Kirche in Not: Religiöser Fundamentalismus ist verbreitet wie noch nie


Katholiban "Großstadt-Mission" in elf Städten Europas

Das katholische Hilfswerk warnt vor „islamistischem Hyper-Extremismus“ mit grausamer Behandlung der Opfer, etwa die Verbrennung von Menschen bei lebendigem Leibe, Kreuzigungen und das Herabstürzen von hohen Gebäuden

kath.net

Der religiöse Fundamentalismus ist so verbreitet wie noch nie. Er tötet, zerstört und macht Menschen in einem nie dagewesenen Ausmaß heimatlos. Das geht aus dem „Bericht zur Religionsfreiheit weltweit 2016“ des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (München) hervor. Im Vergleich zum vorigen Bericht 2014 habe sich die Situation hinsichtlich der Religionsfreiheit in 14 Ländern – darunter Niger, Pakistan, Indonesien und Libyen – deutlich verschlechtert. Die Organisation warnt ferner vor einem „islamistischen Hyper-Extremismus“. Zu dessen zentralen Merkmalen gehörten systematische Versuche, alle andersdenkenden Gruppen zu verjagen, eine beispiellos grausame Behandlung der Opfer – etwa die Verbrennung von Menschen bei lebendigem Leibe, Kreuzigungen und das Herabstürzen von hohen Gebäuden –, ein globales Agieren und der effiziente Einsatz der sozialen Medien, um Anhänger zu rekrutieren. In den vergangenen zwei Jahren habe es in jedem fünften Land der Welt mindestens einen gewalttätigen islamistischen Anschlag gegeben: „In Teilen des Nahen Ostens, darunter in Syrien und im Irak, zerstört der Hyper-Extremismus jegliche religiöse Vielfalt.“ Dieselbe Gefahr drohe auch in Teilen Afrikas und Asiens. Laut dem Bericht sind es häufig nicht die Regierungen, die Schuld an religiöser Verfolgung tragen. In zwölf der 23 Länder mit den schwerwiegendsten Verstößen gegen die Religionsfreiheit seien „nichtstaatliche Akteure“ dafür verantwortlich.

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