Theologieprofessorin: Krampfhafte Selbstsorge prägt die Zeit

In der modernen Gesellschaft leiden nach Einschätzung der Theologieprofessorin Christiane Tietz viele Menschen an einer krampfhaften Sorge um sich selbst.

evangelisch.de

Die aktuelle Zeit sei bestimmt „durch tiefgehende Sorge von Menschen darum, zu kurz zu kommen, nicht genug für sich selbst zu haben“, sagte die Leiterin des Instituts für Hermeneutik und Religionsphilosophie der Universität Zürich am Dienstag in Bielefeld. „Es ist für diese Menschen offenbar nicht mehr spürbar, dass sie einen Wert haben, dass sie anerkannt sind und bedeutsam.“

Diese Sorge sei bei der US-Präsidentschaftswahl „in beängstigender Weise“ deutlich geworden, sagte Tietz in einem Vortrag mit dem Titel „Von der Freiheit und Unfreiheit eines Christenmenschen“ vor der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen. „Wer formuliert: ‚America first‘, bei dem scheint die Botschaft von der Zuwendung Gottes allein aus Gnade noch nicht angekommen zu sein“, fügte die Theologin mit Blick auf den Wahlkampf-Slogan des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hinzu.

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So stellt sich die AfD deutschen Sexualkunde-Unterricht vor

 Sexualkunde-Unterricht soll nicht nur vermitteln, wie die Gebärmutter funktioniert und wie man beim Sex verhütet. Die AfD fürchtet so eine
Sexualkunde-Unterricht soll nicht nur vermitteln, wie die Gebärmutter funktioniert und wie man beim Sex verhütet. Die AfD fürchtet so eine „Frühsexualisierung“ von Kindern. © Julian Stratenschulte/DPA
Werden unsere Kinder in der Schule viel zu früh über Homo-, Trans- und Bisexualität unterrichtet? Die AfD meint, ja. Mit dem neuen Positionspapier zum Reizthema Sexualkunde-Unterricht will die Partei ein Zeichen gegen die „Frühsexualisierung“ setzen. Die Grünen sind entsetzt.

stern.de

Die AfD wendet sich gegen eine ihrer Ansicht nach zu frühe Aufklärung von Kindern über sexuelle Vielfalt. Statt Homo-, Trans- und Bisexualität solle im Sexualkundeunterricht vielmehr die klassische Familie und die Ehe zwischen Mann und Frau als „primäres Lebensziel“ vermittelt werden, heißt es in einem Positionspapier, das der Vorsitzende der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, am Dienstag in Magdeburg vorstellte. Konkrete Beispiele aus Lehrplänen oder Schulbüchern nannte er nicht. Man wolle präventiv ein Zeichen setzen. Die „Magdeburger Erklärung zur Frühsexualisierung“ wurde nach einer Sitzung aller AfD-Landtagsfraktionen in Magdeburg erstellt.

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Käßmann nennt Steinmeier-Kandidatur „wunderbar“

Margot-KässmannDie Theologin Margot Käßmann hat die Nominierung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Kandidat für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck als „wunderbar“ bezeichnet.

 

evangelisch.de

„Der Mann ist Protestant, aber ich glaube, dass er über Grenzen hinweg denken kann“, sagte die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und derzeitige Botschafterin für das 500. Reformationsjubiläum 2017 der „Heilbronner Stimme“ (Dienstagsausgabe).

Käßmann war selbst kürzlich als mögliche Kandidatin für das höchste Staatsamt im Gespräch gewesen, hatte jedoch erklärt, sie stehe für das Amt nicht zur Verfügung. Als Grund nannte die 58-jährige Theologin in dem Interview: „Jeder muss auch wissen, was er selbst am besten kann und was nicht so gut. Mein Feld ist das Kirchliche und nicht die politische Diplomatie.“

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Völkischer Regionalismus in Deutschland

Bundesweit existieren keine braunen Terrorstrukturen. Lokal oder regional sehen die Behörden jedoch Ansätze von rechten Terrorgruppen oder kriminellen Vereinigungen

Von Michael Klarmann | TELEPOLIS

Kann man in Deutschland angesichts der Welle von politisch rechts motivierter Angriffe auf Geflüchtete, deren Helfer, Migranten, Behördenvertreter und Politiker von einem neuen braunen Terror sprechen? Obschon das Bundeskriminalamt (BKA) befürchtet, dass die Zahl der Toten durch rechte Attacken steigt, sieht man bundesweit keinen völkischen Terror. Indes gebe es auf lokaler oder regionaler Ebene Ansätze dazu oder rechtsterroristische und -kriminelle Strukturen, berichtete unlängst Zeit-Online mit Verweis auf ein internes BKA-Lagebild. Exemplarisch für den braunen Regionalismus steht die „Gruppe Freital“, der die Bundesanwaltschaft vorwirft, eine rechtsterroristische Vereinigung zu sein.

