Gewalt gegen Juden und Muslime in Sachsen


Konzentrationslager in Sachsenhausen © Mikel Larreategi @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Konzentrationslager in Sachsenhausen © Mikel Larreategi @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Brennende Synagogen und Geschäfte: Heute wird der Opfer der Pogromnacht von 1938 gedacht – auch in Sachsen. Wie judenfeindlich ist heute das Land, das wegen Gewalt gegen Flüchtlinge und Muslime ständig in die Schlagzeilen gerät?

Von Insa van den Berg | MiGAZIN

Es brennt. Schaulustige sammeln sich vor der Feierhalle auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Leipzig. Sie starren auf das Feuer, das in den Nebengebäuden wütet. Sie zucken mit den Schultern, drehen sich weg. „Ist doch nicht unser Haus.“ Dieser Satz hämmert in Anneliese Schellenbergers Kopf und Herz. „Dass ich mich heute noch daran erinnern kann, fast 80 Jahre später… Das zeigt doch, wie mich das schockiert hat.“ Die Leipzigerin war neun Jahre alt, als die Nationalsozialisten in der Pogromnacht am 9. November 1938 wüteten.

An rund 50 Orten in Sachsen wurden Synagogen, Geschäfte und Wohnungen zerstört. Hunderte Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt. Etwa 23.000 Juden lebten damals in Sachsen, weniger als ein halbes Prozent der Bevölkerung. Heute sind es in Sachsen mit seinen gut vier Millionen Einwohnern rund 2.500 Menschen jüdischen Glaubens. In den letzten beiden Jahren gab es laut Landeskriminalamt Sachsen jeweils rund 100 antisemitisch motivierte Straftaten. 2016 sind die Übergriffe nicht abgerissen: Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen.

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