheorie akzeptierten, „sogar Eltern, da sie nichts anderes hören“. Das sei wie bei den Fragen „Euthanasie und assistierte Sterbehilfe“, als die Diskussionen anfingen, seien die Menschen noch unsicher gewesen, „doch inzwischen sind viele Leute so vertraut mit diesen Praktiken, dass sie sie jetzt für normal halten“. So verbreite sich auch die Gendertheorie in der westlichen Welt immer weiter „und wir müssen die Menschen warnen“. Der Kardinal ist promovierter Arzt und hatte früher an der Amsterdamer Universitätsklinik gearbeitet, vor seiner Berufung zum Bischof war er Professor für Moraltheologie.

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Krisentreffen der obersten Militärs der USA und der Türkei zur Deeskalisierung

Bild: heise.de/TP
Bild: heise.de/TP
Die von den syrischen Kurden gestartete und von den USA unterstützte Offensive auf Raqqa stellt Ankara auf die Probe

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Es dürfte ein Krisentreffen gewesen sein, als sich am Sonntag der höchste US-Kommandeur General Joseph Dunford überraschend mit dem türkischen Generalstabschef Hulusi Akar getroffen hat. Vorgeblich ging es um gemeinsame Strategie gegen den Islamischen Staat, vor allem aber wohl um die zunehmenden konfligierenden Interessen. Die Konflikte spitzen sich derzeit vor dem Wechsel der Präsidentschaft zwischen allen kriegführenden Parteien im Irak und in Syrien zu. Alle versuchen, das Zeitfenster zu nutzen, um Fakten zu schaffen.

Angeblich war das Treffen auf Wunsch von Dunford zustande gekommen. Das klingt durchaus wahrscheinlich, denn die von den USA unterstützen Einheiten der SDF, die vorwiegend aus syrischen Kurden bestehen und auf Drängen der USA mit Einschluss einiger Kämpfer arabischer Stämme gebildet wurden, hatten kurz zuvor die Offensive auf Raqqa (Rakka) verkündet und auch schon begonnen.

Die Türkei bekämpft seit Beginn des Einmarsches in Syrien im August unter dem Vorwand eines Vorgehens gegen den IS die SDF direkt, die zwischen den kurdisch kontrollierten Gebieten den zuvor vom IS und „Rebellen“ besetzten Korridor Richtung Aleppo einnehmen wollten. Damals wurde zwischen den USA und der türkischen Führung vereinbart, dass die SDF sich aus der eroberten Stadt Manbij zurückziehen sollten, was aber nicht geschehen ist. Derzeit rücken türkische Truppen und die mit ihnen verbündeten „Rebellen“, die von Ankara „Freie Syrische Armee“ getauft wurden, um vorzugeben, es handele sich um die bekannten gemäßigten Rebellen, Richtung al-Bab vor, um den SDF zuvorzukommen. Die Absicht dürfte bestehen, nach der endgültigen Sicherung des Korridors, was die Türkei offenbar mit Akzeptanz von Russland macht, während Ankara sich aus den Kämpfen in Aleppo heraushält, die SDF bzw. die YPG aus dem dann isolierten Afrin zu vertreiben.

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Kann der Staat weltanschaulich neutral sein?

Der renommierte Rechtswissenschaftler und Rechtsphilosoph Horst Dreier wird neuer Hans-Blumenberg-Gastprofessor am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ –Vortragsreihe zum säkularen Verfassungsstaat – Auftakt am 14. November zum „umkämpften Begriff“ der Säkularisierung – Gastprofessur bringt internationale und interdisziplinäre Impulse