Das BKA könne eine bundesweit gesteuerte Strategie bei rechten Angriffen nicht erkennen, so Zeit-Online. Man erkenne jedoch die Gefahr einer „hohen Straftatendichte in einzelnen Regionen“ und befürchte „nicht nur schwerste Gewaltstraftaten durch Einzeltäter oder Kleinstgruppen, sondern auch die Bildung terroristischer/krimineller Gruppen innerhalb des rechten Spektrums“. Was die „Zeit“-Journalisten knapp mit den Worten „Terrorzellen also“ umschreiben, erinnert frappierend an das Strategiekonzept der „National befreiten Zone“ (NBZ), welches NPD und Neonazi-„Kameradschaften“ seit den 1990er Jahren verfechten.

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Todesurteil gegen Ex-Präsidenten Mursi aufgehoben

Der damalige ägyptische Präsident Mohammed Mursi im Jahre 2012.Foto: dpa
Der damalige ägyptische Präsident Mohammed Mursi im Jahre 2012.Foto: dpa
Das höchste Bundesgericht in Ägypten hat die Todesstrafe gegen den ehemaligen Präsidenten Mohammed Mursi aufgehoben. Der Prozess wird neu aufgerollt.

DER TAGESSPIEGEL

Der Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi wegen eines Gefängnisausbruchs wird neu aufgerollt. Mit dieser Entscheidung hob das höchste Berufungsgericht des Landes am Dienstag die in dem Fall verhängte Todesstrafe gegen den Islamisten auf, wie die staatlichen Zeitung Al-Ahram meldete.

Muslimische Studenten dürfen in Uniräumen nicht mehr beten

Stuttgart: Hausordnung wurde nach Zwischenfällen verschärft – Eines der anfallenden Probleme ist offenbar, dass sich im Islam Männer und Frauen zum Gebet trennen

kath.net

Nachdem es immer wieder Streit gab, weil muslimische Studenten in der Bibliothek beten wollten, hat die Universität Stuttgart die Hausordnung verschärft. Demnach sind „Veranstaltungen nicht universitären Charakters“ und „religiöse Veranstaltungen und Zusammenkünfte“ genehmigungspflichtig. Das bestätigte der Pressesprecher Hans-Herwig Geyer der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Es kam in beiden Universitätsbibliotheken in den zurückliegenden Monaten zu Situationen, bei denen muslimische Gläubige zwischen Bücherregalen beteten. Dabei wurde von muslimischen Kommilitonen versucht, Studierende und Beschäftigte am Eintreten in diese Bibliotheksräume zu hindern mit der Begründung, betende Gläubige nicht stören zu dürfen.“ Geyer stellt klar: „Die Universität ist ein säkularer Lernort. Möglichkeiten zum Beten bestehen in Räumen der Stille am ökumenischen Zentrum, das nicht zur Universität gehört und in den campusnahen Kirchen und Moscheen.“

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Deutsche Medien solidarisieren sich mit „Cumhuriyet“-Redaktion

'Wir werden uns nur unserem Volk und unseren Lesern beugen.'' sagt Chefredakteur Sabuncu. / Bild: (c) APA/AFP/OZAN KOSE (OZAN KOSE)
‚Wir werden uns nur unserem Volk und unseren Lesern beugen.“ sagt Chefredakteur Sabuncu. / Bild: (c) APA/AFP/OZAN KOSE (OZAN KOSE)
Zum „Writers-in-Prison-Day“ am 15. November veröffentlichen zahlreiche deutsche Medien einen Text der türkischen Kollegen der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“.

