Wissenschaftspreis für kritische Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“

Kritische Neuauflage von Adolf Hitlers "Mein Kampf" / Bild: APA/AFP/CHRISTOF STACHE
Kritische Neuauflage von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ / Bild: APA/AFP/CHRISTOF STACHE
Die von Historikern erarbeitete kritische Edition soll Hitlers Lügen enttarnen und „entmythologisieren“.
 

Die Presse.com

Der Wissenschaftspreis des Stifterverbands „Gesellschaft braucht Wissenschaft“ geht heuer unter anderem an das Historikerteam, das die kritische Neuauflage von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ herausgab. Dies teilte der Verband am Donnerstag in Berlin mit. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am kommenden Mittwoch während der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin verliehen.

Die Historiker Christian Hartmann und seinem Team vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin erarbeitete wissenschaftlich-kritische Fassung von „Mein Kampf“ war Anfang des Jahres nach dreijähriger Arbeit vorgestellt worden. Sie ist nach Angaben der Verantwortlichen darauf ausgerichtet, die von Hitlers in seinem Werk gestreuten Falschinformationen und Lügen zu enttarnen und zu „entmythologisieren“.

 

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Kirche klagt: Kita-Kosten steigen – Stadt soll finanzielles Risiko übernehmen

Bild: tilly
Bild: tilly
Bei der Entscheidung geht es ums Geld. Die öffentliche Finanzierung der Kindertagesstätten reicht nicht aus. Die Kirche sieht das Kinderbildungsgesetz Kibitz als ursächlich für den Missstand. Wegen der chronischen Unterfinanzierung ihrer Einrichtungen schlägt jetzt auch die Pfarrgemeinde St. Laurentius als Träger von sieben Einrichtungen in Warendorf Alarm und fordert von der Stadt, sich an den Verlusten zu beteiligen.

Von Joachim Edler | Westfälische Nachrichten

Die katholische Kirche hat Probleme mit der Kita-Finanzierung. Wegen der chronischen Unterfinanzierung ihrer Einrichtungen schlägt jetzt die Pfarrgemeinde St. Laurentius als Träger von sieben Einrichtungen in Warendorf Alarm und fordert von der Stadt, sich an den Verlusten zu beteiligen.

40 Prozent ihrer Kindergartenplätze hält die Kirche für die Kommune vor, die gesetzlich verpflichtet ist, den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zu bedienen. Dieses Angebot könnte künftig wegfallen, wenn sich die katholische Kirche nur noch auf ihre eigenen Plätze konzentriert (die Kirche finanziert einen Kindergartenplatz gerechnet auf 60 Katholiken). Von den sieben katholischen Kindergärten in der Trägerschaft der Pfarrei St. Laurentius (Elisabeth, Franziskus, Jakobus, Katharina, Laurentius, Ludgeri und Marien) stünde dann auf einen Schlag nur noch die Hälfte zur Verfügung. Ein Szenario, das andere Städte bereits kalt erwischt hat.

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Schriftstellerin Julia Franck: „Wir brauchen den säkularen Staat“

Julia Franck, deutsche Schriftstellerin aus Berlin (dpa / Foto: Erwin Elsner)
Julia Franck, deutsche Schriftstellerin aus Berlin (dpa / Foto: Erwin Elsner)
Die Schriftstellerin Julia Franck spricht sich für mehr Religionskritik aus. „Nur ein säkularer Staat, der keine der Religionen finanziell oder ideologisch befördert, kann der Gefahr des Fundamentalismus entgegenwirken“, sagte die Autorin im Deutschlandfunk. Religionskritik müsse geprägt sein von „gegenseitiger Achtung“.
 

Julia Franck im Gespräch mit Andreas Main | Deutschlandfunk

Andreas Main. Nicht jeder muss sie kennen, aber viele, sehr viele haben Julia Franck gelesen. Sie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten Schriftstellerinnen – zumindest ihrer Generation. Ihr Roman „Die Mittagsfrau“ wurde über eine Millionen Mal verkauft und ist in fast 40 Sprachen übersetzt. Es geht jetzt hier aber nicht um Literatur, sondern um Religion. Hier und heute im Gespräch mit Julia Franck. Und weil Religion eine sensible Angelegenheit ist und Julia Franck nicht zu jenen Schriftstellern gehört, die in guter, alter Günter-Grass-Manier zu allem und jeden was sagen – aus diesem Grund zeichnen wir dieses Gespräch auf, sitzen uns hier gegenüber in unserem Berliner Funkhaus. Guten Morgen, Julia Franck!