Viola van Melis |  Zentrum für Wissenschaftskommunikation
Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Der international renommierte Rechtswissenschaftler und Rechtsphilosoph Prof. Dr. Horst Dreier übernimmt im Wintersemester 2016/17 die „Hans-Blumenberg-Gastprofessur“ am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster. Der Würzburger Wissenschaftler befasst sich in öffentlichen Vorträgen und in seinen Forschungen in Münster mit den „Herausforderungen des säkularen Verfassungsstaates“. Er beleuchtet die Verfassungsgeschichte der Religionsfreiheit in Deutschland und erörtert, ob die religiös-weltanschauliche Neutralität des säkularen Staates möglich ist. Er fragt, ob der Staat seine christlichen Wurzeln ignorieren kann und ob das freiheitliche Gemeinwesen auf sakrale Elemente angewiesen ist. Zum Auftakt am 14. November nimmt der Gastprofessor den „umkämpften Begriff“ der Säkularisierung in den Blick. Die Vorträge sind vom 14. November bis 5. Dezember 2016 montags von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters, Johannisstraße 4 in Münster zu hören.

„Horst Dreier ist durch seine Forschungsinteressen in einzigartiger Weise anschlussfähig für fast alle Fächer im Exzellenzcluster“, sagt Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Fabian Wittreck, Hauptantragsteller des Forschungsverbundes. Zu den Schwerpunkten des neuen Gastprofessors zählen die Verfassungs- und Ideengeschichte sowie das Verhältnis von Recht und Religion. „Das bietet viele Berührungspunkte zum Exzellenzcluster“, unterstreicht Prof. Wittreck. „Die rechtsphilosophischen Arbeiten machen Horst Dreier zum Ansprechpartner für die Philosophen, seine rechts- und verfassungsgeschichtlichen Publikationen für die Historiker. Die Rechts- und Staatssoziologie eröffnet den Dialog mit den Sozialwissenschaften. Seine Art, Verfassungsrecht zu betreiben, ist hochgradig politikwissenschaftlich informiert, so dass auch hier spannende Synergien zu erwarten sind.“

Neuer Gastprofessor greift Hans Blumenbergs These auf

Der erste Vortrag des neuen Hans-Blumenberg-Gastprofessors trägt den Titel „Säkularisierung – eine ‚Kategorie historischer Illegitimität‘? Facetten eines umkämpften Begriffs“. Horst Dreier greift dabei die These des Namensgebers der Gastprofessur, Hans Blumenberg, auf, „Säkularisierung“ beinhalte die Vorstellung einer unrechtmäßigen Transformation geistiger Gehalte und sei so kontaminiert. „Säkularisierung ist ein schillernder und zugleich missverständlicher Begriff, der in Diskursen über Religion, Recht und Politik zentral ist“, erläutert Horst Dreier im Vorfeld. Er schlage vor, zwischen einem geisteswissenschaftlichen, soziologischen und staatsrechtlichen Begriffsverständnis zu unterscheiden.

Horst Dreier, 1954 in Hannover geboren, ist Professor für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Würzburg. Von 2001 bis 2007 gehörte er dem Nationalen Ethikrat an. Der vielfach ausgezeichnete Forscher hat zahlreiche Publikationen vorgelegt, darunter „Säkularisierung und Sakralität“ (2013). Die Hans-Blumenberg-Gastprofessur, benannt nach dem einflussreichen Philosophen Hans Blumenberg (1920-1996), soll dazu beitragen, innovative Impulse aus der internationalen Forschung nach Münster zu bringen, und die interdisziplinäre Anschlussfähigkeit am Exzellenzcluster stärken. Der Verbund hat 200 Mitglieder aus gut 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern.

Weitere renommierte Forscher erwartet

In den kommenden Semestern werden weitere renommierte Forscherinnen und Forscher aus wechselnden Disziplinen auf die Hans-Blumenberg-Gastprofessur berufen, etwa aus der Soziologie und Ethnologie. Der erste Hans-Blumenberg-Gastprofessor war im Sommersemester 2016 der Bochumer Historiker Prof. Dr. Lucian Hölscher, der sich in Münster mit dem Reformationsjubiläum 2017 und der protestantischen Frömmigkeitskultur in Deutschland befasste und den Mitgliedern des Forschungsverbundes wichtige Impulse gab. (ill/vvm)

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Ist „Stalin erst gestern gestorben“?

f6b81-rusland_stalin_kalender_mei_2013Eine Konferenz, die Ende Oktober unter der Überschrift „Kultur und Macht in der UdSSR in den 1920er-1950er Jahren“ in Sankt Petersburg stattfand, befasste sich auch mit dem Stalin-Kult im heutigen Russland und mit seinen Widersachern.