Die Presse.com

In der Türkei sind mittlerweile 142 Journalisten in Haft. Erst Anfang November wurde 13 Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ festgenommen. Aus Solidarität mit den bedrohten Kollegen veröffentlichen mehr als 30 deutsche Tageszeitungen und Onlineredaktionen einen Gastbeitrag der „Cumhuriyet“- Redaktion.

„Wir beobachten seit Monaten, wie sehr die Pressefreiheit in der Türkei unter Druck gerät und dass Kolleginnen und Kollegen festgenommen werden“, sagte Bascha Mika, Chefredakteurin der „Frankfurter Rundschau“, auf deren Initiative die Solidaritätsaktion zurückgeht, am Montag. „Wir leben in Deutschland in relativer Sicherheit, das heißt aber nicht, dass wir uns zurücklehnen dürfen.“

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„Die Sekte der Folterer“, ARD: Gefangen im Spinnennetz

Alpenidylle am Fuße der Anden. Foto: SWR
Alpenidylle am Fuße der Anden. Foto: SWR
Ein Dokumentarfilm belegt das jahrzehntelange Versagen deutscher Diplomaten im Falle des Folterlagers Colonia Dignidad.
 

Von Daland Segler | Frankfurter Rundschau

Der Skandal war früh bekannt. Schon 1981 drehte die DEFA den Film „Die Kolonie“, 1986 folgte Orlando Lübberts gleichnamiger Film mit Michael Degen in der Hauptrolle. Aber es sollte noch 20 Jahre dauern, bis dem Treiben des Kinderschänders und Mörders Paul Schäfer ein Ende gesetzt wurde. Denn er war Gründer und Kopf der „Kolonie“, die in der realen Welt „Colonia Dignidad“ hieß, eine Siedlung von deutschen Evangelikalen in Chile, die bald zu einem Alptraum für die Bewohner wurde, denn Schäfer unterjochte sie und misshandelte und vergewaltigte die Kinder.

Jetzt rollen Ulli Neuhof und Klaus Weidmann den Skandal noch einmal mit ihrem Dokumentarfilm „Colonia Dignidad – Die Sekte der Folterer“ auf. Erstaunlich dabei, das sie die Vorgängerfilme nicht erwähnen, denn deren Existenz unterstreicht noch einmal die Diskrepanz zwischen den ungeheuerlichen Vorgängen und der Ignoranz der bundesdeutschen Diplomatie. Die Botschaft in Chiles Hauptstadt Santiago wusste Bescheid über die Vorgänge im Lager, sie half Schäfer, sie ließ die aus der Colonia Geflohenen dorthin zurückbringen und sie finanzierte die mörderische Sekte jahrzehntelang über Rentenzahlungen, die niemals überprüft wurden.

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Erdogan stellt der EU ein Ultimatum bis Jahresende

Bild: Magazin "The Economist"
Bild: Magazin „The Economist“
Der türkische Präsident Erdogan stellt der EU wegen des Beitrittsverfahrens der Türkei ein Ultimatum bis zum Jahresende. Dann solle des türkische Volk darüber entscheiden. Außenminister Steinmeier setzt bei seinem Türkeibesuch am Dienstag auf Dialog. Er will aber auch Oppositionelle treffen.

DIE WELT

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat der Europäischen Union im Beitrittsverfahren seines Landes indirekt ein Ultimatum gestellt. Erdogan sagte am Montag im türkischen Fernsehen, seine Regierung wolle noch „bis Ende des Jahres Geduld zeigen“. Danach solle das türkische Volk entscheiden, fügte Erdogan hinzu. Am Sonntag hatte Erdogan in der Zeitung „Hürriyet“ ein Referendum über den EU-Beitrittsprozess ins Gespräch gebracht, ohne dafür ein Datum zu nennen.

Erdogan zeigte sich erbost über EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD), welcher der „Bild am Sonntag“ am Wochenende gesagt hatte, die EU werde angesichts der aktuellen Verhaftungswelle in der Türkei „darüber nachdenken müssen, welche wirtschaftlichen Maßnahmen wir ergreifen können“. Er könne sich „nicht vorstellen“, dass die EU nach der jüngsten Verhaftungswelle in der Türkei „die Zollunion ausweiten“ werde, fügte Schulz hinzu.

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Lebt da was?