Julia Franck: Schönen guten Morgen, Herr Main.

Main: Frau Franck, lassen Sie uns mit einer fiesen Frage beginnen. Sie sind eher zurückhaltend, was Interviews betrifft. Warum haben Sie ausgerechnet zu einem Gespräch zugesagt, in dem es um etwas so Heikles geht wie die Religion?

Franck: Vielleicht gerade deshalb. Ich denke, nicht nur wenn wir Kinder haben, auch in der Weise, wie wir aufgewachsen sind hier in Mitteleuropa, in Deutschland, ganz gleich ob im Osten oder im Westen, spielt die Religion immer auch eine Rolle in unserer Vorstellung und Geschichtserzählung von uns selbst, wie wir geworden sind, woher wir kommen, wohin wir gehen werden oder wollen. Und zwar nicht nur in Bezug auf die wirklich religiösen Inhalte, nicht in Bezug auf Rituale und Glaube, sondern natürlich auch in Bezug auf Moral und Ethik, wie ein Zusammenleben in unserer Gesellschaft funktionieren kann. Und das ist traditionell in allen abendländischen Kulturen nicht nur staatlich gelenkt, sondern der Staat hat den Auftrag, das Religiöse in sich zu akzeptieren und seinen Raum zu lassen.

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Stephen Hawking gibt der Menschheit noch 1000 Jahre auf der Erde

 Laut Star-Physiker Stephen Hawking steht es schlecht um die Zukunft der Menschheit © AFP/NIKLAS HALLE'N
Laut Star-Physiker Stephen Hawking steht es schlecht um die Zukunft der Menschheit © AFP/NIKLAS HALLE’N
Steht uns das Ende der Menschheit bevor? Das zumindest glaubt der britische Star-Physiker Stephen Hawking – und nennt dafür gleich mehrere Gründe.

stern.de

Der britische Star-Physiker Stephen Hawking (74) hat erneut vor einem baldigen Ende der Menschheit gewarnt. Aufgrund der Zerstörung von Lebensraum, Antibiotika-Resistenzen, zunehmendem Waffen-Einsatzes und den Folgen der Überbevölkerung seien die Tage auf der Erde gezählt, erklärte der Wissenschaftler in einem Vortrag an der University of Cambridge. Auch ein klares Zeitlimit setzte der Ausnahmeforscher: Demnach blieben der Menschheit nur noch 1000 Jahre auf der Erde.

Eine Möglichkeit, das Überleben der Menschheit zu sichern, könnten Kolonien auf anderen Planeten sein, glaubt Hawking. „Für die Zukunft der Menschheit müssen wir weiter das Weltall erkunden“, sagte der Physiker in seinem Vortrag. „Ich glaube nicht, dass wir noch weitere 1000 Jahre überleben werden, ohne unseren fragilen Planeten zu verlassen.“

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Trump: „Ich werde der größte Jobs-Präsident sein, den Gott jemals geschaffen hat“

 Bild: Kuka Systems/CC BY-SA-3.0
Bild: Kuka Systems/CC BY-SA-3.0
Donald Trump verspricht Millionen neuer Jobs in der Industrie. Die rasante Automatisierung wird ihm einen Strich durch die Rechnung machen

Von Patrick Spät | TELEPOLIS

Die USA hatten buchstäblich die Wahl zwischen Pest und Cholera – zwischen einem faschistoiden Neoliberalen Trump und einer elitären Neoliberalen Clinton. Die Wahl verlief eigentlich so, als frage man einen Vegetarier, ob er sein Steak blutig oder medium haben wolle. Trump und Clinton stecken beide im Lobby-Sumpf aus Wall Street, US Army, privaten Sicherheitsunternehmen und anderen Interessengruppen. „It’s the economy, stupid.“ In den USA sind über die Hälfte der Kongressabgeordneten Millionäre.