Von Leonid Luks | DIE KOLUMNISTEN

Wie lässt sich der bizarre Stalin-Kult, der die politische Kultur des heutigen Russland so belastet, eindämmen? Warum sind solche Einrichtungen, wie z.B. „Memorial“, die sich seit Jahren mit der Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit befassen, nicht imstande, breitere Bevölkerungsschichten zu beeinflussen und der historischen Wahrheit entscheidend zum Durchbruch zu verhelfen? Auch mit diesen Fragen befasste sich die neunte Konferenz aus dem Zyklus „Geschichte des Stalinismus“, die Ende Oktober in Sankt Petersburg stattfand. Zwar werden diese Konferenzen von zahlreichen Einrichtungen, auch von „Memorial“, mitorganisiert, eine federführende Rolle spielt hier indes der Moskauer Verlag ROSSPEN (Russische Politische Enzyklopädie), der vor acht Jahren diesen Konferenz-Zyklus ins Leben gerufen hatte. Auch die Buchreihe des Verlages, die ebenfalls den Titel „Geschichte des Stalinismus“ trägt und inzwischen etwa 160 Bände zählt, setzt sich mit der stalinistischen Vergangenheit schonungslos auseinander.

Schriftsteller als „Stellvertreter Stalins“

Den thematischen Schwerpunkt der Petersburger Konferenz stellte die ambivalente Einstellung Stalins und der Stalinisten zur Kultur bzw. zu den Kulturschaffenden, insbesondere zu den Schriftstellern, dar. Einige Referenten wiesen darauf hin, dass Stalin sich im Gegensatz zu Lenin, der die Intelligenz äußerst misstrauisch beobachtet hatte, unentwegt um die Einbindung der Schriftsteller und Künstler in sein Herrschaftssystem bemühte. Er sei sich darüber im Klaren gewesen, dass vor allem die Schriftsteller, die „Ingenieure der menschlichen Seelen“, die herrschende Ideologie mit einer besonderen Effizienz propagieren konnten. Und die Rechnung Stalins, so der Historiker Oleg Leibowitsch (Perm), ging auf. Viele Schriftsteller hätten sich in gewisser Weise als „Stellvertreter Stalins“ empfunden und hätten versucht, die geheimsten Wünsche des Kreml-Herrschers zu erraten und sie in die Wirklichkeit umzusetzen. Der Referent sprach sogar von einer Art „mystischer Verbindung“ mancher Autoren mit dem Diktator.

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Auch Bonobos werden altersweitsichtig

Ältere Bonobos brauchen gehörigen Abstand zwischen Augen und Fingern, um bei der Fellpflege den Durchblick zu behalten. © Heungjin Ryu
Ältere Bonobos brauchen gehörigen Abstand zwischen Augen und Fingern, um bei der Fellpflege den Durchblick zu behalten. © Heungjin Ryu
Wenn der Arm immer länger wird: Auch Bonobos leiden offenbar unter Altersweitsichtigkeit. Forscher haben beobachtet, dass die Primaten bei der gegenseitigen Fellpflege im Alter einen größeren Abstand zu ihren Artgenossen einhalten – ähnlich wie Menschen, die die Zeitung möglichst weit von den Augen weghalten. Genau wie bei uns verschlechtert sich das Nahsehen bei den Affen etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr. Das nachlassende Sehvermögen sei demnach kein Phänomen der modernen Gesellschaft, so die Wissenschaftler.

scinexx

Viele Menschen leiden im Alter unter Weitsichtigkeit. Etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr verschlechtert sich das Nahsehen, weil das Auge Objekte in nächste Nähe nicht mehr scharf abbilden kann. Verantwortlich dafür ist die nachlassende Elastizität der Linse – eine normale Alterserscheinung.

