Der rechte Populismus schafft eine neue Political Correctness


Aydan Özoguz (SPD), Staatsministerin für Integration, im Gespräch mit Muslimen. Nach ihrer Kritik an den Salafisten-Razzien musste...Foto: dpa
Aydan Özoguz (SPD), Staatsministerin für Integration, im Gespräch mit Muslimen. Nach ihrer Kritik an den Salafisten-Razzien musste…Foto: dpa
Die Integrationsbeauftragte Özoguz hat „Augenmaß“ bei der Verfolgung von Islamisten gefordert. Die Empörung über ihre Worte belegt: Es gibt wieder Sprechverbote. Ein Kommentar.

Von Jost Müller-Neuhof | DER TAGESSPIEGEL

Im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein, ist ein grandioses Gefühl. Es dürfte dem Gründer des Vereins „Die wahre Religion“, Ibrahim Abou-Nagie, daher wenig ausmachen, dass seine Organisation verboten wurde. Sein Werk ist verrichtet. Der Streit um den Islam spaltet die Menschen, die Reihen werden geschlossen, Sprach- und Denkregeln aufgestellt. Der Glaube, im Besitz der Wahrheit zu sein, eint alle, um alle zu teilen.

Beispielhaft dafür erscheint die Reaktion auf die Worte der Integrationsbeauftragten Aydan Özoguz, wonach Verbote religiöser, namentlich muslimischer Vereine Augenmaß erforderten. Augenmaß? Soweit kommt’s noch. Falsche Toleranz, die Frau schüre Misstrauen und falle den Behörden in den Rücken, tönt die Kritik. Gegen Islamisten ist kein Augenmaß gefragt, sondern die volle Härte des Gesetzes, weiß CDU-Generalsekretär Peter Tauber beizutragen.

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