„Außerirdisches“ Objekt auf Erde gestürzt

Das Rohr, das vom Himmel fiel. / Bild: Twitter
Das Rohr, das vom Himmel fiel. / Bild: Twitter
In Myanmar fiel ein meterlanger Metallzylinder aus heiterem Himmel zu Boden. Es dürfte ein Teil einer Rakete, eines Satelliten oder Flugzeugs sein.

Die Presse.com

Aus heiterem Himmel ist im Norden Myanmars (Burmas) ein riesiges Metallteil auf die Erde gestürzt, das vermutlich von einer Rakete, einem Satelliten oder Flugzeug aus China stammte. Wie die staatliche Zeitung „Global New Light of Myanmar“ am Freitag berichtete, krachte die Metallröhre mit einer Länge von 4,5 Meter und einem Durchmesser von wohl 1 Meter 70 auf das Gelände einer Jade-Mine in Hpakant im Bundesstaat Kachin.

Ein kleinerer Metallteil mit chinesischen Schriftzeichen durchschlug dem Bericht zufolge zeitgleich das Dach eines Hauses in einem nahen Dorf. Verletzt wurde niemand. Es werde angenommen, dass die Metallteile zu einem Satelliten oder einem Flugzeug- oder Raketenmotor gehörten, schrieb die Staatszeitung. Die Behörden prüften den Vorfall. Es gint auch Vermutungen, es sei ein Teil einer Rakete der „Langer Marsch“-Serie.

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You are fired!

US-Drohne. Bild: DoD
US-Drohne. Bild: DoD
Demnächst gebietet der prominente Pussygrabber „The Donald“ über eine Flotte an Mordrobotern, die seit einem Jahrzehnt in jedem Winkel der Erde Zielpersonen liquidieren. Nunmehr hat der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter den Journalisten Tilo Jung gebeten, nicht mehr von „Drohnenmorden“ zu sprechen.

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Juristisch vermag eine solche Verbalkastration nicht zu überzeugen. Von „Mord“ spricht man, wenn bei einer Tötung eines der in § 211 Strafgesetzbuch genannten Merkmale erfüllt ist.

So wird ein Mord mit der Folge einer lebenslänglichen Haft etwa dann angenommen, wenn die Tat „heimtückisch begangen wurde. Dies ist bei fliegenden Heckenschützen unzuweifelhaft der Fall:

Im Science Fiction-Film Terminator (1984) hatte man noch die Chance, den Mordroboter von einem Irrtum zu überzeugen oder sich sportlich einem Duell Mensch-gegen-Maschine zu stellen. Dreißig Jahre später sieht oder hört man seinen robotischen Killer nicht, wenn er seine Hellfire-Rakete aus bis zu 8 km Entfernung abfeuert. Diskussionen darüber, dass man nur das Opfer einer Namensverwechslung oder eines unsubstantiierten Verdachts geworden war, sind im Gegensatz zum dystopischen Fantasy-Film Brazil (1985) nicht mehr möglich.

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Türkei: Lebenslange Haft für Asli Erdogan gefordert

«Vergesst mich nicht. Und meine Bücher. Es sind meine Kinder» Bild: SRF/youtube.com
«Vergesst mich nicht. Und meine Bücher. Es sind meine Kinder» Bild: SRF/youtube.com
Die Schriftstellerin war im August wegen ihrer Arbeit für die Tageszeitung Özgür Gündem verhaftet worden

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Im August wurde die prokurdische Tageszeitung Özgür Gündem verboten, ein Teil ihrer Mitarbeiter wurde verhaftet. Nur wenige Tage später folgte die Verhaftung der Schriftstellerin Asli Erdogan und der Übersetzerin Necmiye Alpay. Fast drei Monate später hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben: Sie fordert lebenslange Haft für Erdogan und Alpay sowie weitere Haftstrafen für acht ehemalige Mitarbeiter von Özgür Gündem. Vorgeworfen wird den Autoren die Mitgliedschaft und Unterstützung der PKK. Beide Vorwürfe sind haltlos.

Die Festnahmen hatten im Sommer einen internationalen Aufschrei hervorgerufen. Intellektuelle und Aktivisten aus aller Welt, darunter Schriftstellerverbände wie der PEN, fordern die umgehende Freilassung. Erdogan, deren Bücher auch auf Deutsch erscheinen, ist international anerkannt. Die diesjährige Frankfurter Buchmesse wurde mit der Verlesung eines Briefes von Asli Erdogan eröffnet. Ihre Kolumne wird inzwischen von anderen Autoren fortgeführt; einige türkische Journalisten hatten ihre Beiträge zuletzt aus Angst zurückgezogen.