Reicht eine Armeslänge nicht mehr aus, um die Zeitung oder ein Buch zu lesen, muss eine Lesebrille her. Doch nicht nur alternde Menschen plagt oftmals nachlassendes Sehvermögen. Auch unsere nächsten Verwandten, die Bonobos, könnten im Alter durchaus eine Sehhilfe gebrauchen. Sie leiden offenbar genauso unter Altersweitsichtigkeit wie wir.

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Bundesregierung weist verfolgte Türken auf Asylrecht hin

Das Auswärtige Amt hat verfolgte Regierungskritiker in der Türkei auf die Schutzmöglichkeiten des deutschen Asylrechts hingewiesen. Deutschland stehe „allen politisch Verfolgten im Grundsatz offen“.

SpON

Die türkische Regierung geht hart gegen ihre Kritiker vor. Ankara lässt Journalisten und Politiker festnehmen, suspendiert Lehrer, Richter sowie Polizisten vom Dienst. Das Auswärtige Amt hat jetzt alle von der Regierung verfolgten Menschen darauf hingewiesen, dass es in Deutschland die Möglichkeit für sie gäbe, Asyl zu bekommen.

„Alle kritischen Geister in der Türkei sollen wissen, dass die Bundesregierung ihnen solidarisch beisteht“, sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), der „Welt“. Deutschland stehe „allen politisch Verfolgten im Grundsatz offen“, sagte der SPD-Politiker. „Sie können in Deutschland Asyl beantragen. Das gilt dezidiert nicht nur für Journalisten.“

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Muslim-Vertreter: Verbände müssen mehr in Seelsorge investieren

Koran

Eine Seelsorge nach christlichem Vorbild gibt es im Islam noch nicht. Erol Pürlü vom Koordinationsrat der Muslime wünscht sich eine theologische Auseinandersetzung innerhalb des Islam, damit muslimische Seelsorge möglich wird.

evangelisch.de

Der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime, Erol Pürlü, hat die islamischen Verbände zu mehr Engagement für die Etablierung muslimischer Seelsorge aufgefordert. „Wir kommen nicht umhin, in hauptamtliches Personal zu investieren und dafür Geld in die Hand zu nehmen“, sagte Pürlü am Montag bei einer Tagung der Deutschen Islamkonferenz in Berlin.

Die Fachkonferenz widmete sich der Frage, wie in Militär, Gefängnissen und Krankenhäusern eine muslimische Seelsorge nach dem Vorbild des Angebots der christlichen Kirchen aufgebaut werden kann. Pürlü sagte, die Muslime müssten sich zunächst mit dem Begriff „Seelsorge“ theologisch auseinandersetzen, da es ihn im Islam so nicht gebe. Zudem müsse über die Ausbildung von Seelsorgern gesprochen werden. Die Ausbildung von Imamen an Universitäten steht in Deutschland noch am Anfang.

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Hephata-Heim in Treysa: Medikament an Heimkindern getestet

Das Heim aus der Vogelperspektive. Foto: Hephata Diakonie
Das Heim aus der Vogelperspektive. Foto: Hephata Diakonie
Im Hephata-Heim in Treysa sind offenbar Medikamente an Heimkindern getestet worden. Eine Forscherin berichtet über Versuche in den 50er Jahren. Das Heim sucht nun Betroffene.

Von Pitt von Bebenburg | Frankfurter Rundschau

Pharmafirmen haben in den 50er, 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts Medikamente an Heimkindern ausprobiert, ohne nach deren Einverständnis zu fragen. Auch in Hessen gab es anscheinend ein Heim, in dem Versuche stattfanden.

Im nordhessischen Treysa soll das Medikament Decentan 1957 an Kindern des Hephata-Heims erprobt worden sein. Das geht aus einer Forschungsarbeit der Krefelder Doktorandin Sylvia Wagner hervor. Zwischenergebnisse hat sie in einem Aufsatz über Arzneimittelstudien an Heimkindern unter dem Titel „Ein unterdrücktes und verdrängtes Kapitel der Heimgeschichte“ veröffentlicht.