Die röchelnde US-Wirtschaft war wie immer eines der zentralen Wahlkampfthemen – und damit verbunden die eklatante Kluft zwischen Arm und Reich. Das reichste 1 Prozent der US-Amerikaner verdient ein Viertel des gesamten Einkommens und besitzt die Hälfte aller Wertpapiere und die Hälfte des gesamten nationalen Vermögens. Die USA haben rund 320 Millionen Einwohner, 44 Millionen von ihnen haben nicht genügend zu essen und sind auf Lebensmittelmarken angewiesen. Das geht aus dem 2014 publizierten Bericht der US-Behörde für Landwirtschaft hervor. Ein 2015 veröffentlichter Bericht der US-Regierung kommt zu dem Ergebnis, dass rund 40 Prozent der Erwerbstätigen in nicht-regulären Jobs arbeiten, also mit befristeten Verträgen und ohne eine ausreichende Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung. Kurzum: Den meisten US-Amerikanern geht es nicht gerade gut.

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Lutz Bergers „Entstehung des Islam“: Willkommenes Heilsangebot

© dpa Sie waren nicht die ersten, die hier ihren Gott verehrten: gläubige Muslime vor der Goldenen Tür der Kaaba in Mekka
© dpa Sie waren nicht die ersten, die hier ihren Gott verehrten: gläubige Muslime vor der Goldenen Tür der Kaaba in Mekka
„Der eine Gott“ wurde in Mekka bereits vor Mohammed verehrt, die Lehren lagen gleichsam in der Luft: Der Wissenschaftler Lutz Berger untersucht, wie der Islam entstanden ist.

Von Rainer Hermann | Frankfurter Allgemeine

Jede Religion verdankt ihr Entstehen einer Konstellation von Faktoren, die sie erst ermöglicht haben und die sie prägen. Das Verdienst der Monographie des Kieler Islamwissenschaftlers Lutz Berger ist, dass er die Geschichte des frühen Islams in dessen zeitgenössische Umwelt einbettet und dass er sich dabei nicht von Legenden leiten lässt, sondern von historisch belegbaren Fakten. Berger zeichnet das sechste und siebte Jahrhundert rund um das Mittelmeer als eine Zeit existentieller Krisen. Ein Klimawandel hatte zu Trockenheit, schlechten Ernten und Hunger geführt, die Pest halbierte die Bevölkerung um das Mittelmeer und verschob das Bevölkerungsgleichgewicht von urbanen Regionen in die weniger betroffene Wüste.

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Dumm: Prälat Imkamp und Atheismus-Wahn – Christen-Proll

Respekt_Christen

Bei mancher philosophischen oder theologischen Kritik am Islam sollten gläubige Christen ein wenig genauer hinschauen, denn häufig ist Islamkritik Religionskritik.

Von Wilhelm Imkamp | Die Tagespost

Von ferne grüßt Voltaire’s Mohammed-Drama, der den Islam prügelte, aber das Christentum, näherhin den Katholizismus, meinte. Längst läuft unter dem Deckmantel der Islamkritik die Generalmobilmachung gegen die christliche Religion, gegen Gott überhaupt. Da marschieren, „die Reihen dicht geschlossen“, die alten Kampftruppen des organisierten Atheismus, begleitet von den Edelfedern des deutschen Feuilletons im Nimbus ihrer Unfehlbarkeit, eifrig begleitet vom Regietheater. Aus Schauspielerinterviews springt einen unvermittelt nun wirklich dümmlicher Atheismus an: „Mir fehlt wirklich jede Art von Glauben… für mich existiert kein Gott, wie auch immer man ihn nennen könnte“ (Ewan McGregor).

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Fremder Glaube, fremder Mensch?

„Ich finde, die Ängste von Fremdheit ein bisschen übertrieben.“ (dpa / Henning Kaiser)
Ahmad, Roshak und Jalal stammen aus Syrien und dem Iran, sie sind Geflüchtete. Über ihren Glauben sprechen sie nicht, wenn sie nicht direkt danach gefragt werden, er ist ihnen nicht besonders wichtig. Aber seit sie in Deutschland leben, werden sie vor allem als Muslime wahrgenommen, nicht als Syrer oder Iraner, als Journalisten oder Grafiker. Wird Religion überschätzt?

Von Mechthild Klein | Deutschlandfunk

„Ich glaube, wenn man als Student ins Ausland geht, dann ist man fremd. Und wenn man ein Land verlässt, wo man geboren ist, wo seine Freunde noch leben, wo man das erste Wort ausgesprochen hat und er gar nicht weiß, ob man zurückkehren kann oder nicht – das verursacht extra Fremdheit.“

Ahmad Alrifaee ist Journalist und als Asylberechtigter anerkannt. Der 24-Jährige musste vor zwei Jahren aus Syrien fliehen, weil er politische Kommentare im Internet verbreitet hatte und enttarnt wurde. Fremdheit – das ist für Flüchtlinge ein großes Thema.