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Reformationsjubiläum: Jüdische Steuerzahler zahlen Judenhasserfete

Bild: tilly
Bild: tilly
Im Haushaltsplan, den der Bundestag Ende November verabschiedet, sind im Kulturhaushalt statt der vorgesehenen fünf Millionen Euro 11,65 Millionen Euro für das Reformationsjubiläum eingeplant. Der thüringische Abgeordnete Christian Hirte bestätigte die Erhöhung, nachdem die Weimarer „Thüringische Landzeitung“ zuerst von der Haushaltsaufstockung berichtete hatte.

evangelisch.de

Der Bund will seinen Zuschuss zum 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 mehr als verdoppeln. Statt der für das kommende Jahr vorgesehen fünf Millionen Euro sollen 11,65 Millionen als Bundeszuschuss zu den Feierlichkeiten fließen, bestätigte der CDU-Abgeordnete Christian Hirte am Freitag in Berlin.

Die in Weimar erscheinende „Thüringische Landeszeitung“ (Freitagsausgabe) hatte zuerst über die Erhöhung des Zuschusses berichtet, die vom Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen worden ist. Der Haushalt für 2017 soll Ende November vom Bundestag verabschiedet werden.

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Islamistische Facebook-Beiträge verhindern Polizei-Karriere

Facebook, der weltweit größte soziale Netzwerk im Internet © west.m @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Facebook, der weltweit größte soziale Netzwerk im Internet © west.m @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Wer „islamistische“ Beiträge auf Facebook verbreitet, darf keine Ausbildung bei der Polizei machen. Das entschied das Verwaltungsgericht Koblenz. Der Bewerber habe sich verfassungswidrige Aussagen zueigen gemacht.
 

MiGAZIN

Wer eine Ausbildung bei der Bundespolizei machen will, darf sich nicht mit „islamistischen“ Beiträgen bei Facebook betätigen. Das Verwaltungsgericht Koblenz wies in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung den Eilantrag eines jungen Mannes zurück, dessen Einstellung wegen fragwürdiger Internet-Aktivitäten abgelehnt worden war (AZ: 2 L 1159/16.KO). Der Bewerber habe unter anderem ein Video unter seinem Profil eingestellt, in dem es geheißen habe, nicht zu beten sei eine größere Sünde als einen Menschen zu töten.

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Tierschützer kritisieren Kirche wegen Hubertusmesse

Hubertusmesse der Kreisjägervereinigung Heidenheim in der katholischen Pfarrkirche zu Dischingen 2012. Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Hubertusmesse der Kreisjägervereinigung Heidenheim in der katholischen Pfarrkirche zu Dischingen 2012. Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Hubertusmessen, die vornehmlich von Jägern mitverantwortet und besucht werden, sind nicht mit der christlichen Ethik der Achtung vor dem Leben vereinbar, sagen Tierschützer.

Heidenheimer Zeitung

Im Vorfeld einer Hubertusmesse am 13. November in der katholischen Kirche Christkönig übt „Christen für Tiere“, eine Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA, scharfe Kritik an den Verantwortlichen der Kirchengemeinde für die Ausrichtung des Gottesdienstes.

Hubertusmessen, die vornehmlich von Jägern mitverantwortet und besucht werden, sind nicht mit der christlichen Ethik der Achtung vor dem Leben vereinbar: Sie bilden häufig den Auftakt zu Drückjagden, bei denen Hobbyjäger durch die Wälder ziehen und unzählige Tiere hetzen und töten. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd in deutschen Wäldern, denn sie ist nicht dazu geeignet, Wildtierpopulationen dauerhaft zu regulieren. Daher bittet „Christen für Tiere“ die Kirchenvertreter in einem Brief, sich künftig von den gewaltverherrlichenden Messen zu distanzieren.