Die evangelische Einrichtung Hephata bemüht sich seit Jahren um die Aufarbeitung der Misshandlung in ihren Heimen in den Nachkriegs-Jahrzehnten, hatte aber nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise auf Medikamententests. Nachdem die Frankfurter Rundschau sie auf Wagners Studie aufmerksam gemacht hatte, sucht Hephata nun nach Zeitzeugen und Betroffenen.

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Smolensk: Duda wirbt um Verständnis für Staatsanwaltschaft

Präsident Andrzej Duda hat die Staatsanwaltschaft im Streit um die Exhumierung von Smolensk-Opfern unterstützt. Die Familienangehörigen sollten Verständnis für das Vorgehen haben. Die Staatsanwaltschaft habe begründete Zweifel an den bisherigen Ermittlungsergebnissen.

Von Lars Leschewitz | POLEN HEUTE

In den Streit um die Exhumierung der Opfer des Flugzeugabsturzes von Smolensk hat sich nun Staatspräsident Andrzej Duda eingeschaltet. Weil sich einige Familien wehren, dass ihre verstorbenen Angehörigen Spielball politischer Interesse werden, muss das Staatsoberhaupt das Vorgehen der Staatsanwaltschaft begründen.

Er könne die betroffenen Familien nur um Verständnis für die Arbeit der Staatsanwaltschaft bitten, so Präsident Andrzej Duda. Er könne ihren Schmerz nachvollziehen, weil er zwar keinen Angehörigen, aber auch einen engen Freund – den damaligen Präsidenten Lech Kaczynski – verloren habe. Als Jurist wisse er jedoch auch, dass die Vorschriften in Polen seit langem so seien, dass die Staatsanwaltschaft begründeten Zweifeln nachgehen müsse. Dies könne dann eine Exhumierung von verstorbenen Opfern bedeuten. Im Fall Smolensk habe die Staatsanwaltschaft wohl begründete Zweifel an den bisherigen Ermittlungsergebnissen.

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AfD: Martin Hohmann wurde Unrecht angetan

Martin Hohmann - hier noch als Abgeordneter der CDU im Herbst 2003.Foto: dpa/dpaweb
Martin Hohmann – hier noch als Abgeordneter der CDU im Herbst 2003.Foto: dpa/dpaweb
Der Ex-CDU-Abgeordnete steht vor der Rückkehr in den Bundestag – die AfD-Spitze will ihn rehabilitieren. Seine Rede von 2003 scheint kein Hindernis zu sein.

Von Fabian Leber | DER TAGESSPIEGEL

Die „Hohmann-Affäre“ beschäftigte 2003 wochenlang die Republik und wurde zur Zerreißprobe für die Union. Sie endete damit, dass der damalige Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann nach Vorwürfen, sich antisemitisch geäußert zu haben, aus Fraktion und Partei ausgeschlossen wurde. Nun steht Hohmann, 68, vor einem Comeback. Er hat gute Chancen, im kommenden Jahr an seine alte Wirkungsstätte in Berlin zurückzukehren. Am Sonntag setzte die hessische AfD Hohmann, der bereits für seine Partei Kommunalpolitik macht, auf den chancenreichen Platz 4 ihrer Landesliste – und platzierte ihn damit sogar noch direkt vor dem bestens vernetzten Parteivize Albrecht Glaser.

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Bund Katholischer Ärzte: Dodo des Monats Oktober 2016

Dodo des Monats Oktober 2016 ©HFR
Dodo des Monats Oktober 2016 ©HFR

bkaeArbeitet man sich durch die Webseite des Bundes Katholischer Ärzte, dämmert die Frage auf, warum sich diese Ärzte nicht um kinderfickende Priester sorgen und diese mit ihren pseudowissenschaftlichen, esoterischen und theologischen Schamanentum versuchen zu heilen? Die Struktur des Webauftritts sorgt für ein matschiges Gehirn, der Leser, unterstellt werden ärztliche Kollegen, sieht sich einem intellktuellen Fimbul-Winter der Jesus-Nekromanten ausgesetzt. Man will an Gottes schwuler Schöpfung herumbasteln.