„Es gibt Vorurteile von beiden Seiten, von deutschen Bürgern und von Geflüchteten. Von beiden Seiten gibt es Stereotypen – könnte positive Bilder sein, könnte auch negative Bilder sein.“

Roshak Ahmad – die 30-jährige Journalistin und Filmemacherin ist vor zwei Jahren aus Syrien geflohen. Sie wurde in ihrer Heimat bedroht und setzte sich nach Deutschland ab – das Land, für das sie Nachrichten aus Syrien geliefert hatte.

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CSU bezeichnet Hartz IV-Bezieher auf Facebook als Hartz IV-Schmarotzer

Bild: erwerbslosenforum.de
Bild: erwerbslosenforum.de
Das Erwerbslosen Forum Deutschland ist über einen Videoclip der CSU, in dem Hartz IV-Bezieher als „Schmarotzer“ bezeichnet werden, entsetzt und verärgert. Am Montag hatte die CSU einen Videoclip online gestellt, in dem die Parteitagsbeschlüsse von Bündnis 90/ Grüne kritisiert werden. Unter anderem heißt es dort: „Die Grünen wollen: Sanktionen für Harzt IV-Schmarotzer lockern!“.

erwerbslosenforum.de

Dazu Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:

„Die CSU zeigt, dass sie in Sachen Geschmacklosigkeit selbst die AFD noch überbieten kann. Sie bedient sich nämlich der Sprache der NSDAP und sorgt   für die Stigmatisierung von Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Eine solche Diffamierung muss allen demokratischen Kräften Sorge machen, denn so etwas ist Wahlkampf auf Kosten von Minderheiten.

Speziell an die CSU gerichtet, möchten wir betonen, dass sie sich mit dem Thema Sanktionen noch nie auseinander gesetzt hat. Tatsächlich haben weit über 90 Prozent der Sanktionen keinen Bestand, wenn sie gerichtlich überprüft werden. Es sind leider nur zu wenige betroffene Menschen in der Lage sich juristisch gegen Sanktionen zu wehren.

Wir erwarten, dass die CSU diesen Videoclip umgehend entfernt und klar stellt, dass man Hartz IV-Beziehende nicht als Schmarotzer bezeichnen darf.

Ist Pluto umgekippt?

Die Eisebene Sputnik PLanum in PLutos hellem
Die Eisebene Sputnik PLanum in PLutos hellem „Herz“ könnte einst viel weiter nordwestlich gelegenn haben. © NASA/JHUAPL/SwRI
Verrutschter Zwergplanet: Pluto hatte früher vielleicht eine ganz andere Ausrichtung als heute. Denn er könnte im Laufe seiner Geschichte um bis zu 60 Grad gekippt sein. Erst so gelangte die herzförmige Eisebene des Zwergplaneten an ihre heutige Position. Szenarien für diese Polwanderung präsentieren zwei Forschergruppen im Fachmagazin „Nature“. Demnach sorgte entweder eine erhöhte Eislast oder aber der subglaziale Ozean für eine Unwucht, die den Zwergplaneten kippen ließ.

scinexx

Pluto steckt voller Überraschungen. Wie die Aufnahmen und Daten der New Horizons-Raumsonde enthüllten, besitzt der Zwergplanet eine erstaunlich dynamische Oberfläche: Es gibt fließende Gletscher, in der Eisebene Sputnik Planitia – dem hell gefärbten „Herz“ des Pluto – befördern Konvektionsströme ständig wärmere Eismassen an die Oberfläche und wahrscheinlich gibt es sogar aktive Eisvulkane.

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Der rechte Populismus schafft eine neue Political Correctness

Aydan Özoguz (SPD), Staatsministerin für Integration, im Gespräch mit Muslimen. Nach ihrer Kritik an den Salafisten-Razzien musste...Foto: dpa
Aydan Özoguz (SPD), Staatsministerin für Integration, im Gespräch mit Muslimen. Nach ihrer Kritik an den Salafisten-Razzien musste…Foto: dpa
Die Integrationsbeauftragte Özoguz hat „Augenmaß“ bei der Verfolgung von Islamisten gefordert. Die Empörung über ihre Worte belegt: Es gibt wieder Sprechverbote. Ein Kommentar.