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Australien kippelt mit den Jahreszeiten

Australien kippelt im Takt der Jahreszeiten hin und her © NASA
Australien kippelt im Takt der Jahreszeiten hin und her © NASA
Schwankender Kontinent: Australien bewegt sich im Takt der Jahreszeiten. Der Kontinent rutscht im Sommer einen Millimeter nach Nordwesten und kippt dort zwei bis drei Zentimeter nach unten. Im Südosten hebt sich der Festlandssockel dagegen um das gleiche Maß. Im Winter kehrt sich die Bewegung um, wie Forscher ermittelt haben. Die Ursache dafür: Die jahreszeitlich wechselnden Vereisungen verschieben das Massenzentrum der Erde.

scinexx

Das Schwerefeld unserer Erde ist nicht gleichförmig, sondern ähnelt eher einer zerbeulten Kartoffel. Denn die Dichte der Erdkruste, die Last von Eiskappen und Gletschern und auch die Verteilung des Wassers in den Ozeanen beeinflussen die Massenverteilung und damit auch die regionale Erdanziehungskraft. Messungen mit Satelliten wie GRACE zeigen, dass auch die wechselnde Eisverteilung der Jahreszeiten das Schwerefeld verändert.

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EKD weist Kritik eines israelischen Militärsprechers zurück

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
Die EKD hat die Kritik eines israelischen Militärsprechers im Zusammenhang mit einer ökumenischen Pilgerreise im Oktober nach Jerusalem zurückgewiesen. Dabei hatten der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (beide München), bei einem Besuch des Tempelbergs und der Klagemauer ihr Kreuz abgelegt.

kath.net

Laut Bedford-Strohm entsprach er damit sowohl am muslimischen Felsendom als auch an der jüdischen Klagemauer der Bitte von Mitarbeitern der zuständigen Verwaltung. Der israelische Militärsprecher Arye Shalicar forderte die Kirchenvertreter jetzt auf Facebook auf, öffentlich zu machen, welcher Sicherheitsdienst von jüdischer Seite gefordert habe, „aufgrund der angespannten Lage in Jerusalem“ ihre Glaubenssymbole nicht offen zu tragen, um angeblich „eine Provokation zu vermeiden“. Man sei „empört“ über diese Behauptung. Shalicar kritisierte ferner, dass die Kirchenleiter mit dem Entfernen ihrer Kreuze „vor den radikal-arabisch-muslimischen Gastgebern auf dem Felsendom eingeknickt“ seien.

EKD: Die Aufforderung kam nicht von israelischen Sicherheitskräften

Ein Sprecher des EKD-Kirchenamtes in Hannover äußerte sich auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zu der Kritik. Weder Bedford-Strohm noch Marx hätten „jemals geäußert, dass es eine Aufforderung von israelischen Sicherheitskräften an die beiden Vorsitzenden gegeben habe, ihre Glaubenssymbole nicht offen zu tragen oder abzulegen“. Die Bitte, die Kreuze abzunehmen, sei kurz vor dem Betreten des Felsendoms sowie am Ort der Begegnung mit den jüdischen Gastgebern durch dortige Vertreter der jeweiligen Religionsgemeinschaft erfolgt.

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„Alternative Rechte“: Amerikas Fremdenfeinde sitzen bald in der Regierung

Donald Trump als Pepe: Der Frosch ist das Wahrzeichen der
Donald Trump als Pepe: Der Frosch ist das Wahrzeichen der „Alt-Right“ Quelle: @trumpforwin/twitter
Donald Trumps Erfolg wurde getragen von der „Alt-Right“, der alternativen Rechten. Sie hält Weiße für klüger als Schwarze, diskriminiert Juden, fürchtet Einwanderung. Über ein gefährliches Netzwerk.

Von Hannes Stein | DIE WELT

Wer die „Alt-Right“ – die alternative Rechte in Amerika – verstehen will, muss zunächst verstehen, wofür in den Vereinigten Staaten die normalen Konservativen stehen – zumindest seit dem Sieg der Bürgerrechtsbewegung in den Sechzigerjahren.

Die normalen Konservativen stehen für einen Patriotismus, der für alle Amerikaner gilt, ganz gleich, welche Hautfarbe sie haben und welchen Gott sie anbeten. Ferner sind Amerikas Konservative für niedrige Steuern, damit der Kapitalismus möglichst ungebremst seine segensreiche Wirkung entfalten kann, und für einen schlanken Bundesstaat: So viel wie möglich soll auf der örtlichen Ebene entschieden werden, nicht in Washington.

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Wirtschaftsfaktor Hidschab – Halloween around the clock

Mode für die muslimische Frau © Mizaan
Mode für die muslimische Frau © Mizaan
Selbstbewusst und mit Chic: Designerinnen wie Meriem Lebdiri wollen europäische Mode mit islamischer Tradition verbinden, junge muslimische Modebloggerinnen präsentieren Hidschab-Trends.
 

