Bund Katholischer Ärzte: Dodo des Monats Oktober 2016


Dodo des Monats Oktober 2016 ©HFR
Dodo des Monats Oktober 2016 ©HFR

bkaeArbeitet man sich durch die Webseite des Bundes Katholischer Ärzte, dämmert die Frage auf, warum sich diese Ärzte nicht um kinderfickende Priester sorgen und diese mit ihren pseudowissenschaftlichen, esoterischen und theologischen Schamanentum versuchen zu heilen? Die Struktur des Webauftritts sorgt für ein matschiges Gehirn, der Leser, unterstellt werden ärztliche Kollegen, sieht sich einem intellktuellen Fimbul-Winter der Jesus-Nekromanten ausgesetzt. Man will an Gottes schwuler Schöpfung herumbasteln.

Die Abschaffung staatlicher Verfolgung, die stärker werdende Akzeptanz der Gesellschaft homosexueller Menschen gegenüber ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite, es gibt jede Menge religiös konnotierte Zeitgenossen, die Homosexuellen tagtäglich die Würde nehmen, die Menschenwürde. Nichts anderes ist es, wenn man Homosexualität als zu heilende Krankheit darstellt.  Katholiken wie wir sie im BKÄ finden, terrorisieren das Land, ihre Auffassung von Sexualität, Familie, Ehe ist die ihre und sollte eigentlich niemanden etwas angehen. Die Sexualität der Menschen ist belanglos, so, wie die Entdeckung schwuler Fruchtfliegenmännchen.

Wir interessieren uns nicht für die Sexualität anderer Menschen, wir wollen nicht wissen, welche Stellung, ob nun den Lotus-Sitz, den Side-Kick oder die pompöse Aussicht sie bevorzugen. So wenig sollte uns Homosexualität kümmern. Outings haben immer etwas von Rechtfertigungsdruck, Menschen erklären warum sie so sind, wie sie sind. Wer Homosexualität als Perversion menschlicher „Natur“ versteht ist pervers und gehört bei einem guten Therapeuten auf die Couch.

Im Sommer 2011 gingen die Wogen hoch. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) war sauer. Grund, eben jene Webseite des Bundes für Katholische Ärzte. Homo-Heilung mit Homöopathie, Hochpotenzen, Zucker gegen die abartigen Zeitgenossen.

Damals konnte man lesen, an den Spiegel gerichtet:

„Wir wissen von vielen homosexuell empfindenden Menschen, die sich in einer geistig-psychischen Notsituation befinden und stark leiden“

In einer Notsituation befinden sich homophobe, katholische Ärzte, die mittels zweifelhafter Therapien Geschäfte machen wollen.  Das ist wie der „Schwarze Anhauch“ von Tolkiens Ringeistern.

Die katholische Ausrede, lange gebeichtet und mit dem ego te absolvo sakrosankt geworden: „Die Webseite sei „lange nicht gepflegt“ worden – „weil das Thema derzeit für uns nicht brennend aktuell ist“.“

Der krude Mist homophober Attitüde ist immer noch sichtbar im Internet vorhanden.

In der Drucksache 18/2118, 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Volker Beck (Köln), Lisa Paus, Maria Klein-Schmeink, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist folgendes zu lesen:

[…]

Zu den Organisationen, die in Deutschland derartige Pseudotherapien anbieten und empfehlen, zählen unter anderem das Weiße Kreuz, Wüstenstrom, Leo e. V., der Bund katholischer Ärzte, das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft der Offensive Junger Christen e. V., eine Kommunität in der evangelische Kirche. Die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge e.V. ( A P S ) bot immer wieder ein Forum zur Propagierung solcher Ansätze. Im Internet informiert die Mission Aufklärung (www.mission-aufklaerung.de/) über die Hintergründer der Homo-„Heiler“-Szene in Deutschland.
[…]
Der Weltärztebund, der 117. Deutsche Ärztetag haben sich deutlich gegen jegliche Stigmatisierung, Pathologisierung oder Benachteiligung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung ausgesprochen.
Es ist ein Kreuz mit der Religiotie. Vereine, die obskuren Mittel und Methoden, wie in der Homo-Heilung angeboten, als Therapie präsentieren machen das ohne jedwede politische Sanktion.  Privilegien christlicher Organisationsformen. Die Politik stellt fest, ändern tut sich nichts. Wenn die CDU/CSU im Bundestag gegen Homo-Ehe, Adoptionsrecht für homosexuelle Paare debattiert, spricht sie den Betroffenen die Menschenwürde ab, so, als würde es das Grundgesetz nicht geben.
An dem Punkt der Menschenwürde kommt die katholische Bigotterie deutlich zum tragen, die römische Spukgestalt will nicht über Homosexuelle richten, praktizierte Homosexualität sei aber ein Sünde.
Auf der Webseite des BKÄ finden wir ein Gebet, ein besonderes Gebet, es soll hilfreich bei Homosexualität sein:

Neurologe Dr. H, März 2015:

Gebet ‚Gut in Form sein‘

Dreifaltiger, allmächtiger Gott,

forme die mir von Dir geschenkten Gedanken, Gefühle, Handlungen, Affekte, Triebe,

sowie meine Persönlichkeit, meinen Charakter, mein Unbewusstes so,

wie Du es willst, dann bin ich gut in Form!

Du allein kannst mir Wünsche, Neigungen, Grundsätze und Einsichten geben, die zu einer Wandlung führen!

Amen.

Der „allmächtige Gott“, der Homosexualität in seiner Schöpfung zulässt soll nun sein eigenes Tun verwerfen.

Es ließe sich noch viel zum BKÄ sagen, Lebensschutz, Demo für alle, Abtreibung. Diese Leute wollen ihre krude Lebensauffassung zur Maxime menschlicher Gesellschaft machen, dem gilt es ein entschiedenes Halt! entgegen zu werfen. Das ist Klerikal-Faschismus wie er im Buche steht.

Ein Gedanke zu “Bund Katholischer Ärzte: Dodo des Monats Oktober 2016

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s