Image credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
Sonnenuntergang auf dem Mars. Image credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
Mit den Fortschritten bei Robotik und Biotechnologie stellt sich eine uralte Frage neu: Was ist Leben? Die Antwort ist entscheidend für die Suche nach Lebensspuren im All.

Von Birgit Herden | Technology Review

Kein Leben. Nur wüste Leere, zerfurchter grauer Fels unter einem strahlend blauen Erdenhimmel. Jean-Pierre de Vera steht in einem namenlosen Tal nahe dem Südpol, dick verpackt im Polaranzug, um ihn herum grenzenlose Weite. Viele Wochen hat der Biologe gebraucht, um hierher zu gelangen, hat sich mit den Kollegen durch Treibeis und Schneestürme gekämpft. Bei in diesem Teil der Welt sommerlichen 15 Grad unter null wandert er nun durch eine Landschaft aus erodiertem Tiefengestein, die Geologen als „Mars-Analog“ bezeichnen.

Und es scheint, als hätte hier am Ende der Welt das irdische Leben kapituliert. Erst als der Helikopter den Biologen ein zweites Mal in der eisigen Wüste absetzt, gelingt ihm die ersehnte Entdeckung: ein winziger gelber Fleck, mit dem bloßen Auge kaum auszumachen. Dann noch ein Fleck, und dann ein grünen Schleier. „Als mein Auge erst einmal geschult war, konnte ich plötzlich überall Flechten und Bakterien nachweisen“, erzählt de Vera, inzwischen von der Ganovex-11-Expedition zurückgekehrt.

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CO2 steigt weiter – trotz stagnierender Emissionen

Bild: energiedialog-wasserburg.de
Bild: energiedialog-wasserburg.de

Paradoxe Zunahme: Obwohl die anthropogenen Treibhausgas-Emissionen seit drei Jahren fast stagnieren, hat das CO2 in der Atmosphäre einen neuen Wachstumsrekord erreicht. 23 Gigatonnen CO2 gelangten im Jahr 2015 in die Luft, 2016 könnten es sogar 25 Gigatonnen werden. Der Grund dafür: Wärme und Trockenheit vor allem in den Tropen hemmen die Pufferwirkung der Landökosysteme.

scinexx

Eigentlich gibt es Grund für zumindest ein wenig Hoffnung: 2016 werden die weltweiten CO2-Emissionen wahrscheinlich zum dritten Mal in Folge nahezu stagnieren. Laut Berechnungen des Global Carbon Project (GCP) wird der CO2-Ausstoß durch fossile Energien und Industrie dieses Jahr etwa bei 36,4 Gigatonnen (Gt) liegen. 2015 lag er bei 36,3 Gt und 2014 bei 36,2 Gt. Das könnte bedeuten, dass der Klimaschutz es geschafft hat, zumindest das ungebremste Wachstum der Emissionen einzugrenzen.

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Salafismus: Koran-Verteilaktionen „Lies!“ verboten

 Die Koran-Verteilaktion
Die Koran-Verteilaktion „Lies!“ soll verboten worden sein. Foto: dpa
Am Morgen durchsucht die Polizei mit einem Großaufgebot Wohnungen und Büros der Salafisten-Szene. Es geht um die Koran-Verteilaktionen „Lies!“. Schwerpunkt ist Hessen.
 

Frankfurter Rundschau

In zehn Bundesländern ist die Polizei mit einer Großrazzia am frühen Dienstagmorgen gegen mutmaßliche Unterstützer der islamistischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgegangen. Hunderte Polizisten durchsuchten nach Informationen der Presse aus Sicherheitskreisen mehr als 200 Wohnungen und Büros von Organisatoren und Anhängern der radikal-salafistischen Vereinigung „Die wahre Religion“, die hinter umstrittenen Koran-Verteilaktionen in deutschen Städten steht.

Salafisten vertreten einen am Koran orientierten besonders konservativen Ur-Islam, lehnen westliche Demokratien ab und wollen eine Ordnung mit islamischer Rechtsprechung, der Scharia.

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300. Todestag von Leibniz: Ein großer Geist, der sich verzettelte

Gipsbüste von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) in der Leibniz Bibliothek Hannover. ©dpa
Gipsbüste von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) in der Leibniz Bibliothek Hannover. ©dpa
Er war einer der bedeutendsten Universalgelehrten der Wissenschaftsgeschichte: Warum Gottfried Wilhelm Leibniz, gestorben an diesem Montag vor dreihundert Jahren, in seiner Heimat einen schweren Stand.