Von Mirijam Bunjes | MiGAZIN

Blumenaufdrucke waren in Meriem Lebdiris Kollektion der Sommertrend 2016: Die Models ihres Labels „Mizaan„, arabisch für Balance, tragen geblümte, weit geschnittene und luftige Stoffe. Sie werden entworfen und genäht in Germersheim in Rheinland-Pfalz. Der Name Mizaan ist Konzept. Die Mode der in Algerien geborenen Pfälzerin soll scheinbare Widersprüche zusammenbringen.

Bedeckt und modern, muslimisch und westlich, traditionell und neu: So beschreibt die 29-jährige Designerin ihren Stil. Zum fußlangen Kleid mit Riesenblumen eine schlichte weiße Kopfbedeckung, zum fließend weißen Kimono ein Hidschab voll violetter Blumen. „Es ist die deutsche Version von modest fashion“, erklärt Lebdiri. Das ist „bedeckende Mode“, ein Trend, der auch von Designerlabels wie Dolce & Gabbana aufgegriffen wird.

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Sind Biologen frauenverachtende Rassisten?

Die Linné-Medaille wird von der Linnean Society of London seit 1888 jährlich vergeben. Bild: PD
Die Linné-Medaille wird von der Linnean Society of London seit 1888 jährlich vergeben.
Bild: PD
Am 6. Oktober 2016 legte das Stadtarchiv Freiburg i. Br. nach vierjähriger Bearbeitungszeit einen Bericht zur Überprüfung der Straßennamen dieser beliebten süddeutschen Metropole vor.

Von Ulrich Kutschera | Richard-Dawkins-Foundation

Zu diesem „Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen“ äußerte sich Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) wie folgt: „Unser Dank gilt der äußerst intensiven Arbeit der Mitglieder der Kommission.“ Welche geistigen Leistungen wurden hier gewürdigt?

Carl von Linné als Vordenker der Biologie

Die Universität Freiburg hat über Jahrzehnte hinweg eine international renommierte Fakultät für Biologie aufgebaut, welcher auch der Autor dieses Beitrags seine solide wissenschaftliche Ausbildung zu verdanken hat. Wir wollen uns nachfolgend bzgl. der Straßennamen-Empfehlungen dem Begründer der biologischen Systematik, Carl von Linné (1707-1778) zuwenden, der demnächst mit einem Ergänzungsschild gewürdigt werden soll.

Im Abschlussbericht der Freiburger Kommission wird dargelegt, dass 1966, ohne Begründung, der Name „Linné-Straße“ eingeführt worden sei. Carolus Linnaeus, später in den Adelsstand erhobener schwedischer Naturforscher und Urvater der Bio-Systematik, publizierte 1735 die erste Auflage seines bahnbrechenden Werks „Systema Naturae“.

Wie sein Königsberger Professoren-Kollege Immanuel Kant (1724-1804) unterteilte Linné damals die Menschen, nach ihrer geographischen Verbreitung, in die ethnischen Gruppen Europäer, Amerikaner, Asiaten und Afrikaner und schrieb diesen „Menschenrassen“ typische Charaktereigenschaften zu. Die Linné-Kant’schen Thesen (publiziert 1735 bzw. 1775) basierten u. a. auf Reiseberichten und können nicht im Sinne eines heutigen, menschenverachtenden „Rassismus“ interpretiert werden.

Feministisch-genderistische Fehldeutungen

Die Freiburger Kommission schlug das folgende Ergänzungsschild vor: „Carl von Linné (1707-1787), Schwedischer Naturforscher und Begründer der biologischen Systematik, Vordenker einer biologistisch begründeten Geschlechterhierarchie und Rassenlehre.“ Als Begründung wird von den Damen und Herren u. a. die bereits oben angesprochene Linné-Kant’sche Unterteilung der Menschen in vier ethnische Gruppen genannt.

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Frankreich: Zu wenig AKW

Aufgrund außerplanmäßiger Revisionen fährt Frankreichs AKW-Flotte derzeit mit verminderter Kraft. Im Falle von Kälteeinbrüchen könnte es daher eng werden

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Der französische Übertragungsnetzbetreiber RTE (Réseau de transport d’électricité) warnt vor Versorgungsengpässen im kommenden Winter. Das berichtet die Plattform Energy & Management. Sollte es ein normaler Winter werden, sei nicht mit Problemen zu rechnen.

Anders sehe es allerdings aus, wenn es stärkere Kältebrüche gebe. Da in Frankreich sehr viele Menschen elektrisch Heizen könnte es dann vor allem zu den Verbrauchsspitzenzeiten zwischen 18 und 20 Uhr zu Engpässen kommen. Jedes zusätzliche Minusgrad bedeute einen Bedarf von 2400 Megawatt (MW), was in etwa der Leistung zwei Großkraftwerken entspricht.