Von Jost Müller-Neuhof | DER TAGESSPIEGEL

Im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein, ist ein grandioses Gefühl. Es dürfte dem Gründer des Vereins „Die wahre Religion“, Ibrahim Abou-Nagie, daher wenig ausmachen, dass seine Organisation verboten wurde. Sein Werk ist verrichtet. Der Streit um den Islam spaltet die Menschen, die Reihen werden geschlossen, Sprach- und Denkregeln aufgestellt. Der Glaube, im Besitz der Wahrheit zu sein, eint alle, um alle zu teilen.

Beispielhaft dafür erscheint die Reaktion auf die Worte der Integrationsbeauftragten Aydan Özoguz, wonach Verbote religiöser, namentlich muslimischer Vereine Augenmaß erforderten. Augenmaß? Soweit kommt’s noch. Falsche Toleranz, die Frau schüre Misstrauen und falle den Behörden in den Rücken, tönt die Kritik. Gegen Islamisten ist kein Augenmaß gefragt, sondern die volle Härte des Gesetzes, weiß CDU-Generalsekretär Peter Tauber beizutragen.

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Häufigste Todesursache Demenz oder Alzheimer

 Alzheimer-Fibrille in HE-Färbung. Bild: Patho/CC-BY-3.0
Alzheimer-Fibrille in HE-Färbung. Bild: Patho/CC-BY-3.0
Die britische Statistikbehörde macht für die Veränderung vor allem das längere Leben verantwortlich, aber es ist auch allgemein ein Anstieg der Todesfälle zu beobachten
 

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nach einem Bericht der britischen Statistikbehörde zeigt sich in England und Wales eine symptomatische Veränderung der Todesursachen. Erstmals starben 2015 am häufigsten an Demenz, dadurch rutschten Herz-Kreislauferkrankungen an die zweite Stelle. Das hat allerdings auch mit unterschiedlichen Ansätzen zu tun, auch wenn sich wohl tatsächlich die Häufigkeiten der Todesursachen verändern. Das hat auch damit zu tun, dass in Großbritannien wie in anderen Ländern die Zahl der Sterbefälle mit Ausnahme von 2014 die letzten Jahre anstieg, nämlich um 5,6 Prozent in einem Jahr auf jetzt 529.655, während sie bis 2011 zurückging.

Nach einem anderen Ansatz starben 2015 die meisten Menschen an Krebs, nämlich 28 Prozent der Todesfälle. 26 Prozent starben an Herz-/Kreislauferkrankungen. Atemwegserkrankungen kommen an dritter Stelle, stiegen jedoch 2015 deutlich an, was die Behörde auch auf den Grippevirus zurückführt. Allgemein heißt es, dass damit der kontinuierliche Rückgang der drei Haupttodesursachen unterbrochen wurde.

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Steuerfahnder standen mit vor der Tür

Kostenlose Koran-Verteilaktionen durch die Vereinigung „Die wahre Religion“ gehören in Deutschland der Vergangenheit an. Das Salafisten-Netzwerk ist seit Dienstag verboten. Foto: AFP
Kostenlose Koran-Verteilaktionen durch die Vereinigung „Die wahre Religion“ gehören in Deutschland der Vergangenheit an. Das Salafisten-Netzwerk ist seit Dienstag verboten. Foto: AFP
Allein in NRW standen sie vergangenes Jahr an rund 350 Tagen vor Bahnhöfen und in Innenstädten: Islamisten der salafistischen Vereinigung „Die wahre Religion“ verteilten kostenlose Koran-Ausgaben. Das sei aber nur vordergründig Aufgabe der Verteiler gewesen, es sei darum gegangen, „junge Menschen zu radikalisieren“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger am Dienstag.

Von Hilmar Riemenschneider | Westfälische Nachrichten

Am frühen Morgen hatte Bundesinnenminister Thomas de Mazière den Verein der „Lies“-Aktion des islamistischen Hass-Predigers Ibrahim Abou Nagie als verfassungsfeindlich verboten. Die Vereinigung mit einigen Hundert Mitgliedern habe dazu aufgerufen, für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu kämpfen. Bundesweit seien dem rund 140 junge Islamisten nach einer Radikalisierung durch „Lies“ gefolgt. „Das mussten wir unterbinden.“ Auch zwei der Täter, die im April den Anschlag auf den Essener Sikh-Tempel verübten, hatten vorher Kontakt zu „Lies“.

