You are fired!


US-Drohne. Bild: DoD
US-Drohne. Bild: DoD
Demnächst gebietet der prominente Pussygrabber „The Donald“ über eine Flotte an Mordrobotern, die seit einem Jahrzehnt in jedem Winkel der Erde Zielpersonen liquidieren. Nunmehr hat der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter den Journalisten Tilo Jung gebeten, nicht mehr von „Drohnenmorden“ zu sprechen.

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Juristisch vermag eine solche Verbalkastration nicht zu überzeugen. Von „Mord“ spricht man, wenn bei einer Tötung eines der in § 211 Strafgesetzbuch genannten Merkmale erfüllt ist.

So wird ein Mord mit der Folge einer lebenslänglichen Haft etwa dann angenommen, wenn die Tat „heimtückisch begangen wurde. Dies ist bei fliegenden Heckenschützen unzuweifelhaft der Fall:

Im Science Fiction-Film Terminator (1984) hatte man noch die Chance, den Mordroboter von einem Irrtum zu überzeugen oder sich sportlich einem Duell Mensch-gegen-Maschine zu stellen. Dreißig Jahre später sieht oder hört man seinen robotischen Killer nicht, wenn er seine Hellfire-Rakete aus bis zu 8 km Entfernung abfeuert. Diskussionen darüber, dass man nur das Opfer einer Namensverwechslung oder eines unsubstantiierten Verdachts geworden war, sind im Gegensatz zum dystopischen Fantasy-Film Brazil (1985) nicht mehr möglich.

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