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Mein Blut für eine Green Card

Bild: © Neue Visionen
Bild: © Neue Visionen
Von Green Card Soldiers und verrückten weißen Männern: Rafi Pitts’ „Soy Nero“ zeichnet ein tristes Bild der Migration

Von Karsten Munt | TELEPOLIS

Ein paar Männer spielen am Strand Volleyball. Statt eines Netzes trennt die Spieler ein gewaltiger Zaun. Es ist der Grenzzaun, der sich zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten durch den Sand bis in das Wasser des Pazifik schiebt. Der Strand, der wenige Kilometer weiter ein schönes Panorama für Postkarten bildet, wird hier von einer rostigen Eisenpalisade geteilt.

Der junge Nero (Johnny Ortiz) steht auf der mexikanischen Seite dieser Palisade. Sie trennt ihn von seinem Bruder und einer Zukunft in den USA. Er muss die Grenze überqueren. Im Schutze des Feuerwerks der Silvesternacht schafft er es.

Per Anhalter durchquert Nero die toten Landstriche des amerikanischen Grenzgebiets. Nur die Windparks täuschen hier noch eine Form von Leben vor. Regisseur Rafi Pitts stellt dem mythischen Versprechen eines neuen Lebens bereits kurz hinter der Grenze desolate Landschafen und damit die amerikanische Realität entgegen. Auch Beverly Hills, das Nero am Ende seines Los-Angeles-Trips erreichen wird, wirkt wie eine groteske Karikatur dieses Versprechens.

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Frankfurt: AfD hält an Beisitzerin fest

Protest gegen die AfD im Frankfurter Römer. (Archivbild) Foto: Christoph Boeckheler
Protest gegen die AfD im Frankfurter Römer. (Archivbild) Foto: Christoph Boeckheler
Obwohl seine Beisitzerin Iris Leibbrand auf Facebook Videos mit antsemitischen Inhalten gepostet hat, will der Frankfurter AfD-Kreisverband keine Konsequenzen ziehen. Leibbrand will die Beiträge versehentlich gepostet haben.

Von Danijel Majic | Frankfurter Rundschau

Obwohl sie bei Facebook Videos mit verschwörungstheoretischen und antisemitischen Inhalten verbreitet hat, will der Vorstand des Frankfurter Kreisverbands der AfD an seiner Beisitzerin Iris Leibbrand festhalten. Wie Pressesprecher Markus Fuchs auf Anfrage der FR erklärte, habe der Vorstand mit Leibbrand über ihre Facebook-Aktivitäten gesprochen.

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Breitbart.com: Das Sturmgeschütz der Demagogie

 Donald Trump holte sich Stephen Bannon (l.) in sein Team. Der vormalige Chef der Website breitbart.com steht für die konsequenteste Form politischer Rücksichtslosigkeit. © Kirk Irwin/Getty Images, Darren Hauck/Getty Images
Donald Trump holte sich Stephen Bannon (l.) in sein Team. Der vormalige Chef der Website breitbart.com steht für die konsequenteste Form politischer Rücksichtslosigkeit. © Kirk Irwin/Getty Images, Darren Hauck/Getty Images
Breitbart.com war Donald Trumps publizistischer Rückhalt im Wahlkampf. Nach seinem Triumph will das rechtspopulistische Nachrichtenportal expandieren – und künftig wohl auch in Deutschland dabei helfen, die AfD nach oben zu bringen.

Von Patrick Rösing | stern.de

Donald Trumps Wahlkampf war für ihn auch immer ein persönlicher Kampf gegen die Leitmedien der USA, die er fast geschlossen gegen sich hatte. Je mehr seiner Fehltritte sie enthüllten, je öfter sie ihm die Eignung für das Präsidentenamt absprachen und je kleiner sie seine Chancen auf einen Sieg schrieben, desto größer wurde seine Verachtung für „Washington Post“, „New York Times“ und Co, die er als „ekelhaft und korrupt“ beschimpfte.

Aber auch Trump hatte mediale Unterstützung, die nicht zu unterschätzen ist: Breitbart.com. Die rechtspopulistische Nachrichtenseite feuert scharf gegen alles, was ihr nicht konservativ genug ist. Dabei trifft es längst nicht nur Demokraten. Auch Republikaner, die den Schreibern zu lax sind, werden gern ins Visier genommen. Kolumnist Milo Yanoupoulos, eines der bekanntesten Gesichter der Seite, hetzt hemmungslos gegen Schwarze, Frauen oder Linke.