Vorausgegangen war ein Jahr intensiver Ermittlungen durch die Sicherheitsbehörden des Bundes und mehrerer Länder. „Wir haben maßgeblich Material geliefert, damit dieses Verbot auch verwaltungsgerichtsfest ausgesprochen werden kann“, erklärte Jäger sichtlich zufrieden. Dabei lag ihm eine Differenzierung auf dem Herzen: „Heute ist nicht der Koran verboten worden – das ist mir wichtig, sondern eine extremistische Organisation, eine Pseudo-Religion.“ Der Staat sei aber handlungsfähig gegen diejenigen, die „das hohe Gut der Religionsfreiheit“ missbrauchten.

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Ramstein: Türkische Nato-Soldaten stellen Asylanträge in Deutschland

© Picture-Alliance Türkische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 „Fighting Falcon“ 2013 auf der amerikanischen Luftwaffenbasis in Ramstein
© Picture-Alliance Türkische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 „Fighting Falcon“ 2013 auf der amerikanischen Luftwaffenbasis in Ramstein
In Ramstein befindet sich das Hauptquartier der Nato-Luftstreitkräfte. Mehrere dort stationierte türkische Soldaten wollen nun Asyl in Deutschland bekommen. Drohen diplomatische Verwicklungen mit der Türkei?

Frankfurter Allgemeine

Vier Monate nach dem Putschversuch in der Türkei haben mehrere türkische Soldaten aus dem Nato-Hauptquartier im pfälzischen Ramstein in Deutschland um Asyl gebeten. Eine genaue Zahl nannte der Landrat des Kreises Kaiserslautern, Paul Junker (CDU), am Mittwoch nicht. Auch von Familienangehörigen der Soldaten seien Asylanträge eingegangen. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet.

„Wir haben Asylanträge von mehr als einer türkischen Familie bekommen“, sagte Junker. Zu den Gründen der Antragsteller erklärte er nur: „Wir können es uns alle denken, aber ich sage Ihnen dazu nichts weiter.“ Auch zum Aufenthaltsort der Flüchtlinge machte er keine Angaben. Die Anfang November gestellten Anträge seien an die Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Trier weitergeleitet worden.

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„Die Wahre Religion“:Theologische Auseinandersetzung statt Verbotsfeier!

Bundesinnenminister hat den Verein „Die wahre Religion“ verboten. Diese Entscheidung wird überwiegend begrüßt, hilft aber nicht weiter. Wirksamer wäre eine inhaltliche Auseinandersetzung und Widerlegung der extremen Positionen. Da sind Muslime gefragt.

MiGAZIN

Muslime haben das Verbot des Vereins „Die wahre Religion“ überwiegend positiv aufgenommen. Diese extremistischen Bewegungen sind aber nicht mit Verboten zu besiegen, sondern mit einer fundierten theologischen Widerlegung. Die Mehrheit der Muslime engagiert sich bereits gemeinsam mit der Zivilgesellschaft dahingehend mit zahlreichen Projekten.

Diese Bemühungen brauchen jedoch Unterstützung. Das ist nicht immer der Fall und manchmal werden sie sogar konterkariert. So sind zum Beispiel die ständig kritisierten türkischen „Import-Imame“ ein Bollwerk gegen den Extremismus, kommt es jedoch zu politischen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Türkei und Deutschland wird das schnell vergessen.

Sexualisierung als Radikalisierungsmotiv

Nach den Sexualstraftaten in Köln, aber auch zuvor haben viele Populisten diese Straftaten religös-instrumentalisiert. So fühlen sich viele junge männliche Muslime in ihren Vorurteilen gegenüber der Mehrheitsgesellschaft bestätigt und greifen zu extremistischen Ansichten, sie sehen sich als Opfer und Gegner der nicht-muslimischen Mehrheitsgesellschaft.

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EKD-Ratsvorsitzender vorlaut aus Jerusalem zurück

DerverzweifelteJesusVor einer Verwahrlosung der Sozialen Medien warnt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), HeinrichBedford-Strohm.

evangelisch.de

Soziale Netzwerke drohten zu „asozialen Medien“ zu werden, erklärte Bedford-Strohm am Mittwoch in seiner Predigt am Buß- und Bettag in München: „Nicht mehr Verständigung ist das Ziel, sondern Verurteilung, Verdammung und manchmal richtig gehender Hass“, sagte der bayerische Landesbischof laut vorab verbreitetem Redetext.

