Völkischer Regionalismus in Deutschland


Bundesweit existieren keine braunen Terrorstrukturen. Lokal oder regional sehen die Behörden jedoch Ansätze von rechten Terrorgruppen oder kriminellen Vereinigungen

Von Michael Klarmann | TELEPOLIS

Kann man in Deutschland angesichts der Welle von politisch rechts motivierter Angriffe auf Geflüchtete, deren Helfer, Migranten, Behördenvertreter und Politiker von einem neuen braunen Terror sprechen? Obschon das Bundeskriminalamt (BKA) befürchtet, dass die Zahl der Toten durch rechte Attacken steigt, sieht man bundesweit keinen völkischen Terror. Indes gebe es auf lokaler oder regionaler Ebene Ansätze dazu oder rechtsterroristische und -kriminelle Strukturen, berichtete unlängst Zeit-Online mit Verweis auf ein internes BKA-Lagebild. Exemplarisch für den braunen Regionalismus steht die „Gruppe Freital“, der die Bundesanwaltschaft vorwirft, eine rechtsterroristische Vereinigung zu sein.

Das BKA könne eine bundesweit gesteuerte Strategie bei rechten Angriffen nicht erkennen, so Zeit-Online. Man erkenne jedoch die Gefahr einer „hohen Straftatendichte in einzelnen Regionen“ und befürchte „nicht nur schwerste Gewaltstraftaten durch Einzeltäter oder Kleinstgruppen, sondern auch die Bildung terroristischer/krimineller Gruppen innerhalb des rechten Spektrums“. Was die „Zeit“-Journalisten knapp mit den Worten „Terrorzellen also“ umschreiben, erinnert frappierend an das Strategiekonzept der „National befreiten Zone“ (NBZ), welches NPD und Neonazi-„Kameradschaften“ seit den 1990er Jahren verfechten.

weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s