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Neubesiedlung von Kloster Neuzelle – jede Menge Steuergelder investiert

Inneres der Klosterkirche. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ MyBBCoder
Inneres der Klosterkirche. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ MyBBCoder
Brandenburgisches Zisterzienserkloster war 1817 säkularisiert worden und soll 2018 von Österreich aus wiederbelebt werden – Abt Heim: Entscheidung soll „Hoffnungszeichen für Suchende“ bringen

kath.net

Das Stift Heiligenkreuz will das ostdeutsche Kloster Neuzelle neu besiedeln. In einer Kapitelsitzung am Donnerstag entschieden die Mönche, einer diesbezüglichen Einladung des Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt zu folgen. Die in Brandenburg befindliche Zisterziensergründung Neuzelle war 1817 – vor 199 Jahren – säkularisiert worden. Vorbereitende Gespräche und weitere Klärungen würden nun starten, hieß es. 2018 soll das Priorat Neuzelle kirchenrechtlich errichtet werden und das Klosterleben sowie die Seelsorge mit acht Mönchen beginnen.

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HDP-Vorsitzender Demirtaş in berüchtigtem Foltergefängnis in Haft

Der HDP-Co-Vorsitzende Selahattin Demirtaş wurde in das berüchtigte Foltergefängnis in Edirne gebracht. Dieses geschlossene Gefängnis vom Typ F ist – wie das in Diyarbakir – bekannt für Rechtsverletzungen, Folter und Misshandlung. Aysel Tuğluk, Mitglied des Democratic Society Congress (DTK), traf dort Demirtaş.

Von Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Tuğluk berichtet, dass Selahattin Demirtaş in einer Einzelzelle in Isolationshaft gehalten wird. Seine Kleidung und Bücher, die er in seinem Koffer hatte, sind beschlagnahmt worden. Die Zelle ist nur mit einem Bett und einer Decke ausgestattet. Es wird ihm nicht erlaubt, die Gemeinschaftsräume zu besuchen.

Schon in den 1980er Jahren gehörte das Gefängnis von Edirne zu den berüchtigten Foltergefängnissen. Der gegenwärtige Gefängnischef Haydar Ali Ak wurde vor zwei Jahren nach Edirne versetzt, nachdem er sich mit den Folterungen in den Gefängnissen in Bolu, Erzurum und Tekirdağ einen Namen gemacht hatte. Dass Demirtas in dieses Gefängnis gebracht wurde, ist kein Zufall.

Einerseits ist er dort unter der „strengen“ Aufsicht des berüchtigten Gefängnischefs, andererseits weit genug weg von seiner Familie, die im Südosten der Türkei lebt. Auch dies ist eine Taktik der Regierung: Sie verlegt die politischen Gefangenen in weit entfernte Hochsicherheitstrakte, damit es für die Familie fast unmöglich ist, sich um die Inhaftierten zu kümmern. In diesem Gefängnis sind Besuche nur mit hohen bürokratischen Hürden und Schikanen möglich.

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How We Plan to Cover the Environment In a Trump Presidency

trump

Our nation is about to embark on a four year journey under the presidency of Donald Trump, a demagogue who successfully agitated a rash of scientific doubt throughout his campaign. A man who once called climate change a hoax created by the Chinese. A man who promised the working class that he’d revive a dying coal industry so vigorously, yet so impossibly, that it would increase GDP by $100 billion annually and create hundreds of thousands of new jobs for Americans.

By Sarah Emerson | MOTHERBOARD

While many aspects of his leadership are ambiguous for now—Trump skimped on policy details during the election—the impact of his appointments will likely resonate throughout the environment, climate, and energy industry. And for anyone still doubting the force of his impact, Trump has spoken in plain words about dismantling the framework that many believe would have reduced carbon emissions and weaned us off fossil fuel power.

During his speech today, President Obama said that in spite of the new course that’s been charted for our nation, “we’re all on the same team.” For many citizens, this couldn’t be farther from the truth, and that’s why our environmental coverage must reflect the social disparity of issues pertaining to climate, energy, and science.

Now more than ever, topics that may have seemed esoteric or elitist to some must be explored in the interest of communities, families, and individuals everywhere. With a persuasive science-skeptic helming our country, we can’t afford to increase the partisan divide any wider than it already is, especially when the threat of climate change is most certainly a global one.

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