Menschen in öffentlicher Verantwortung, besonders Politiker, seien „Angriffen ausgesetzt, die nichts mehr mit demokratischem Diskurs zu tun haben“, fügte Bedford-Strohm hinzu: „Man will anscheinend nichts mehr voneinander lernen, oder sich zuhören und austauschen, sondern es geht darum, sich zu bekämpfen, manchmal sogar ums Vernichten.“

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USA: Gedenkstein mit den Zehn Geboten muss weichen

Themenbild. The American Mirror
Themenbild. The American Mirror
Nach Ansicht der Richter verstößt er gegen das Gebot der Neutralität – Der gedenksteinaufstellende Oberste Richter wurde entlassen

kath.net

In der US-amerikanischen Stadt Bloomfield (Bundesstaat Neu Mexiko) muss ein Gedenkstein mit den Zehn Geboten entfernt werden. Die Tafel, die ihren Platz bislang vor dem Rathaus hatte, stehe für eine „verfassungswidrige Befürwortung“ des Christentums, urteilte ein Berufungsgericht. Die Stadt habe es versäumt, öffentlich überzeugend darzulegen, dass sie das Monument nicht aus religiösen Gründen aufgestellt habe, sondern nur wegen der „historischen Bedeutung“ der Zehn Gebote. Damit habe sie das Gebot der Neutralität verletzt. Die Tafel war 2011 mit Hilfe von Privatgeldern aufgestellt worden. Wie der christliche Sender CBN berichtet, nahmen einige Einwohner allerdings Anstoß an dem Monument und wandten sich an die Amerikanische Bürgerrechtsvereinigung. Sie klagte gegen die 8.000-Einwohner-Stadt und gewann.

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LARGE HADRON COLLIDER: Neue Detektoren für ATLAS

Simulation einer Teilchenkollision, die vom Prototyp-Detektor am ATLAS-Experiment aufgezeichnet wird. Bild: ATLAS Collaboration
Simulation einer Teilchenkollision, die vom Prototyp-Detektor am ATLAS-Experiment aufgezeichnet wird. Bild: ATLAS Collaboration
Der ATLAS-Detektor am Large Hadron Collider des CERN in Genf war maßgeblich an der Entdeckung des Higgs-Teilchens beteiligt. Ende 2018 soll er seine Arbeit erst einmal einstellen und modernisiert werden. An der Universität Mainz wurde dafür ein Prototyp-Detektor entwickelt, den die Wissenschaftler nun erstmals eingebaut und getestet haben.

astronews.com

Eines der großen Experimente am Forschungszentrum CERN bei Genf, das ATLAS-Experiment, steht vor einem Umbau. ATLAS war 2012 maßgeblich an der Entdeckung des Higgs-Teilchens beteiligt und ist mit einer Länge von 46 Metern und einem Durchmesser von 25 Metern der größte Detektor an einem Teilchenbeschleuniger überhaupt. Nun soll ATLAS Ende 2018 seine Arbeit einstellen und ausgebaut werden. Für diesen Ausbau haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des CERN einen ersten Prototyp-Detektor entwickelt. Das Musterstück wurde nun am ATLAS-Experiment eingebaut und zeichnet Daten von Teilchenkollisionen auf.

„Unser Prototyp-Detektor bildet sozusagen die Grundlage für die weltweite Produktion von Teilchendetektoren, die in den Jahren 2019/2020 im ATLAS-Experiment eingebaut werden“, erläutert Prof. Dr. Matthias Schott. Die Arbeitsgruppe des Wissenschaftlers hat den Prototyp mit CERN-Kollegen in mehrjähriger Pionierarbeit entwickelt.

Das ATLAS-Experiment ist eines von mehreren Experimenten am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) des CERN. Es dient insbesondere zur Untersuchung der kleinsten Bausteine der Materie und der weiteren Erforschung des Higgs-Teilchens. Hier spielt das Myon-Spektrometer des ATLAS-Detektors eine zentrale Rolle, da es Myonen identifiziert und vermisst, die zum Beispiel beim Zerfall des Higgs-Teilchens entstehen können.

