Die Türkei und das PKK-Problem


HPG - der militärische Arm der PKK
HPG – der militärische Arm der PKK
Der Konflikt mit der PKK eskaliert wieder – auch, weil die AKP ihn mit allen Mitteln anheizt. Die Interessenlage einzelner Akteure bleibt undurchsichtig

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

In der weitestgehend gleichgeschalteten türkischen Presselandschaft hat sich im Laufe der letzten zwei Wochen etwas gewandelt. Stand bisher Fethullah Gülen als der große Teufel im Zentrum der Aufmerksamkeit, ist es nun wieder die PKK.

Verwirrung herrscht um einen Autobombenanschlag am vergangenen Freitagmorgen in Diyarbakir. Die Bombe detonierte vor dem Polizeihauptquartier, in dem sich kurz zuvor noch die in der vorangegangenen Nacht festgenommenen HDP-Politiker befunden hatten, darunter auch die Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag. Elf Menschen starben, und die ersten Vermutungen machten die PKK als Täter aus. Ein Racheakt für die Festnahmen, hieß es.

Nur war da noch nicht bekannt, wen die Bombe beinahe erwischt hätte. Wenig später bekannte sich der IS – eine Woche zuvor hatte IS-Anführer Baghdadi seine Anhänger dazu aufgerufen, die Türkei zu bekämpfen. Inzwischen aber, so heißt es, haben sich auch die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) zu dem Anschlag bekannt – und der HDP-Politiker Ertugrul Kürkcü kritisierte die PKK für ihre „blinde Gewalt“. Zugleich meldete die PKK-nahe Nachrichtenagentur ANF, der PKK-Kämpfer Kemal Hakkari sei für den Anschlag verantwortlich.

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