Von Helmut Mayer | Frankfurter Allgemeine

Calculemus: Lasst uns rechnen! So lautet ein berühmtes Diktum von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 bis 1716). Tatsächlich scheint es in ein einziges Wort zu fassen, was einem der bedeutendsten Universalgelehrten der Wissenschaftsgeschichte von früh an vorschwebte. Es war nicht bloß der Computer, zu dem er mit seiner Rechenmaschine und der binären Notation, die seine mathematischen Zeitgenossen so wenig interessierte, den Pfad legte. Es ging darum, eine Art Alphabet der Gedanken zu entwerfen, das womöglich sogar den Weg zu einer universalen Wissenschaft bahnen könnte. Ein Zeichensystem jedenfalls, in dem sich blind, ohne auf falsche Gedanken und Schlüsse zu kommen, operieren, also „rechnen“ ließe, um Differenzen und Streitigkeiten beizulegen.

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Ein Beruf schafft sich ab

Wie in einer Sekte: Die Reporter spürten es nicht, weil sie es nicht spüren wollten. Bild: Keystone
Wie in einer Sekte: Die Reporter spürten es nicht, weil sie es nicht spüren wollten. Bild: Keystone
Trump und die Folgen: Warum haben die Journalisten das nicht kommen sehen?

Von Markus Somm | Basler Zeitung

Wenn es einen Verlierer gibt dieser verrückten Wahlen in Amerika, der nicht in Amerika lebt, sondern in London, Paris, Zürich, Berlin oder München, der die einschlägigen Cafés bevölkert, wo immer der gleiche ­Vintage-Geruch zu schmecken ist, wo junge Männer mit Bärten sitzen und so geschäftig in ihren iPhones wühlen, obwohl sie doch nichts zu tun haben, wo keine Bücher zu sehen sind, sondern bloss Laptops, wo diese ­Menschen, von denen ich rede (oft sind es eher Männer), ebenfalls sitzen, aber meistens ohne Bart, sondern im Anzug, aber sicher ohne Krawatte – wenn es Verlierer gibt, dann sind das jene Leute, die den gleichen Beruf haben wie ich: die internationale Gemeinschaft der Journalisten. Selten haben sie, die Deuter und Meinungsmacher der Welt, die Medien, eine solche Niederlage erlitten wie die Wahl von Donald J. Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, dem Mann, der sich von Beginn weg weigerte, die Medien zu fürchten.

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‘An ape in heels’: WV officials slur Michelle Obama — and say Melania Trump will be ‘refreshing’

Michelle Obama speaks in Phoenix, AZ (Photo: Screen capture)
Michelle Obama speaks in Phoenix, AZ (Photo: Screen capture)
Two officials in West Virginia have come under fire for sharing racist messages about First Lady Michelle Obama.
 

By David Edwards | RawStory

According to WSAZ, a message about the current first lady was shared thousands of times after it was posted on Facebook by Clay County Development Corporation Director Pamela Taylor.

“It will be refreshing to have a classy, beautiful, dignified First Lady in the White House,” Taylor wrote. “I’m tired of seeing an ape in heels.”

Clay Mayor Beverly Whaling reportedly praised Taylor’s post, writing, “Just made my day Pam.”

An online petition signed by 1,000 people called for both Taylor and Whaling to be fired.

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Alternativmedizin: Diabetikerin stirbt nach chinesischer Prügeltherapie

Die umstrittene Therapie eines chinesischen „Heilers“ hat offenbar erneut ein Todesopfer gefordert: Eine 71-jährige Diabetikerin starb, nachdem sie unter Anleitung von Hongchi Xiao ihre Beschwerden bekämpft hatte. Mit Schlägen.

Von Annette Langer | SpON

Für einen „Selbstheilungs-Workshop“ war Danielle C. in das Dorf Seend im südwestenglischen Wiltshire gekommen. Fasten, Strecken und vor allem Klopfen standen auf dem Programm: Mit der umstrittenen „Paida Lajin“-Therapie wollte die 71-Jährige ihre Diabetes Typ 1 bekämpfen.