Die Abschaffung staatlicher Verfolgung, die stärker werdende Akzeptanz der Gesellschaft homosexueller Menschen gegenüber ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite, es gibt jede Menge religiös konnotierte Zeitgenossen, die Homosexuellen tagtäglich die Würde nehmen, die Menschenwürde. Nichts anderes ist es, wenn man Homosexualität als zu heilende Krankheit darstellt.  Katholiken wie wir sie im BKÄ finden, terrorisieren das Land, ihre Auffassung von Sexualität, Familie, Ehe ist die ihre und sollte eigentlich niemanden etwas angehen. Die Sexualität der Menschen ist belanglos, so, wie die Entdeckung schwuler Fruchtfliegenmännchen.

Wir interessieren uns nicht für die Sexualität anderer Menschen, wir wollen nicht wissen, welche Stellung, ob nun den Lotus-Sitz, den Side-Kick oder die pompöse Aussicht sie bevorzugen. So wenig sollte uns Homosexualität kümmern. Outings haben immer etwas von Rechtfertigungsdruck, Menschen erklären warum sie so sind, wie sie sind. Wer Homosexualität als Perversion menschlicher „Natur“ versteht ist pervers und gehört bei einem guten Therapeuten auf die Couch.

Im Sommer 2011 gingen die Wogen hoch. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) war sauer. Grund, eben jene Webseite des Bundes für Katholische Ärzte. Homo-Heilung mit Homöopathie, Hochpotenzen, Zucker gegen die abartigen Zeitgenossen.

Damals konnte man lesen, an den Spiegel gerichtet:

„Wir wissen von vielen homosexuell empfindenden Menschen, die sich in einer geistig-psychischen Notsituation befinden und stark leiden“

In einer Notsituation befinden sich homophobe, katholische Ärzte, die mittels zweifelhafter Therapien Geschäfte machen wollen.  Das ist wie der „Schwarze Anhauch“ von Tolkiens Ringeistern.

Die katholische Ausrede, lange gebeichtet und mit dem ego te absolvo sakrosankt geworden: „Die Webseite sei „lange nicht gepflegt“ worden – „weil das Thema derzeit für uns nicht brennend aktuell ist“.“

Der krude Mist homophober Attitüde ist immer noch sichtbar im Internet vorhanden.

In der Drucksache 18/2118, 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Volker Beck (Köln), Lisa Paus, Maria Klein-Schmeink, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist folgendes zu lesen:

[…]

Zu den Organisationen, die in Deutschland derartige Pseudotherapien anbieten und empfehlen, zählen unter anderem das Weiße Kreuz, Wüstenstrom, Leo e. V., der Bund katholischer Ärzte, das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft der Offensive Junger Christen e. V., eine Kommunität in der evangelische Kirche. Die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge e.V. ( A P S ) bot immer wieder ein Forum zur Propagierung solcher Ansätze. Im Internet informiert die Mission Aufklärung (www.mission-aufklaerung.de/) über die Hintergründer der Homo-„Heiler“-Szene in Deutschland.
[…]
Der Weltärztebund, der 117. Deutsche Ärztetag haben sich deutlich gegen jegliche Stigmatisierung, Pathologisierung oder Benachteiligung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung ausgesprochen.
Es ist ein Kreuz mit der Religiotie. Vereine, die obskuren Mittel und Methoden, wie in der Homo-Heilung angeboten, als Therapie präsentieren machen das ohne jedwede politische Sanktion.  Privilegien christlicher Organisationsformen. Die Politik stellt fest, ändern tut sich nichts. Wenn die CDU/CSU im Bundestag gegen Homo-Ehe, Adoptionsrecht für homosexuelle Paare debattiert, spricht sie den Betroffenen die Menschenwürde ab, so, als würde es das Grundgesetz nicht geben.
An dem Punkt der Menschenwürde kommt die katholische Bigotterie deutlich zum tragen, die römische Spukgestalt will nicht über Homosexuelle richten, praktizierte Homosexualität sei aber ein Sünde.
Auf der Webseite des BKÄ finden wir ein Gebet, ein besonderes Gebet, es soll hilfreich bei Homosexualität sein:

Neurologe Dr. H, März 2015:

Gebet ‚Gut in Form sein‘

Dreifaltiger, allmächtiger Gott,

forme die mir von Dir geschenkten Gedanken, Gefühle, Handlungen, Affekte, Triebe,

sowie meine Persönlichkeit, meinen Charakter, mein Unbewusstes so,

wie Du es willst, dann bin ich gut in Form!

