5 Gründe, warum sich die regressive Linke über den Atheismus irrt


Bild: RDF
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„Regressive Linke“ ist ein Begriff, den ursprünglich der britische Reformmuslim Maajid Nawaz prägte.

Von Godless Mom | Richard-Dawkins-Foundation

Er bezeichnet eine bestimmte Teilmenge der Linksliberalen, die in einem Versuch, tolerant und kulturell einfühlsam zu erscheinen, jegliche Kritik am Islam oder am Islamismus zu unterbinden versuchen, indem sie diese als „Islamophobie“ oder Rassismus bezeichnen. Die Bedeutung des Begriffs wurde mit der Zeit erweitert und umfasst nun jene, die Warnhinweise auf ideologisch bedenklichen Medien fordern, die kritikfreie Schutzräume in Universitäten sehen möchten, die den Gedanken verbreiten, dass wir alle in einer Art von Vergewaltigungskultur lebten und die kulturelle Vielfalt für eine tolle Sache halten, bis man Franzbrötchen in Bayern verkauft, dann ist es nur noch kulturelle Besitzergreifung.

Obwohl einige Regressive auch Atheisten sind, so scheint es sich bei ihnen um selbsthassende Atheisten zu halten, die selbst dann nicht für ihre eigenen Rechte eintreten würden, wenn man sie fesseln und der Papst ihnen persönlich Hostien in den Mund schaufeln würde. Sie scheinen uns Atheisten für einen üblen Haufen zu halten, inklusive sich selbst, und ich glaube, das liegt an einigen falschen Vorstellungen, die sie über Atheisten und den Atheismus selbst haben. Hier möchte ich auf fünf davon eingehen.

Erstens: Sie halten den Atheismus für eine „Bewegung“. Er ist ebenso eine Bewegung wie die Mondlandung eine Fälschung ist. Und wenn ihr mal eure Aluhüte abnehmt, erkläre ich es genauer. Überlegt doch mal, ich wurde in eine atheistische Familie hineingeboren. Ich wurde ohne Religion aufgezogen, habe keinen einzigen Tag meines Lebens an Gott geglaubt. Ich war im Alter von 2, 4, 9, 11 Jahren eine Atheistin. War ich Teil einer Bewegung? Mein Sohn ist sieben Jahre alt und glaubt nicht an Gott. Welche Rolle spielt er in der Bewegung? Was ist mit all den Atheisten, die sich nicht öffentlich zu der Sache äußern und ihren Unglauben für sich behalten? Was tragen sie zur Bewegung bei? Die große Mehrheit der Atheisten äußert sich nicht zu dem Thema und lebt vor sich hin, ohne auch nur den Anschein eines Verdachts zu erregen, dass sie gottlos sein könnten. Inwiefern ist das eine Bewegung? Was sind die Ziele einer Bewegung, deren Mitglieder sich mehrheitlich gar nicht darüber äußern?

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