Erfunden wurde die Behandlungsmethode von Hongchi Xiao aus Hongkong. Der Ex-Banker verspricht Heilung von nahezu allen Krankheiten – Alzheimer, Parkinson, Krebs, Hypertonie und Hypotonie, Stoffwechselerkrankungen, Verdauungsprobleme, Depression. Sogar in akuten Notfällen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall könne es helfen, Armbeuge, Kniekehle oder andere Körperteile so lange mit Schlägen zu bearbeiten, bis riesige Hämatome entstehen und „Körpergifte“ abgeführt werden, um „die Energie wieder fließen zu lassen“.

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„Survivor“: Sie sagen es sei gegen den Terror notwendig

Zwei Polizeibeamte des SEK neben dem neuen Einsatzfahrzeug
Zwei Polizeibeamte des SEK neben dem neuen Einsatzfahrzeug „Survivor 1“ Quelle: dpa
Nach den Pariser Terroranschlägen reagiert die Hamburger Polizei mit einer Millioneninvestition in Panzerwagen, Schutzwesten, Helme und Sturmgewehre. Dem Beispiel wollen andere Bundesländer folgen.

Von Denis Fengler | DIE WELT

Als das lähmende Entsetzen nach den islamistisch motivierten Anschlägen von Paris gewichen war und die Menschen auch in Deutschland mit dem Bekenntnis zusammenrückten, ihre Freiheit gegen den menschenverachtenden Terror zu verteidigen, stellte sich eine entscheidende Frage: Waren die deutschen Sicherheitsbehörden auf einen solchen Angriff überhaupt vorbereitet? Mit Kriegswaffen aus osteuropäischer Produktion hatten Angreifer vor fast genau einem Jahr zahlreiche Menschen erschossen. Waffen, deren Projektile auch die Standardschutzweste jedes Hamburger Streifenbeamten durchschlagen hätten. Die massive Aufrüstung, der sich die Polizeibehörden in den vergangenen Monaten verschrieben haben, ist wohl Antwort genug: Sie waren es nicht.

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Deutschlandfunk sendet Gottesdienst aus Kinderhospiz

Der Deutschlandfunk (DLF) überträgt am Sonntag einen evangelischen Radiogottesdienst aus dem Kinder- und Jugendhospiz in Bielefeld-Bethel. Der Gottesdienst am Ewigkeitssonntag stehe unter dem Motto „Niemals ohne Hoffnung“, teilte der evangelische Senderbeauftragte für den DLF, Frank-Michael Theuer, in Berlin mit.

evangelisch.de

Die Predigt hält Pfarrerin Angela Kessler-Weinrich, Seelsorgerin an der Kinderklinik Bethel und im Hospiz. In das Kinder- und Jugendhospiz Bethel kommen Familien mit einem todkranken Kind, um sich aus dem anstrengenden Alltag zurückzuziehen, hieß es weiter. Eltern finden Ruhe, können ausschlafen und neue Kraft schöpfen. Die kranken Kinder werden medizinisch, pflegerisch und pädagogisch betreut, auch die Geschwisterkinder bekommen Zeit und Aufmerksamkeit. Das Hospiz sei ein Ort, „an dem man etwas lernen kann über den Tod, das Leben und die Hoffnung“, erklärte der Senderbeauftragte.

 

Trump’s Environment and Energy Team Could Include an Oil Tycoon and Sarah Palin

Sarah Palin grüßt "Die Freiheit"Donald Trump has begun setting up his cabinet and choosing his closest advisors, so far a mix of establishment conservatives and alt-right provocateurs like Steve Bannon and Peter Thiel.

By Meredith Rutland Bauer | MOTHERBOARD

Meanwhile, he’s indicated his likely choices for the mostly men that will oversee environment and energy roles in his administration, according to documents obtained by Politico, The New York Times and Buzzfeed. (It’s important to note that these are not his confirmed choices and are subject to change.)

Many of those he’s chosen have decades of experience in finance, agriculture management and politics. But his cabinet choices are largely anti-regulation conservatives, some of whom have fought environmental protections and deny the need for government interference in how people treat the planet.

Environmental Protection Agency Director

Trump has tapped Myron Ebell, a well-known climate change skeptic, to lead the EPA transition.Trump has already stated he wants to disassemble the EPA, which was put in place to safeguard clean water, air and land.

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