Du allein kannst mir Wünsche, Neigungen, Grundsätze und Einsichten geben, die zu einer Wandlung führen!

Amen.

Der „allmächtige Gott“, der Homosexualität in seiner Schöpfung zulässt soll nun sein eigenes Tun verwerfen.

Es ließe sich noch viel zum BKÄ sagen, Lebensschutz, Demo für alle, Abtreibung. Diese Leute wollen ihre krude Lebensauffassung zur Maxime menschlicher Gesellschaft machen, dem gilt es ein entschiedenes Halt! entgegen zu werfen. Das ist Klerikal-Faschismus wie er im Buche steht.

Wehrmachtsausstellung: „Paulskirche war der richtige Ort“

Die Paulskirche im Herzen Frankfurts. Bild: FR
Die Paulskirche im Herzen Frankfurts. Bild: FR
20 Jahre danach: Frankfurt diskutiert den Kampf um die Wehrmachtsausstellung 1997. Es war ein nicht unumstrittener Bruch mit der Legende von der „sauberen“ Wehrmacht.

Von Claus-Jürgen Göpfert | Frankfurter Rundschau

So viele Emotionen, so viel Kontroverse, auch noch nach fast 20 Jahren. Die Menschen sitzen dichtgedrängt im Chagall-Saal des Schauspiels, während auf dem Podium ein spannendes Kapitel der Frankfurter Nachkriegsgeschichte noch einmal aufgeblättert wird: Der Kampf um die Wehrmachtsausstellung in der Paulskirche im Jahre 1997.

„Ein Schlag in die Magengrube“ sei diese Frankfurter Schau damals gewesen, erinnert sich der seinerzeitige Chef des FAZ-Feuilletons, Ulrich Raulff, heute Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach. Die Wehrmachtsausstellung dokumentierte die Verbrechen der deutschen Armee zwischen 1941 und 1944, ihre Beteiligung am systematischen Morden jüdischer Bürger, aber auch vieler anderer Menschen in den eroberten Gebieten.

„Diese Ausstellung hat die Tür zum 21. Jahrhundert aufgestoßen“, resümiert Raulff. Vor allem durch „den Gebrauch der Bilder“, der exemplarisch die Macht des Gezeigten demonstrierte. „Leichenberge, Erhängte, von Landsern aufgenommen“: Das hatte es so zuvor noch nicht gegeben in der Bundesrepublik, das war ein Tabubruch. Ein Bruch mit der Legende von der „sauberen“ Wehrmacht, die nicht beteiligt gewesen sei am blutigen Tun der SS und anderer Schergen.

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This Is How Coffee Changes Your DNA

Kaffeeduft
Kaffeeduft (CC-by-sa/3.0/en by Takkk)
You are what you eat, even on a genetic level. What you consume can affect your DNA and your health. So how does that apply to coffee?

By Madison Margolin | MOTHERBOARD

As one of humanity’s primary caffeine sources, coffee is among the world’s most popular drinks after tea—between 2015 and 2016, people consumed over nine billion kilograms of coffee. In this video, Trace Dominguez from DNews (Discovery News), a scientific YouTube channel, explained how our favorite pick-me-up can break your DNA.


In 1972, a study on coffee in Biophysical Journal found that caffeine binds to broken DNA, which occurs when there is a natural or chemical change in the strand. If caffeine were present during the formation of DNA, it could cause breaks in the chromosomes, threadlike structures that carry genetic information. That’s why pregnant women usually shouldn’t drink coffee, Dominguez said.

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