Niqab in der Schule – Rechtsverschleierung


Der Niqab ist ein augenfälliges Symbol einer totalen Integrationsverweigerung / picture alliance
Der Niqab ist ein augenfälliges Symbol einer totalen Integrationsverweigerung / picture alliance
Die niedersächische Politik hat entschieden: Eine muslimische Schülerin darf in Vollverschleierung am Unterricht teilnehmen. Es ist auch die Kluft zwischen Recht und Wirklichkeit, die Menschen in die Arme von Populisten wie Donald Trump in den USA und der AfD in Deutschland treibt

Von Alexander Marguier | Cicero

Es sind Entscheidungen wie diese, die das Vertrauen in den Rechtsstaat erodieren lassen: Eine 16 Jahre alte Schülerin im Landkreis Osnabrück erscheint seit geraumer Zeit vollverschleiert zum Unterricht, obwohl sie damit gegen das niedersächsische Schulgesetz verstößt. Trotz mehrerer Überredungsversuche seitens des Lehrerkollegiums, den Niqab abzulegen, weigert sich das Mädchen, zumindest während des Schulbesuchs auf das Tragen dieser Tracht zu verzichten. Unlängst hatte sich der Kulturausschuss des niedersächsischen Landtags dieser Sache angenommen und jetzt entschieden: Die Schülerin, eine sunnitische Muslima, darf auch weiterhin in Vollverschleierung am Unterricht teilnehmen.

Niqab Teil eines Integrationsprozesses?

Die abenteuerliche Begründung: Es handele sich um einen „besonders gelagerten Einzelfall“; der Schulfrieden sei durch die Niqab-Trägerin nicht gefährdet, außerdem solle der Zehntklässlerin der Schulabschluss ermöglicht werden. Sanktionen gegen das vollverschleierte Mädchen, etwa in Form von Unterrichtsausschluss oder Schulverweis, seien „Maßnahmen, die den Integrationsprozess nicht unterstützen und daher für diesen Fall nicht als zielführend erachtet werden“, heißt es in einer Stellungnahme des niedersächsischen Kultusministeriums.

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Ein Gedanke zu “Niqab in der Schule – Rechtsverschleierung

  1. Rolo

    Was politsche Unterlassungen und Fehlentscheidungen anrichten können, zeigt gerade der Ausgang der amerikanischen Präsidentenwahl. Wer politisch so argumentiert darf sich nicht wundern, wenn er sich nach den Wahlen einen neuen Job suchen muss. Vielleicht ist das Vorgehen im oben genannten Falle menschlich gesehen ja nachfühlsam, einen Großteil der Bevölkerung könnten solche Entscheidungen jedoch dazu verleiten, ihren Unmut bei den nächsten Wahlen zum Ausdruck zu bringen. Wollen dies unsere Politiker nicht kapieren oder können sie es einfach nur nicht ?

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