An den beiden äußeren Seiten des zylinderförmigen ATLAS-Detektors sind Myon-Detektoren in drei Lagen angebracht, von denen die innerste Lage, genannt „Small Wheel“, im Zuge des Umbaus durch neuartige Mikrostruktur-Gasdetektoren ersetzt wird. Diese Micromegas-Detektoren beruhen auf einer Technologie, die erst vor wenigen Jahren entwickelt wurde und bisher noch nicht großflächig eingesetzt worden ist.

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Martin Luthers Großangriff auf Philosophie und Vernunft

Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Foto: epd-bild/Alexander Baumbach. bearb.: bb
Martin Luther ist kein Reformer, nicht der momentan in Publikationen, Film und Fernsehen wieder so gefeierte und hoch gelobte Reformator, sondern ein fanatischer Fundamentalist, der im Namen der „Heiligen Schrift“ und des Bibelgottes alles niederwalzt, was ihnen zu widersprechen scheint. Selbst die Philosophie und die Philosophen aller Zeiten und Zonen bekommen seine Wut zu spüren. „Ich wenigstens glaube, Gott diesen Gehorsam zu schulden, gegen die Philosophie wüten (…) zu müssen.“

Von Hubertus Mynarek | hpd.de

Denn die ganze Philosophie seit Aristoteles sei Menschenwerk, versuche Gott durch eigene denkerische Leistung zu erreichen oder zu begründen, und das sei Hochmut und falsche Selbstsicherheit. Wie der Mensch in seinem totalen Sündersein nichts könne, so könne auch die ebenso wie der ganze Mensch verdorbene (philosophische) Vernunft gar nichts. Hier rächt sich Luthers Verachtung der Philosophie, der reinen Vernunfttätigkeit an ihm selbst. Denn da die Natur des Menschen ihm zufolge total verdorben ist, ist es auch die zu dieser Natur gehörige menschliche Vernunft. Diese kann dann auch keine gerechten Urteile rechtsphilosophischer und moralphilosophischer Art mehr fällen. Damit gibt es dann logisch-konsequenter Weise bei Luther auch keine vernünftige Begründung mehr für das, was seine „Kirche“ oder der Staat als Norm und Gesetz aufstellt. Normen, Gesetze, Anordnungen, Befehle dieser Institutionen können reinste Willkür, purer Despotismus sein. Sie brauchen keine innere Begründung in der Vernunft des Menschen zu haben. So entmündigt Luther den Menschen, indem er sein edelstes Organ, die Vernunft, verketzert und die Philosophie zur „Hure“ herabwürdigt. Damit desavouiert er am Ende aber auch seine eigene Lehre und seine Verurteilungen anderer Lehren. Denn eine vernünftige Begründung und Akzeptanz seiner Lehre und seiner Verdikte gegen andere kann es nun nicht mehr geben, da ja die Vernunft bei dieser Begründung und Akzeptanz keine Rolle spielen darf. Ist sie doch nach ihm bei allem wahren Erkennen heillos fehl am Platz.

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White Supremacists Are Still Using Twitter Ads to Spread Their Message

Image: Dawn Knight/Flickr
Image: Dawn Knight/Flickr
Just hours after Twitter heralded the introduction of new ways to combat trolls, some users have reported seeing sponsored ads from a white supremacist group on their feeds.

By Ben Sullivan | MOTHERBOARD

Los Angeles musician and writer Ariana Lenarsky screencapped a promoted ad from an account associated with a neo-Nazi white supremacist organisation called New Order. The ad was promoting a news article on New Order’s website titled “The United States Was Founded as a White People’s Republic”—the ads and the account itself, @New_Order_1488, have now been removed and suspended.

Twitter’s own hateful conduct policy specifically prohibits content that “targets people on the basis of race, ethnicity, national origin, sexual orientation, gender, gender identity, religious affiliation, age, disability, or disease.” While Twitter does not comment on individual accounts, a spokesperson told Motherboard „it looks like the screenshot in that tweet is either old or photoshopped.“

Motherboard spoke to Lenarsky, who provided timestamps to confirm that the image is not photoshopped, and that several other users had seen the ad too. „Twitter normalized, promoted, and profited off of Nazi white supremacy propaganda,“ Lenarsky told Motherboard. „I should not have to explain to Twitter why promoting Nazi propaganda on their website is a dangerous and immoral thing to do.“ Lenarsky added she will not be using Twitter again until the company apologizes.

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